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Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

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Sie freuten sich über einen schönen Gottesdienst zum Ordinationsjubiläum: Pastor Andreas Bartels, seine Frau Anne, Superintendentin Christa Olearius sowie die Kinder Tomke (links), Jakob und Jantje. Foto: Dübbel

Genau den richtigen Beruf ergriffen

Andreas Bartels wurde vor 25 Jahren ordiniert und ist seit dieser Zeit Pastor in Logabirum

Für Pastor Andreas Bartels war seine Ordination vor 25 Jahren ein bedeutender Tag. Gleichzeitig wurde er damals neuer Seelsorger der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Logabirum. „Aber heute ist es für mich ganz besonders“, sagte er am Sonntag bei der Feier seines Jubiläums. Denn damals habe er nur wenige der Menschen im Gottesdienst gekannt, jetzt kenne er alle Anwesenden.

Die Kirche war beim Festgottesdienst voll besetzt und auch im Gemeindehaus wurde es anschließend eng. Viele Logabirumer und auch Wegbegleiter aus anderen Gemeinden waren gekommen, um zu gratulieren und Danke zu sagen. Gut vertreten war zudem die Kirchengemeinde Nortmoor, in der Bartels vor 19 Jahren einen Stellenanteil übernahm und zu der seit 2008 eine pfarramtliche Verbindung besteht.

Das Engagement Bartels in der Gemeinde und auf Kirchenkreisebene würdigte im Gottesdienst auch Superintendentin Christa Olearius. Sie überreichte eine Dankurkunde des Kirchenkreises. Für die Predigt von ihr hatte sich der Pastor den Psalm 100 ausgesucht. „Jauchzet dem Herrn, alle Welt. Dienet dem Herrn mit Freuden“, heißt es darin. Wer sich diesen Spruch aussuche, der könne nicht den falschen Beruf ergriffen haben, sagte die Superintendentin.

In den Predigtteil bezog Christa Olearius Erinnerungen und Eindrücke von Kirchenvorsteher Michael Weber und Gemeindebriefredakteurin Käthe Dübbel mit ein. Beide erzählten mit großer Wertschätzung vom Miteinander mit dem Seelsorger und dessen Familie. Bevor die Superintendentin die Predigt abschloss, sangen Konfirmanden das Lied „Ich steh’ dazu“.

Sowohl im Gottesdienst wie auch anschließend im Gemeindehaus erwarteten den Pastor Darbietungen, Geschenke und Worte der Anerkennung. Ehrenamtliche der Gemeinde hatten auch für ein buntes Mittagsbüfett gesorgt. „Ich bin erstaunt, überwältigt und unfassbar dankbar“, sagte Andreas Bartels.

Kirchenkreiskonferenz auf der Insel Borkum

Am Mittwoch, 24. April war die Konferenz des Kirchenkreises Emden-Leer nach sechs Jahren wieder einmal zu Gast in der Christus-Kirchengemeinde auf Borkum.

Die Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone und der Kirchenkreissozialarbeiter reisten mit Superintendentin Christa Olearius am Morgen mit dem Katamaran von Emden aus an. Sie wurden von Inselpastor Jörg Schulze am Bahnhof abgeholt. Nach einem Begrüßungskaffee im Gemeindehaus Arche begann das Programm mit einer Ökumenischen Dreiklangandacht, einem geistlichen Spaziergang zu den drei Inselkirchen mit Informationen zur Ökumene auf Borkum und der Geschichte der Gemeinden. Bildungsreferent Andreas Langkau stellte die künstlerisch reich gestaltete katholische Kirche Maria Meeresstern vor. Zu den evangelischen Kirchen erzählte Jörg Schulze etwas. Nach einem leckeren Mittagessen im Hotel Rote Erde mit Blick auf den Leuchtturm war Gelegenheit, Sonne, Strand und Meer zu erleben und bei sommerlichem Wetter in die Urlauberwelt einzutauchen. Am Nachmittag wurde die Konferenz mit Gedanken zu „Kirchengemeinden im Tourismus – Gemeinden auf Zeit" fortgesetzt, wovon zunächst Jörg Schulze berichtete und anschließend Pastor Ralf Tyra, Direktor vom Haus kirchlicher Dienste unserer Landeskirche von seinen Erfahrungen erzählte, die er gerade als Kur- und Urlauberpastor auf Borkum gemacht hatte. Er stellte außerdem die Arbeit des Hauses kirchlicher Dienste vor und lud die Konferez zu einem Besuch in Hannover ein. Mit einem Reisesegen klang der Ausflug auf die einzige Insel innerhalb des Ev.-luth. Kirchenkreises Emden-Leer aus. Mit der Kleinbahn und der gasbetriebenen Autofähre Ostfriesland wurde anschließend die Heimreise angetreten. Es war ein guter und erfüllender Tag, der leider viel zu schnell zu Ende ging.

Musik und Gesang gehören zum christlichen Glauben

Festgottesdienst / 25 Jahre Kirchenkreiskantorat / Matthias Eich Inhaber der Stelle von Anfang an

„Wir haben Anlass zu Lob und Dank“, sagte Pastor Armin Siegmund beim Festgottesdienst in der Matthäikirche Bingum. Ein Doppel-Jubiläum könne gefeiert werden: Seit 25 Jahren bestehe das Kirchenkreiskantorat. Und von Anfang an fülle Matthias Eich diese Stelle, die zum 1. April 1994 vom damaligen evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Leer eingerichtet worden war, mit Leben.

In einer Dialogpredigt machten Superintendentin Christa Olearius und Pastor Siegmund deutlich, wie wichtig Musik und Gesang für den christlichen Glauben seien. Olearius erinnerte schmunzelnd daran, dass die Welt vor 25 Jahren – ohne Smartphone und manches andere – noch komplett anders gewesen sei. Nun gebe es ein Ringen darum, wie es mit der Kreiskantorenstelle im Kirchenkreis Emden-Leer weitergehen solle, sagte Siegmund. Denn ein Beschluss des Kirchenkreistages sieht deren Abschaffung ab 2023 vor.

„Schön, dass wir Sie haben“, sagte die Superintendentin an Eich gewandt und würdigte dessen Arbeit. Dank und Segenswünsche erhielt der 61-Jährige auch schriftlich in einer Urkunde, die Christa Olearius ihm überreichte. Die zahlreichen Besucher begleiteten das mit Beifall. Stellvertretend für die drei Kirchengemeinden Bingum, Holtgaste und Pogum, in denen Matthias Eich Organist ist, würdigte Kirchenvorsteherin Brigitte Maas (Bingum) dessen Engagement. Als Geschenk überreichte sie ein Glaskreuz, das im Kunstzentrum Coldam gefertigt worden war.

Klangliche Eindrücke aus dem Dienst des Kirchenkreiskantors vermittelte das musikalische Programm des Gottesdienstes, bei dem Eich immer wieder die Plätze als Organist und Dirigent wechselte. Die  Darbietungen wurden mit viel Beifall bedacht. Mitwirkende waren der Kirchenchor Warsingsfehn, der Kirchenkreis-Chor, der Chor „Dacapo“ Moormerland und ein Instrumentalensemble mit Jane Eich (1. Violine), Ruth Hinders (2. Violine), Marlies Albers (Viola), Malte Albers (Violoncello) und Günter Meffert (Continuo).

Auf die Vielfalt seiner Arbeit ging Matthias Eich auch in Worten ein. Die Ausbildung von Chorleitern und Organisten und vieles andere gehörten dazu. Dank sprach der Musiker allen Wegbegleitern und Unterstützern aus. Dabei hob er seine Frau Jane und die Söhne Florian und Friedemann sowie Pastor Siegmund und dessen Familie hervor.

Glückwünsche erhielt der Kirchenkreiskantor auch nach dem Gottesdienst bei der Teetafel im Gemeindehaus – so von Vertretern seiner Heimatgemeinde Jherings-/Boekzetelerfehn. Er freue sich über die große Verbundenheit, die er von so vielen Menschen erfahren habe, sagte er.