Vortrag zum Thema „Stress lass’ nach“

Einen Vortrag zum Thema „Stress lass’ nach“ hält am 14. September um 9.30 Uhr im Gemeindehaus der Friedenskirche Loga, Hindenburgstraße 4, die Diplom-Pädagogin und Psychologische Beraterin Heike Albers. Zu der Veranstaltung in Verbindung mit einem Frühstück lädt der Gesprächskreis „Herz und Hand“ der Friedenskirchengemeinde ein. Es wird ein Unkostenbeitrag von fünf Euro erhoben.

Was bedeutet eigentlich der Begriff „Stress“? Und was passiert mit uns, wenn wir uns gestresst fühlen? Werden wir vorwiegend von äußeren Umständen getrieben, an denen sich kaum etwas ändern lässt? Oder können wir selbst etwas tun, um ausgeglichener zu sein? Solchen Fragen soll in dem Vortrag nachgegangen werden.

Heike Albers ist verheiratet und Mutter einer 13-jährigen und einer einjährigen Tochter. Zurzeit ist sie freiberuflich als Dozentin und Referentin tätig. Sie ist aktives Mitglied in der Baptistenkirche Leer und Vorsitzende der Evangelischen Allianz Leer.

Wegen  begrenzter  Plätze werden Voranmeldungen erbeten:   bei Regina van Lengen (Telefon 0491- 97  112  15), bei Diana Beitelmann (0160  507  28  41) oder per E-Mail (herz-und-hand@friedenskirche-loga.de).

Jetzt eine „Integrations-Werkstatt“ im Café International

Einrichtung des Kirchenkreises stellt verschiedene Angebote für Flüchtlinge vor / Begegnung mit Einheimischen ist gewünscht

Seit viereinhalb Jahren ist das Café International in Leer, das sich in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer befindet, eine Anlaufstelle für Flüchtlinge: „Mit steigender Tendenz“, betonten Leiterin Engeline Kramer und Mitarbeiterin Joyce Simmerling in einem Gespräch. Auf veränderte Umstände beim Bedarf nach Rat und Hilfe gehe die Einrichtung zusätzlich zu bestehenden mit neuen Angeboten ein. So werde jetzt eine Integrations-Werkstatt eingerichtet.

Nach der sogenannten „Flüchtlingswelle“ 2015 hätten sich die meisten Geflüchteten sehr um Integration bemüht, Sprachkurse besucht und teilweise auch Arbeit gefunden. Problem sei aber, dass ihnen Kontakte zu Deutschen fehlten, erläuterte Kramer als Hintergrund. Damit gelinge es ihnen und auch anderen Ausländern nicht, sich richtig zu integrieren. „Selbst Menschen mit guten Deutschkenntnissen wissen oft nicht, was kann oder darf man tun? Was sind ,No-Gos‘ in Deutschland?“, so die Leiterin des Café International.

Deshalb gebe es nun in der Integrations-Werkstatt durch Gespräche in kleinen Kreisen die Möglichkeit, mehr zu erfahren. Eltern können sich zum Beispiel über Erziehung und Bildung in Kindergärten und Schulen informieren. Was ist beim Mieten einer Wohnung zu beachten? Wie verhält man sich in der Nachbarschaft? Was ist höflich, was nicht? Gesundheitsversorgung, Sprach- und andere Kurse, Sport, Vereinsleben, Auto, Ratenzahlungen, Telefonverträge und Versicherungen – die Liste der Themen ist lang.

Die Gespräche finden immer freitags statt und gelten zunächst als offenes Angebot für Zugewanderte, die sich deutsch verständigen können. Sie sollen auch Möglichkeiten der Vernetzung oder der weiteren Integration bieten. „Teilnehmer können danach sehr gut als Mittler auftreten und sich gegenseitig helfen“, betonte Engeline Kramer.

Sommercamp

Jedes Jahr im Juli bietet das Café International ein Sommercamp an. Das gebe es auch jetzt, sagte Joyce Simmerling. Die Angebote reichen von Radtouren über Fußballspielen, Spaziergänge und Ausflüge bis zu handwerklichen und kreativen Tätigkeiten. Auf die Wünsche Interessierter wird eingegangen.

Ferienschule

In den letzten zwei Wochen vor Wiederbeginn der Schule bietet das Café International eine Ferienschule an. Sie soll Kindern den Wiedereinstieg in den Lehrstoff erleichtern.

Arabisch-Unterricht
Für Grundschul-Kinder gibt es seit dem vergangenen Herbst im Café International Arabisch-Unterricht. Manche sprächen zu Hause zwar Arabisch, hätten es aber nicht lesen und schreiben gelernt, sagte Engeline Kramer. Das wäre jedoch durchaus wichtig, weil ja nicht auszuschließen sei, dass syrische Familien wieder in ihr Heimatland zurückkehrten.

Bundesfreiwilligendienst
Für die Zeit ab Mitte August sucht die Einrichtung noch eine Kraft, die sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes engagieren möchte.
 

Öffnungszeiten:

Geöffnet ist das Café International von montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr. Es befindet sich an der Ecke Mühlenstraße/Kupenwarf. Die Verantwortlichen würden sich freuen, wenn mehr Einheimische kämen und die Begegnung mit den Flüchtlingen suchten.