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Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Losung Sonntag, 16. Juni 2019

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.

Psalm 73,28

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„Wir halten Ausschau nach der Kulturnacht“, sagten (von links) Pastor Uwe Wiarda, Pastor Martin Stührenberg und Kirchenvorstandsvorsitzender Karl Fleßner in der Kirche St. Michael. Am 28. Juni gibt es zum 16. Mal die Veranstaltung der Altstadtkirchengemeinden. Foto: Dübbel

Altstadtkirchen laden zur Kulturnacht ein

Buntes Unterhaltungs-Angebot am 28. Juni ab 19.30 Uhr / Auch die Geselligkeit an Ständen mit Getränken und Brezeln soll gepflegt werden

„Wir halten Ausschau nach der Kulturnacht.“ Das sagten schmunzelnd die Verantwortlichen der Leeraner Altstadtkirchengemeinden. In jedem Jahr lassen sie sich etwas Originelles einfallen, um auf das vielseitige Programm in der Lutherkirche, der Kirche St. Michael und der Großen Kirche aufmerksam zu machen. Diesmal ließen sie unter Verstärkung eines Fernrohrs die Veranstaltung symbolisch schon einmal näher rücken.
Für den 28. Juni – wie immer am Freitag vor Ferienbeginn – ist das stimmungsvolle ökumenische Miteinander in und um die drei Gotteshäuser herum angesagt. Karl Fleßner, Kirchenvorstandsvorsitzender der Lutherkirchengemeinde, Pastor Uwe Wiarda von der Reformierten Gemeinde und Pastor Martin Stührenberg von der katholischen Gemeinde St. Michael freuen sich auf die mittlerweile 16. Kulturnacht.

Zwischen 19.30 Uhr und Mitternacht sind die Kirchen geöffnet. Außerdem gibt es von 0.15 Uhr bis 1 Uhr eine „Musik für Nachtschwärmer“ im Lutherhaus. Die war im vergangenen Jahr erstmals angeboten worden. „Weil sie gut angekommen ist, haben wir sie erneut ins Programm aufgenommen“, sagte Karl Fleßner. „Les Trois“ werden wieder unter dem Motto „Von Chanson bis Bossa Nova“ singen und spielen. Zu hören sind Evelyne Delcour (französischer Gesang), Edo Sieberns (Gitarre) und Jens Bonow (akustische und elektrische Percussion).

Vorher können die Besucher von Kirche zu Kirche schlendern und die Darbietungen genießen. Die Pausen bieten Gelegenheit, bei Wein, Wasser und Brezeln Geselligkeit zu pflegen.  Unter den Darbietenden sind viele gute Bekannte aus den vergangenen Jahren. Kulturnacht-Premiere hat der Popchor „Nice An’loose“ aus Anloo in den Niederlanden.

Mitwirkende sind außerdem: Winfried Dahlke (Orgelmusik); Gospelchor „Blue Note“ der Lutherkirche; Ulrike Böhmer (Kirchenkabarett), Chor „Voices“ (Pop, Latin und Soul), „Akustikavenue sideways“ (Ralf Papendick, Holger Siemann, Jens Bonow feat. Sylvie Gühmann); Heiko Ahrend („Me and my Guitar“), Andreas Scheepker (Krimilesung), Uwe Heger und Francien Janse-Balzer (Orgel und Saxofon).

Stündlich wechselt das Programm. Dazwischen gibt es 15-Minuten-Pausen und um 21.15 Uhr eine Dreiviertelstunde Zeit, um beim geselligen Miteinander keine Darbietung versäumen zu müssen. Die Programme liegen rechtzeitig in den Kirchen aus.

„Der Eintritt bleibt frei“, betonten die Sprecher der Gemeinden. Zum einen ermögliche das der Einsatz von rund 50 Ehrenamtlichen. Dankbar sei man aber auch für die finanzielle Unterstützung durch die Sparkassen-Kulturstiftung LeerWittmund.

Auf abenteuerlicher Reise mit dem Burgfräulein Bö

Musikalische Lesung mit Patricia Prawit begeisterte Kinder / Petrusbücherei Loga hatte eingeladen

Bei Patricia Prawit durften die Kinder in der evangelisch-lutherischen Petruskirche Loga auch mal richtig laut werden. Die Sängerin, die seit 25 Jahren dem Burgfräulein Bö aus der Kinderbuchreihe „Ritter Rost“ ihre Stimme leiht, begeisterte dort ihr junges Publikum mit einer musikalischen Lesung. Die Bücherei der Kirchengemeinde hatte die Künstlerin nach den Erfolgen vor sechs und sieben Jahren erneut eingeladen.

Vormittags kamen rund 100 Mädchen und Jungen der Daalerschule in die Vorstellung. Nachmittags fand sich nur eine kleine Besucherrunde ein. Unüberhörbar war dennoch, dass das junge Publikum viel Spaß hatte.

Patricia Prawit sang und spielte Szenen aus den Büchern „Ritter Rost geht zur Schule“ und „Ritter Rost macht Urlaub“. Erdacht haben sich die Geschichten um den etwas anderen Helden Jörg Hilbert und Felix Janosa. Am Nachmittag reiste der Ritter mit dem Burgfräulein Bö und dem Feuerdrachen Koks nach Schrottland. Die Sängerin und Sprecherin schlüpfte in alle vorkommenden Rollen und band die Kinder in das Geschehen mit ein. So unternahmen sie etwa eine abenteuerliche Reise mit einer Lore durch den Bergwerksstollen. Da galt es, sich mal zu dieser und jener Seite zu bewegen und den Kopf einzuziehen. Sätze wie „Oh je, das überleb’ ich nicht − und wenn, dann übergeb’ ich mich“, begleiteten das Geschehen.

„Ich wünsche mir, dass ihr lest“, gab Patricia Prawit den Mädchen und Jungen mit auf den Weg. Denn davon würden sie schlau. Deshalb laute auch ihr Schlusssatz: „Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!“.  

Steffen von Blumröder wird Pastor in Stiekelkamperfehn

Ordinations-Gottesdienst mit Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr am 2. Juni in der Kirche St. Nikolai

Steffen von Blumröder freut sich auf seine erste Pfarrstelle als Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai Stiekelkamperfehn: Am Sonntag, 2. Juni, wird Superintendent Dr. Detlef Klahr ihn ordinieren und in seinen Dienst einführen. Der Festgottesdienst beginnt um 15 Uhr. Zuvor will der Posaunenchor schon vor der Kirche spielen. Nach dem Gottesdienst wird zum Empfang ins Gemeindehaus eingeladen.

In den vergangenen zwei Jahren hat Steffen von Blumröder sein Vikariat in der Lutherkirchengemeinde Leer absolviert und ist dabei von Pastor Christoph Herbold begleitet worden. „Er kam mir bei unserer ersten Begegnung auf dem Patersgang entgegen“, erinnert sich der 30-Jährige. Und dieses Entgegenkommen sei typisch für das insgesamt herzliche Willkommen in der Gemeinde gewesen. Nach vielen schönen Erfahrungen werde er Leer mit einem weinenden Auge verlassen.

Dem steht die Vorfreude auf den gemeinsamen Weg mit den Menschen in Stiekelkamperfehn gegenüber. Dort ist Ende August des vergangenen Jahres das Pastorenehepaar Dorle Liebermann-Garbers und Hans-Peter Garbers in den Ruhestand verabschiedet worden. In der Zeit der Vakanz hat der Vikar auch da bereits „tolle Eindrücke“ bekommen. „Ich durfte dort auch schon ein Kind taufen“, erzählt er. Zur Kirchengemeinde gehören die Ortsteile Beningafehn, Neuefehn und Stiekelkamperfehn.

Steffen von Blumröder ist in Wietze geboren und im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern, die beide Pastoren sind, nach Ronnenberg in die Nähe von Hannover gezogen. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend, bevor er 2006 nach Bremerhaven zog. Das Studium der evangelischen Theologie begann er in Wuppertal und studierte danach in Heidelberg und in Göttingen.

Bis die Renovierung des Pfarrhauses in Stiekelkamperfehn abgeschlossen ist, wird der Pastor mit seiner Partnerin Taalke Wilken weiter in Leer wohnen. Sie ist Vikarin in der Marien-Kirchengemeinde Holtland.

Mit der Ordination wird Steffen von Blumröder für drei Jahre von der Landeskirche als „Pastor auf Probe“ entsandt. Nach dem Vikariat in der Luthergemeinde fühlt er sich gut gerüstet. „Pastor Herbold hat mich immer auf Augenhöhe gesehen“, sagt er. So durfte er beispielsweise Gottesdienste halten, Gemeindekreise leiten und einen Jugendtreff ins Leben rufen.

Wichtig ist dem angehenden Pastor, mit seiner Gemeinde gegenseitige Erwartungen ins Gespräch zu bringen. „Ich möchte den Menschen mit all ihren Fragen und Geschichten im Lichte des Evangeliums begleitend zur Seite stehen und dazu beitragen, dass die frohe Botschaft in ihrer Lebenswirklichkeit verkündet wird“, betont von Blumröder.