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Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

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„Wir halten Ausschau nach der Kulturnacht“, sagten (von links) Pastor Uwe Wiarda, Pastor Martin Stührenberg und Kirchenvorstandsvorsitzender Karl Fleßner in der Kirche St. Michael. Am 28. Juni gibt es zum 16. Mal die Veranstaltung der Altstadtkirchengemeinden. Foto: Dübbel

Altstadtkirchen laden zur Kulturnacht ein

Buntes Unterhaltungs-Angebot am 28. Juni ab 19.30 Uhr / Auch die Geselligkeit an Ständen mit Getränken und Brezeln soll gepflegt werden

„Wir halten Ausschau nach der Kulturnacht.“ Das sagten schmunzelnd die Verantwortlichen der Leeraner Altstadtkirchengemeinden. In jedem Jahr lassen sie sich etwas Originelles einfallen, um auf das vielseitige Programm in der Lutherkirche, der Kirche St. Michael und der Großen Kirche aufmerksam zu machen. Diesmal ließen sie unter Verstärkung eines Fernrohrs die Veranstaltung symbolisch schon einmal näher rücken.
Für den 28. Juni – wie immer am Freitag vor Ferienbeginn – ist das stimmungsvolle ökumenische Miteinander in und um die drei Gotteshäuser herum angesagt. Karl Fleßner, Kirchenvorstandsvorsitzender der Lutherkirchengemeinde, Pastor Uwe Wiarda von der Reformierten Gemeinde und Pastor Martin Stührenberg von der katholischen Gemeinde St. Michael freuen sich auf die mittlerweile 16. Kulturnacht.

Zwischen 19.30 Uhr und Mitternacht sind die Kirchen geöffnet. Außerdem gibt es von 0.15 Uhr bis 1 Uhr eine „Musik für Nachtschwärmer“ im Lutherhaus. Die war im vergangenen Jahr erstmals angeboten worden. „Weil sie gut angekommen ist, haben wir sie erneut ins Programm aufgenommen“, sagte Karl Fleßner. „Les Trois“ werden wieder unter dem Motto „Von Chanson bis Bossa Nova“ singen und spielen. Zu hören sind Evelyne Delcour (französischer Gesang), Edo Sieberns (Gitarre) und Jens Bonow (akustische und elektrische Percussion).

Vorher können die Besucher von Kirche zu Kirche schlendern und die Darbietungen genießen. Die Pausen bieten Gelegenheit, bei Wein, Wasser und Brezeln Geselligkeit zu pflegen.  Unter den Darbietenden sind viele gute Bekannte aus den vergangenen Jahren. Kulturnacht-Premiere hat der Popchor „Nice An’loose“ aus Anloo in den Niederlanden.

Mitwirkende sind außerdem: Winfried Dahlke (Orgelmusik); Gospelchor „Blue Note“ der Lutherkirche; Ulrike Böhmer (Kirchenkabarett), Chor „Voices“ (Pop, Latin und Soul), „Akustikavenue sideways“ (Ralf Papendick, Holger Siemann, Jens Bonow feat. Sylvie Gühmann); Heiko Ahrend („Me and my Guitar“), Andreas Scheepker (Krimilesung), Uwe Heger und Francien Janse-Balzer (Orgel und Saxofon).

Stündlich wechselt das Programm. Dazwischen gibt es 15-Minuten-Pausen und um 21.15 Uhr eine Dreiviertelstunde Zeit, um beim geselligen Miteinander keine Darbietung versäumen zu müssen. Die Programme liegen rechtzeitig in den Kirchen aus.

„Der Eintritt bleibt frei“, betonten die Sprecher der Gemeinden. Zum einen ermögliche das der Einsatz von rund 50 Ehrenamtlichen. Dankbar sei man aber auch für die finanzielle Unterstützung durch die Sparkassen-Kulturstiftung LeerWittmund.

Internationaler Leeraner Orgelsommer jetzt mit neun Konzerten

Programm beginnt am 4. Juli und endet am 29. August / Orgeln in der Lutherkirche, der Großen Kirche und in der Kirche St. Marien sind zu hören

Mit besonderer Freude stellten die beiden künstlerischen Leiter des 27. Internationalen Leeraner Orgelsommers das diesjährige Programm vor. Es werde vom 4. Juli bis 29. August „in einem neuen Gewand“ präsentiert, erklärten Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke und Kirchenmusikdirektor Joachim Gehrold. Anwesend waren auch Vertreter der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, der Lutherkirchengemeinde und der Pfarrei Seliger Hermann Lange, die Veranstalter sind.

Erstmalig kommen die drei großen Stadtorgeln im barocken Stil zu Gehör: die Ahrend & Brunzema-Orgel von 1959 in der katholischen Kirche St. Marien, die Ahrend-Orgel in der Lutherkirche und die historische Orgel in der Großen reformierten Kirche. Im Jubiläumsjahr des Orgelbauers Arp Schnitger erlebe die sommerliche Reihe dadurch erstmals neun statt bisher sechs Konzertabende, sagte Dahlke. Sie beginnen jeweils donnerstags um 20 Uhr.

Die ersten drei Konzerte erklingen in der Großen Kirche, die drei mittleren Konzerte in der Lutherkiche und die drei abschließenden Konzerte in der St. Marien-Kirche. Dort ist seit 2016 die einzigartige Ahrend & Brunzema-Orgel aus Scheveningen (1959) zu bewundern, die sich akustisch und optisch vollkommen in den Kirchenraum einfügt.

In der Lutherkirche erklingt die Orgel von Jürgen Ahrend, die im Jahr 2000 hinter dem historischen Prospekt von H.J. Müller errichtet wurde und die ganze Klangpracht des norddeutschen Barocks in sich trägt. Mit der Restaurierung der historischen Orgel in der Großen Kirche kam das größte Orgelprojekt Ostfrieslands Ende 2018 zu einem krönenden Abschluss. Hendrik Ahrend erwies sich in der Intonation der restaurierten historischen Stimmen und des rekonstruierten Pfeifenwerks als Meister seines Fachs und schuf ein vielbewundertes Klangkunstwerk.

Drei große Orgeln im barocken Stil habe keine andere Stadt in Ostfriesland, sagte Winfried Dahlke. „Leer hat sich als Orgelstadt gemausert“, erklärte er.

„Der Orgelsommer ist nun ein echtes ökumenisches Projekt geworden“, hob Kirchenmusikdirektor Gehrold hervor. Es freue ihn, dass die Reihe jetzt auf drei konfessionellen Säulen ruhe. Sie finanziere sich aus Spenden. So sei der Eintritt frei, man bitte aber am Ausgang um einen Obolus. Die Stadt Leer unterstütze den Orgelsommer finanziell bei den Werbungskosten. Als sehr gelungen bezeichneten die Beteiligten die von Diplom-Grafik-Designerin Lisa Wolters (Aurich) gestalteten Flyer und Plakate.

Den Auftakt des Orgelsommers bildet das Konzert am 4. Juli mit dem in Budapest geborenen Joseph Kelemen, der als Hauptorganist an St. Johann Baptist Neu-Ulm tätig ist. Für weitere hochkarätige Orgelmusik wollen an den Donnerstagen darauf Bálint Karosi (New York City), Winfried Dahlke und Darija Schneiderova (Weener), Wieland Meinhold (Weimar), Hans-Dieter Renken (Bremen), Joachim Gehrold (Leer), Eckhart Kuper (Hannover / Leipzig), Edoardo Bellotti (Bremen) und Ralf Stiewe (Papenburg) sorgen.

Frauen sind zum Singen eingeladen

Lieder singen, Percussion-Instrumente ausprobieren und tanzen ...

... dazu haben Frauen am 24. August von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Gemeindehaus der Paulusgemeinde Leer Gelegenheit. Es geht darum, das Liederbuch zum Gesangbuch mit dem Titel „freiTöne“ zu entdecken. Die Beauftragte für die Frauenarbeit des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer, Evelin Hantke-Berning, hat den Tag gemeinsam mit Christa Pollmann-Busch und Susanne Kemner vorbereitet. Sie laden alle singfreudigen Frauen ein, dabei zu sein. Anmeldungen sind bei Evelin Hantke-Berning möglich: E-Mail hantke-b@t-online.de oder Telefon 04921-33483 (Anrufbeantworter).
„Singen macht auch Appetit“, sagt Evelin Hantke-Berning und bittet deshalb die Teilnehmerinnen, etwas für ein Mitbring-Buffet beizusteuern.

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