Blumen überreichte Hans-Hermann Woltmann Pastorin Leska Meyer, die zum letzten Mal an einer Sitzung des Kirchenkreistages Emden-Leer teilnahm. Foto: Dübbel

Wahlen und Diskussion über Stellenausweitung

Evangelisch-lutherischer Kirchenkreistag Emden-Leer tagte

Nach dem Abstimmungs-Marathon in der vergangenen  Sitzung des neuen evangelisch-lutherischen Kirchenkreistages (KKT) Emden-Leer gingen die jetzt noch anstehenden Wahlen zügig vonstatten. Vorsitzender Hans-Hermann Woltmann hatte im Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirche Emden 56 Mitglieder des Gremiums begrüßt.

Einstimmig bestätigte das Kirchenparlament die Wahl von Pastor Wolfgang Ritter (Emden) zum ersten stellvertretenden Superintendenten und Pastor Sven Grundmann (Holtland) zum zweiten stellvertretenden Superintendenten. Beide hatten die Ämter schon in der vorigen Legislaturperiode inne. Sie waren vom Pfarrkonvent vorgeschlagen und vom Kirchenkreisvorstand gewählt worden.

Für die folgenden fünf Ausschüsse wurden Mitglieder gewählt:  Ausschuss für Verkündigung, Gottesdienst und Seelsorge, Ausschuss für Kirchenmusik und kulturelle Arbeit, Ausschuss für Schule und Bildung, Ausschuss für Kinder und Jugend und Ausschuss für Diakonie.

Der Kirchenkreistag wählte auch Kandidaten für die Synode der Landeskirche. Sie werden dem Nominierungsausschuss für den Wahlvorschlag unterbreitet. Für die Gruppe der Ordinierten wurde Superintendentin Christa Olearius und für die beruflich Mitarbeitenden Daniel Aldag (Leer) gewählt. Die Gruppe der Ehrenamtlichen vertreten Dr. Bettina Siegmund (Bingum) und Martina Welling (Pewsum).

Eine längere Diskussion gab es über die Aufstockung der Unterstützungspfarrstelle. Eine Entscheidung wurde schließlich vertagt. Verschiedene Anträge dazu werden an den Stellenplanungsausschuss überwiesen.

Superintendentin Olearius hatte die Erweiterung der sogenannten „Springerstelle“ erläutert. Pastorin Hedwig Friebe versehe diese mit einem halben Stellenanteil und leiste hervorragende Arbeit. Sie unterstütze dort, wo Engpässe etwa durch Vakanzen oder Erkrankungen entstünden. Wünschenswert sei eine Aufstockung auf 100 Prozent der Stelle. Aber Pastorin Friebe wolle nur um 25 Prozent erweitern und zurzeit gebe es niemanden für eine zusätzliche Viertelstelle. Die Aufstockung solle ab möglichst bald bis zum Ende des Planungszeitraumes 2022 gelten.

Einige Redner wiesen darauf hin, dass die Unterstützungsstelle ursprünglich als Schwerpunkt den Alt-Kirchenkreis Emden bediene, weil im Alt-Kirchenkreis Leer mehr Diakonen-Stellen vorhanden seien. Sie kritisierten einen Antrag von neun Kirchengemeinden aus dem Alt-Kirchenkreis Leer. In diesem heiße es, der gesamte Stellenanteil sei nicht regional gebunden. Kompromiss-Vorschläge gingen dahin, die halbe Stelle mit Schwerpunkt Emden zu belassen und die Erweiterung auf den gesamten Kirchenkreis zu beziehen.

Einen Blumenstrauß überreichte Hans-Hermann Woltmann Pastorin Leska Meyer, die zum letzten Mal an einer Sitzung des Kirchenkreistages teilnahm. Nach ihrer dreijährigen Dienstzeit als  Pastorin auf Probe verlässt sie die Pfarrstelle der Jacobi-Kirchengemeinde Warsingsfehn. Es zieht sie wieder zurück nach Westfalen, wo sie aufgewachsen ist.

Das Vaterunser auf besondere Weise erschließen

Kooperation mit dem Kirchenkreis ermöglicht Konfirmandenunterricht in der Greta-Schoon-Schule

Eifrig suchen die Jungen und Mädchen in Zeitschriften nach Bildern und Texten zu Stichworten wie „Kraft“ und „Schuld“. Eine Collage soll daraus entstehen. Aber hier geht es nicht um das Fach Kunst, sondern um den Konfirmandenunterricht an der Greta-Schoon-Schule in Leer. Im mittlerweile 15. Jahr befindet sich die Kooperation zwischen der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung und dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Emden-Leer.

Jeweils eineinhalb Jahre lang werden Schülerinnen und Schüler von Michael Vogt, Diakon des Kirchenkreises, und Brigitte Horstmann, pädagogische Mitarbeiterin der Schule, auf die Konfirmation vorbereitet. Wöchentlich 90 Minuten stehen zur Verfügung. Der Kurs beginnt immer nach den Herbstferien. Die jetzigen Teilnehmer werden am 1. März 2020 konfirmiert.

„Die Initiative für diese Zusammenarbeit ging von der Schule aus“, erzählt Michael Vogt. Er hatte im vergangenen Jahr den Gottesdienst gemeinsam mit Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr gehalten, der elf Schülerinnen und Schüler konfirmierte. Fast  400 Besucher kamen zu diesem Anlass in die Lutherkirche. „Das zeigt, wie wichtig den Familien das Bekenntnis zum christlichen Glauben ist“, sagt der Diakon.

Sieben Teilnehmer hat der jetzige Kurs. Sie wohnen in Leer, Moormerland und Bunde und besuchen verschiedene Klassen. Michael Vogt und Brigitte Horstmann gehen auf jedes einzelne Kind und dessen Fähigkeiten ein. Wichtig ist ihnen, dass die Konfirmanden das Vaterunser kennen. Das Gestalten einer Collage, in der wesentliche Begriffe daraus vorkommen, helfe dabei. Zum Stichwort „Kraft“ fanden die Schüler so unterschiedliche Motive wie Skispringer, Haarfestiger und Menschen, die von einer Konzertbühne in die Menge darunter springen.

Besuch hatte der Konfi-Kurs schon von Superintendentin Christa Olearius. Sie wird die Mädchen und Jungen konfirmieren. Manche von ihnen erzählen sehr gerne, andere sind zurückhaltender. Michael Vogt plaudert zum Beispiel mit einem Schüler humorvoll über eine Fußball-Begegnung. „Ich komme gerne, weil Frau Horstmann hier ist“,  sagt ein Junge. Und ein Mädchen, das in der Gesprächsrunde erst abweisend reagiert, erzählt dann ausführlich, was es alles über die Geschichte weiß, in der Jesus auf dem Boot den Sturm stillt.

„Das ist eine gute Zusammenarbeit“, lobt Brigitte Horstmann den Konfirmandenunterricht. Es gebe ein erfreuliches Miteinander aller Beteiligten. Schon bei Begegnungen in den Fluren werde das deutlich. „Das gehört zur Herzlichkeit der Schule“, betont die pädagogische Mitarbeiterin.

Wochenendfreizeit auf Langeoog für Alleinerziehende

Unter dem Motto „Ein-Eltern-Familie – na und!?“ kooperieren erstmalig die fünf lutherischen Kirchengemeinden der Christus-, Friedens-, Petrus-, Paulus- und Lutherkirche Leer und bieten eine Wochenendfreizeit für Alleinerziehende an. In der Zeit vom 17. bis 19. Mai können noch Doppel- und Mehrbettzimmer im Haus Meedland auf Langeoog gebucht werden. 

Diese Freizeit ist für Mütter und Väter konzipiert, die im Alltag ein Kind bzw. mehrere Kinder alleinverantwortlich erziehen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen sich von den besonderen Herausforderungen der Alleinerziehung erholen.

Die Kosten betragen 80 Euro für zwei Nächte, Vollverpflegung und Fährüberfahrt ab Bensersiel.

Weitere Infos befinden sich unter der Internetseite www.lutherkirche.de. Anmeldungen und Fragen sind unter gemeindehelferin@lutherkirche.de oder unter 0491 – 79 49 97 20 möglich.