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Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Losung Dienstag, 19. März 2019

Alles Fleisch soll erfahren, dass ich, der HERR, dein Heiland bin und dein Erlöser.

Jesaja 49,26

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Knapp 60 Frauen und Männer nahmen am Tag für Kirchenvorstände des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer in Logabirum teil. Foto: Hartmut Dübbel

Viele Anregungen für die Arbeit im Kirchenvorstand gesammelt

Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer hatte eingeladen / Workshops vermittelten Einblicke

Über viele positive Rückmeldungen freuten sich nach dem „Kleinen Tag für Kirchenvorstände“ Superintendentin Christa Olearius und Pastor Sven Grundmann als Sprecher des Vorbereitungskreises. Knapp 60 Teilnehmer aus dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Emden-Leer waren am Sonnabend von morgens bis zum frühen Nachmittag im Logabirumer Gemeindehaus zusammengekommen. In fünf Workshops erhielten sie Einblicke in unterschiedliche Arbeitsbereiche.

Wichtig war den Verantwortlichen auch, den Kirchenvorstandsmitgliedern Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Gesprächen miteinander zu geben. Die wurden intensiv genutzt: Sowohl bei Kaffee und Tee zum Empfang als auch beim Mittagsimbiss sah und hörte man viele Grüppchen, in denen munter geplaudert wurde. Ganz angetan zeigte sich zum Beispiel Theda Enners: „Ich bin neu im Heseler Kirchenvorstand und finde es toll, hier dazulernen zu können“, sagte sie.

Eine Andacht hatte zu Beginn Superintendentin Olearius gehalten. Sie richtete auch Grüße von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr aus, der wegen eines anderen Termins nicht kommen konnte. Pastor Grundmann (Holtland) stellte die Workshops vor.

Um digitale Kommunikation innerhalb der Kirche ging es bei Micha Steinbrück von der Evangelischen Medienarbeit in Hannover. Unter dem Motto „Nicht verzagen, HkD fragen“ ging Susanne Briese auf die Palette der Angebote des Hauses kirchlicher Dienste in Hannover ein. Als Mitarbeiterin von dort war auch Ulrike Wolf in Logabirum und sprach mit den Teilnehmern darüber, wie in den Kirchengemeinden nachhaltig gewirtschaftet werden kann. Tipps zum Schreiben von Zeitungsartikeln und zur Gemeindebriefarbeit gab Käthe Dübbel, Pressebeauftragte des Kirchenkreises. Den Workshop „Kirchenvorstand gestaltet Gottesdienst“ leiteten in der Kirche die Pastoren Christoph Herbold (Leer) und Andreas Bartels (Logabirum).

Christa Olearius dankte allen am Gelingen dieses „Schnuppertages“ Beteiligten. Aus den Anregungen heraus wolle sie einen Stammtisch für Kirchenvorstandsmitglieder ins Leben rufen. Miteinander zu reden und sich zu vernetzen sei wichtig.  Außerdem solle es Angebote geben, in denen Themen der Workshops vertieft werden könnten.

Superintendentin Olearius besucht die Berufsbildenden Schulen in Emden

Großes Interesse an den internationalen Kontakten von BBS I und BBS II

Die neue Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Emden-Leer, Christa Olearius, hat sich über Ausbildungsgänge und Unterrichtsorganisation an den beiden Emder Berufsschulen informiert.

Ihr besonderes Interesse galt den internationalen Projekten, insbesondere der Indisch-Deutschen Zusammenarbeit, die seit zehn Jahren von der Indien-AG getragen wird. Aber auch die Stellung des Religionsunterrichtes im Rahmen der beruflichen Bildung stand im Fokus der Gespräche. Als aktuelles Thema kam die schwierige Situation aller niedersächsischen Berufsschulen durch die Mittelkürzungen der Landesregierung in den Blick.

Ihre Gesprächspartner waren neben Sabine Noetzel als Schulleiterin der BBS I und Ulrich Wiegers als Schulleiter der BBS II, Mitglieder der Fachgruppen Religion, der Steuergruppe „Internationales“ und der Indien AG. Berufsschulpastor Michael Schaper hatte das Treffen organisiert.

Kurt Hannappel (BBS II) berichtete als Leiter der Steuergruppe „Internationales“ über die Organisation von Austauschprojekten unter anderem nach Polen, Tschechien und Portugal, Ruth Frerichs (BBS I) ergänzte mit Projekten in Italien und Russland. Beide Lehrkräfte begleiten auch die Indien-AG mit den jährlichen Reisen von und nach Indien als gemeinsames Projekt beider Emder Berufsschulen.

Berufsschulpastorin Ina Schulz (BBS I) thematisierte als Beauftragte für Kirche und Schule im Sprengel Ostfriesland-Ems die Stellung des Religionsunterrichtes. Er sei ein ebenso herausforderndes wie wichtiges Bildungsangebot in einer sich kulturell wie religiös differenzierenden Lebenswelt. Alle hoben die Wichtigkeit dieser Unterrichtsform als Orientierungsangebot für Jugendliche hervor. „Ohne das über den Unterricht hinausgehende Engagement der Religionslehrkräfte und des Berufsschulpfarramtes, zum Beispiel bei Gottesdiensten oder in der Schulseelsorge, würde uns wesentliches fehlen,“ betonte Tido Schobert (BBS II), Fachgruppenleiter für „Religion und Werte und Normen“.

Bei einem Rundgang durch beide Schulen zeigte sich Superintendentin Olearius beeindruckt von der Vielfalt der praktischen Übungsmöglichkeiten, wie das Ausbildungsrestaurant und die Küchen für die Hotelfachschule und die Hauswirtschaft, die Werkstatträume für Kfz, Elektrotechnik, Metall, Bau und Holz in den BBS II sowie die Bewegungshalle für die sozialpädagogische Ausbildung, die Räumlichkeiten der Altenpflege und das Zahnlabor in den BBS I.

An dem neuesten Ort der Zusammenarbeit von BBS I und BBS II wurden die Herausforderungen für den Berufsschulunterricht besonders deutlich: In den Räumen der „Smart factory“ führte Fachlehrer Torsten Tjarks (BBS II) die Möglichkeiten von computergesteuerten Produktionsprozessen vor. An dieser Fertigungsstrecke und im Computerlabor der BBS I können nun Auszubildende verschiedener Berufsrichtungen Geschäftsprozesse von der Entwicklung über den Vertrieb bis zur Fertigung virtuell sowie real durchführen. „Dieses Projekt ‚BBS fit für 4.0‘ ist zukunftsweisend, kostet aber viel Geld,“ stellte Tjarks fest. Die Umsetzung sei nur über Kooperationen möglich – innerschulisch wie außerschulisch. „Die aktuellen Mittelkürzungen für Berufsschulen treffen uns unmittelbar, weil notwendige Fortbildungen in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt werden können.“ Vergleichbar verhalte es sich in vielen anderen Ausbildungsgängen, die nur mit Honorarkräften sowie kontinuierlicher Weiterbildung aufrecht erhalten werden könnten, betonten auch Wiegers und Noetzel.

Superintendentin Christa Olearius bedankte sich für den intensiven Einblick in den Berufsschulalltag und die freundliche Begleitung durch Auszubildende und Lehrkräfte. „Wie wichtig qualifizierte Ausbildung gerade an der Basis und für Jugendliche ist, sollte immer wieder betont und vor allem auch von den politisch Verantwortlichen auf höherer Ebene beachtet werden.“

Passionspunkte 2019 in Leer

Passionspunkte – Abendandachten an wunden Punkten der Stadt Leer“ finden erstmalig statt vom 14. bis 20. April. Jeweils um 18 Uhr verlassen die Gemeinden der Christus-, der Friedens- und der Lutherkirche ihre Kirchen und feiern sogenannte „Passionspunkte an wunden Punkten in der Stadt Leer“. Die Gemeinden kooperieren dabei mit dem Heimatmuseum Leer.

35 Minuten lang werden Fachleute, MusikerInnen, LektorInnen und TheologInnen den jeweiligen Ort im Kontext der Passionsgeschichte Jesu beleuchten. Jeder Passionspunkt findet draußen statt. Eine Ausnahme bildet der Karfreitag in der Lutherkirche.

Für dieses Jahr sind eindrückliche Orte gefunden worden, die sowohl die Stadtgeschichte als auch die Geschichte Jesu in neuem und anderem Licht erscheinen lassen. Folgende Orte sind für die Karwoche 2019 geplant: Suppenküche, Hochwassermarke, Jüdischer Friedhof, Blindenheim, Café International, Lutherkirche und der ehemaliger Pranger.

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Matthias Eich ist seit 25 Jahren Kreiskantor

Damaliger Kirchenkreis Leer richtete Stelle ein / Festgottesdienst am 31. März in Bingum

Er begleitet mit seinem Orgelspiel Gottesdienste, leitet verschiedene Chöre und bildet Organisten und Chorleiter aus: Das sind einige der Aufgaben, die Matthias Eich als Kreiskantor des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer hat. Seit 25 Jahren ist er hier im Dienst. Gefeiert wird das Jubiläum am Sonntag, 31. März, ab 17 Uhr in einem Festgottesdienst in der Matthäikirche Bingum.

Superintendentin Christa Olearius und Pastor Armin Siegmund werden den Gottesdienst leiten. Mitwirkende sind der Kirchenchor Warsingsfehn, der Kirchenkreis-Chor, der Chor „Dacapo“ Moormerland und ein Instrumentalensemble unter der Leitung von Matthias Eich. Die Stelle des Kreiskantors war zum 1. April 1994 vom damaligen Kirchenkreis Leer eingerichtet worden.

Der gebürtige Hesse, der jetzt in Boekzetelerfehn wohnt, entstammt einer Musikerfamilie. Bereits mit 15 Jahren begleitete Eich Gottesdienste in seiner Heimatgemeinde Sinn (bei Wetzlar) und bildete seine ersten Schüler aus. Das Kirchenmusikstudium absolvierte er in Frankfurt am Main. Unter anderem studierte er Orgel und Cembalo bei Professor Dr. Reinhard Menger sowie Chor- und Orchesterleitung bei Lothar Lämmer. 1982 wurde er hauptamtlicher Kirchenmusiker der Tiberias-Gemeinde in Frankfurt-Sossenheim, danach in Lank und Dülken in gleicher Funktion.

In seinen neuen Wirkungsbereich im Kirchenkreis Leer brachte er seine Ehefrau Jane, die Privatmusikerzieherin ist, und seine beiden Söhne Florian und Friedemann mit. Eine breit gefächerte Palette an Aufgaben erwartete den neuen Kreiskantor. Dazu gehörten das Orgelspiel in Bingum und Holtgaste, die Leitung des Kirchenchors Warsingsfehn und die Übernahme zahlreicher Orgelschüler, die im Regelfall an der Orgel ihrer Heimatgemeinde unterrichtet wurden. Zudem begleitete Eich die Kirchenkreis-Band „Haevenliner“ und die neu inszenierten „Thomas-Messen“.

Zu den stark nachgefragten Chorleiterkursen (D- und C-Prüfungen), den Orgel- und Chorkonzerten  gesellten sich bald neue Aufgaben hinzu. 1996 ging der Kreis-Chor „Ohrwurm“ aus dem ehemaligen Jugendchor Hesel hervor.

Seit 1999 steht auch der Gospelchor „Dacapo Moormerland“ unter der Leitung von Matthias Eich. Das Vokalsextett „Contrapuncto Vocale“ und das „Rheiderland-Barock-Consort“ bereicherten und bereichern mit ihren Konzerten die musikalische Vielfalt in der Region. Auch projektorientierte Chor- und Instrumental-Arbeit leistet der Kirchenkreiskantor. Um für die Aufgaben im Bereich Ausbildung gewappnet zu sein,  besuchte er Meisterkurse im Fach Orgel im In- und Ausland.

Vertreten ist Eich im Kirchenkreistag und in der Pfarrkonferenz. Viele Jahre engagierte er sich in der Mitarbeitervertretung. Seit einiger Zeit ist er gewählter Schwerbehindertenvertreter des Kirchenkreises Emden-Leer.

Freude machen dem 61-Jährigen besonders die Kontakte zu den Menschen. Sein Blick in die Zukunft fällt allerdings zweigeteilt aus: Einerseits gebe es die große Beteiligung in den Chören. Andererseits fehlten in einigen Gemeinden Organisten und Chorleiter. Der demografische Faktor mache sich auch hier bemerkbar. Wichtig sei, dass die Gemeinden an Ausbildung Interessierte zu ihm schickten. Die vom Kirchenkreistag beschlossene Abschaffung der Kreiskantorenstelle ab 2023 solle noch einmal überdacht werden.

Sein Dank, so Eich, gelte allen, die Kirchenmusik in vielfältiger Weise unterstützten und es auch weiterhin ermöglichten, „den Menschen das Musik gewordene Evangelium nahe zu bringen und in der Seele schwingen zu lassen“.