borkum

Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Losung Montag, 22. April 2019

Zur letzten Zeit wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Jesaja 2,2.4

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Die Mitwirkenden des Musicals und dessen Leiterin Marietta Meffert (hinten) beim Einzug in die Johanneskirche. Foto: Dübbel

Aufgang im Untergang - Kinder erzählen die Ostergeschichte

Viel Beifall für Kindermusical im Gottesdienst - Projekt der Kirchengemeinden Jherings-/Boekzetelerfehn und Warsingsfehn unter Leitung von Marietta Meffert

Mit Beifall im Stehen bedankten sich die Gottesdienstbesucher in der evangelisch-lutherischen Johanneskirche Jherings-/Boekzetelerfehn am Sonntag für die Darbietung des Kindermusicals. „Aufgang im Untergang“ war es überschrieben. Am Tag zuvor war es vor ebenfalls zahlreichen Gästen in der Jacobikirche Warsingsfehn aufgeführt worden.

Marietta und Günter Meffert hatten das Musical getextet und komponiert. Als gemeinsames Projekt der Kirchengemeinden Jherings-/Boekzetelerfehn und Warsingsfehn übten sie es mit 30 Mädchen und Jungen ein. Unterstützt wurden sie von vier jugendlichen Teamern. Den Kindern war die Begeisterung beim Singen und Spielen von einzelnen Szenen anzusehen. Dargestellt wurden die letzten Tage von Jesus in Jerusalem, bevor er gekreuzigt wurde. Außerdem zogen die Mitwirkenden Parallelen zu heute und fragten etwa „Schauen auch wir weg?“ „Wen kreuzigen wir?“

Auch von der Auferstehung Jesu wurde berichtet und davon im schwungvollen Lied „Freut euch alle, Jesus lebt“ gesungen. Marietta Meffert vertiefte das Thema des Musicals in einer Predigt. Sie ist Diakonin im Kirchenkreis Emden-Leer. Ihr Mann Günter ist Musiklehrer an der IGS Aurich und Kirchenmusiker. Er begleitete die Lieder des Musicals und die der Gemeinde am Klavier.

Marietta Meffert dankte zum Schluss allen Mitwirkenden sowie dem Küchenteam, das an den Probetagen für deren leibliches Wohl gesorgt hatte. Ihr selbst als Leiterin des Projektes überreichte Martina Meise im Namen des Kirchenvorstandes als Anerkennung eine Blumenschale.

Superintendentin Olearius besucht die Berufsbildenden Schulen in Emden

Großes Interesse an den internationalen Kontakten von BBS I und BBS II

Die neue Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Emden-Leer, Christa Olearius, hat sich über Ausbildungsgänge und Unterrichtsorganisation an den beiden Emder Berufsschulen informiert.

Ihr besonderes Interesse galt den internationalen Projekten, insbesondere der Indisch-Deutschen Zusammenarbeit, die seit zehn Jahren von der Indien-AG getragen wird. Aber auch die Stellung des Religionsunterrichtes im Rahmen der beruflichen Bildung stand im Fokus der Gespräche. Als aktuelles Thema kam die schwierige Situation aller niedersächsischen Berufsschulen durch die Mittelkürzungen der Landesregierung in den Blick.

Ihre Gesprächspartner waren neben Sabine Noetzel als Schulleiterin der BBS I und Ulrich Wiegers als Schulleiter der BBS II, Mitglieder der Fachgruppen Religion, der Steuergruppe „Internationales“ und der Indien AG. Berufsschulpastor Michael Schaper hatte das Treffen organisiert.

Kurt Hannappel (BBS II) berichtete als Leiter der Steuergruppe „Internationales“ über die Organisation von Austauschprojekten unter anderem nach Polen, Tschechien und Portugal, Ruth Frerichs (BBS I) ergänzte mit Projekten in Italien und Russland. Beide Lehrkräfte begleiten auch die Indien-AG mit den jährlichen Reisen von und nach Indien als gemeinsames Projekt beider Emder Berufsschulen.

Berufsschulpastorin Ina Schulz (BBS I) thematisierte als Beauftragte für Kirche und Schule im Sprengel Ostfriesland-Ems die Stellung des Religionsunterrichtes. Er sei ein ebenso herausforderndes wie wichtiges Bildungsangebot in einer sich kulturell wie religiös differenzierenden Lebenswelt. Alle hoben die Wichtigkeit dieser Unterrichtsform als Orientierungsangebot für Jugendliche hervor. „Ohne das über den Unterricht hinausgehende Engagement der Religionslehrkräfte und des Berufsschulpfarramtes, zum Beispiel bei Gottesdiensten oder in der Schulseelsorge, würde uns wesentliches fehlen,“ betonte Tido Schobert (BBS II), Fachgruppenleiter für „Religion und Werte und Normen“.

Bei einem Rundgang durch beide Schulen zeigte sich Superintendentin Olearius beeindruckt von der Vielfalt der praktischen Übungsmöglichkeiten, wie das Ausbildungsrestaurant und die Küchen für die Hotelfachschule und die Hauswirtschaft, die Werkstatträume für Kfz, Elektrotechnik, Metall, Bau und Holz in den BBS II sowie die Bewegungshalle für die sozialpädagogische Ausbildung, die Räumlichkeiten der Altenpflege und das Zahnlabor in den BBS I.

An dem neuesten Ort der Zusammenarbeit von BBS I und BBS II wurden die Herausforderungen für den Berufsschulunterricht besonders deutlich: In den Räumen der „Smart factory“ führte Fachlehrer Torsten Tjarks (BBS II) die Möglichkeiten von computergesteuerten Produktionsprozessen vor. An dieser Fertigungsstrecke und im Computerlabor der BBS I können nun Auszubildende verschiedener Berufsrichtungen Geschäftsprozesse von der Entwicklung über den Vertrieb bis zur Fertigung virtuell sowie real durchführen. „Dieses Projekt ‚BBS fit für 4.0‘ ist zukunftsweisend, kostet aber viel Geld,“ stellte Tjarks fest. Die Umsetzung sei nur über Kooperationen möglich – innerschulisch wie außerschulisch. „Die aktuellen Mittelkürzungen für Berufsschulen treffen uns unmittelbar, weil notwendige Fortbildungen in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt werden können.“ Vergleichbar verhalte es sich in vielen anderen Ausbildungsgängen, die nur mit Honorarkräften sowie kontinuierlicher Weiterbildung aufrecht erhalten werden könnten, betonten auch Wiegers und Noetzel.

Superintendentin Christa Olearius bedankte sich für den intensiven Einblick in den Berufsschulalltag und die freundliche Begleitung durch Auszubildende und Lehrkräfte. „Wie wichtig qualifizierte Ausbildung gerade an der Basis und für Jugendliche ist, sollte immer wieder betont und vor allem auch von den politisch Verantwortlichen auf höherer Ebene beachtet werden.“

Passionspunkte 2019 in Leer

Passionspunkte – Abendandachten an wunden Punkten der Stadt Leer“ finden erstmalig statt vom 14. bis 20. April. Jeweils um 18 Uhr verlassen die Gemeinden der Christus-, der Friedens- und der Lutherkirche ihre Kirchen und feiern sogenannte „Passionspunkte an wunden Punkten in der Stadt Leer“. Die Gemeinden kooperieren dabei mit dem Heimatmuseum Leer.

35 Minuten lang werden Fachleute, MusikerInnen, LektorInnen und TheologInnen den jeweiligen Ort im Kontext der Passionsgeschichte Jesu beleuchten. Jeder Passionspunkt findet draußen statt. Eine Ausnahme bildet der Karfreitag in der Lutherkirche.

Für dieses Jahr sind eindrückliche Orte gefunden worden, die sowohl die Stadtgeschichte als auch die Geschichte Jesu in neuem und anderem Licht erscheinen lassen. Folgende Orte sind für die Karwoche 2019 geplant: Suppenküche, Hochwassermarke, Jüdischer Friedhof, Blindenheim, Café International, Lutherkirche und der ehemaliger Pranger.

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Musik und Gesang gehören zum christlichen Glauben

Festgottesdienst / 25 Jahre Kirchenkreiskantorat / Matthias Eich Inhaber der Stelle von Anfang an

„Wir haben Anlass zu Lob und Dank“, sagte Pastor Armin Siegmund beim Festgottesdienst in der Matthäikirche Bingum. Ein Doppel-Jubiläum könne gefeiert werden: Seit 25 Jahren bestehe das Kirchenkreiskantorat. Und von Anfang an fülle Matthias Eich diese Stelle, die zum 1. April 1994 vom damaligen evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Leer eingerichtet worden war, mit Leben.

In einer Dialogpredigt machten Superintendentin Christa Olearius und Pastor Siegmund deutlich, wie wichtig Musik und Gesang für den christlichen Glauben seien. Olearius erinnerte schmunzelnd daran, dass die Welt vor 25 Jahren – ohne Smartphone und manches andere – noch komplett anders gewesen sei. Nun gebe es ein Ringen darum, wie es mit der Kreiskantorenstelle im Kirchenkreis Emden-Leer weitergehen solle, sagte Siegmund. Denn ein Beschluss des Kirchenkreistages sieht deren Abschaffung ab 2023 vor.

„Schön, dass wir Sie haben“, sagte die Superintendentin an Eich gewandt und würdigte dessen Arbeit. Dank und Segenswünsche erhielt der 61-Jährige auch schriftlich in einer Urkunde, die Christa Olearius ihm überreichte. Die zahlreichen Besucher begleiteten das mit Beifall. Stellvertretend für die drei Kirchengemeinden Bingum, Holtgaste und Pogum, in denen Matthias Eich Organist ist, würdigte Kirchenvorsteherin Brigitte Maas (Bingum) dessen Engagement. Als Geschenk überreichte sie ein Glaskreuz, das im Kunstzentrum Coldam gefertigt worden war.

Klangliche Eindrücke aus dem Dienst des Kirchenkreiskantors vermittelte das musikalische Programm des Gottesdienstes, bei dem Eich immer wieder die Plätze als Organist und Dirigent wechselte. Die  Darbietungen wurden mit viel Beifall bedacht. Mitwirkende waren der Kirchenchor Warsingsfehn, der Kirchenkreis-Chor, der Chor „Dacapo“ Moormerland und ein Instrumentalensemble mit Jane Eich (1. Violine), Ruth Hinders (2. Violine), Marlies Albers (Viola), Malte Albers (Violoncello) und Günter Meffert (Continuo).

Auf die Vielfalt seiner Arbeit ging Matthias Eich auch in Worten ein. Die Ausbildung von Chorleitern und Organisten und vieles andere gehörten dazu. Dank sprach der Musiker allen Wegbegleitern und Unterstützern aus. Dabei hob er seine Frau Jane und die Söhne Florian und Friedemann sowie Pastor Siegmund und dessen Familie hervor.

Glückwünsche erhielt der Kirchenkreiskantor auch nach dem Gottesdienst bei der Teetafel im Gemeindehaus – so von Vertretern seiner Heimatgemeinde Jherings-/Boekzetelerfehn. Er freue sich über die große Verbundenheit, die er von so vielen Menschen erfahren habe, sagte er.