borkum

Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Gemeinsame Trauerandacht zum Gedenken an unsere Sternenkinder

 

Am Freitag, 23. November 2018 findet um 15 Uhr in der Friedhofskapelle des Evangelisch-lutherischen Friedhofs in Leer die Ökumenische Trauerandacht mit Gedenken und anschließender Bestattung der Urne der früh totgeborenen Kinder des vergangenen Kirchenjahres aus dem Borromäus-Hospital und dem Klinikum Leer statt.

In das Gedenken werden auch die früh totgeborenen Kinder mit hineingenommen, die bereits bei Einzelbestattungen im vergangenen Kirchenjahr beigesetzt wurden.

Die Trauerandacht wird gemeinsam durch die evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorger*innen gestaltet. Es besteht die Möglichkeit Kerzen zu entzünden. Der Gottesdienst wird durch Flöte und Orgel musikalisch begleitet.

Die Urne wird auf dem sog. „Engelsgrab“ beigesetzt, das sich in der Nähe der Friedhofskapelle befindet. Auf dem Grabstein, in dessen Mitte ein Obelisk steht, sitzen rechts und links zwei große Engel. Der Kirchenvorstand der Lutherkirche hat Psalm 91,11 als Inschrift angebracht: „Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“.

Haushaltspläne für zwei Jahre unter Dach und Fach

Evangelisch-lutherischer Kirchenkreistag Emden-Leer tagte / Letzte Sitzung der Amtsperiode

Ohne Gegenstimmen und bei lediglich einigen Enthaltungen verabschiedeten die Kirchenkreistagsmitglieder des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer die Haushaltspläne für die Jahre 2019 und 2020. „Dem Kirchenkreis steht ein solides finanzielles Fundament zur Verfügung“, sagte Martina Welling als Vorsitzende des Finanzausschusses.

Das Kirchenparlament war am Dienstagabend zur 16. und letzten Sitzung seiner Amtsperiode im Gemeindezentrum der Martin-Luther-Kirche in Emden zusammengekommen. Erläuterungen zur Haushaltsplanung gab auch Carsten Wydora, Leiter des Kirchenamtes. Der Etat für 2019 enthält Erträge in Höhe von 9.195.300 Euro und Aufwendungen von 9.380.100 Euro. Für 2020 sind Erträge von 9.390.400 Euro und Aufwendungen von 9.561.700 Euro veranschlagt. In der Gesamtbetrachtung ergäben sich Überschüsse von rund 170.000 Euro für 2019 und von rund 160.000 Euro für 2020, sagte Wydora. Er betonte, dass es gelungen sei, den dritten doppischen Haushalt in verbesserter Qualität vorzulegen.

Eine intensive Diskussion hatte es vorher zur Errichtung von 3,5 zusätzlichen Stellen im Kirchenamt gegeben. Mitglieder sprachen von „Bauchschmerzen“ und einem „Spagat“ vor dem Hintergrund, dass in den Gemeinden in den vergangenen Jahren Einsparungen vorgenommen worden seien. Andererseits werde die Notwendigkeit zur Aufstockung aufgrund der Arbeitsbelastung im Amt gesehen. Die 3,5 Stellen seien bereits ein Kompromiss, eigentlich wären 7,75 Stellen erforderlich, erklärte Martina Welling. Mit 37 Ja- und elf Nein-Stimmen sowie fünf Enthaltungen wurde schließlich die Stellenerweiterung beschlossen.

In den Nominierungsausschuss des Sprengels Ostfriesland-Ems für die Wahl zur Landessynode wählten die Kirchenkreistagsmitglieder Jane Eich, Hans-Hermann Woltmann, Erasmus Kröger-Vodde und Pastorin Bonna van Hove.

„Der Kirchenkreistag Emden-Leer drängt darauf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kapitalanlagen und Beteiligungen kirchlicher Körperschaften so weit zu fassen, dass eine wirtschaftliche Beteiligung an lokalen Projekten der Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien gefördert wird.“ Das wurde auf Anregung von Pastor Armin Siegmund als Eingabe an die Landessynode beschlossen. Es sei ein Schritt, den „ökologischen Fußabdruck“ möglichst klein zu halten, hieß es in der Begründung.

Hans-Hermann Woltmann, Vorsitzender des Kirchenkreistages, dankte allen Mitgliedern und den Mitarbeitern des Kirchenamtes für deren Engagement in den sechs Jahren der Amtsperiode. Ein Abendmahls-Gottesdienst in der Kirche, den Superintendentin Christa Olearius, Pastorin Bonna van Hove und Pastor Christoph Jebens gestalteten, bildete den Abschluss des Abends. Verabschiedet wurden die dem neuen Kirchenkreistag nicht mehr angehörenden Mitglieder. Ihnen überreichte Woltmann eine von Landesbischof Ralf Meister unterzeichnete Dankes-Urkunde.

Das Lebensschiff auf Kurs halten

Seefahrergottesdienst mit Superintendentin Susanne Wendorf-von Blumröder aus Bremerhaven

 

„Heute mal wieder schwere See“ hieß ein Lied im 15. Seefahrergottesdienst in der Christuskirche Leer. Dass sich diese Thematik auch auf das Leben der Menschen an Land übertragen lasse, machte Superintendentin Susanne Wendorf-von Blumröder aus Bremerhaven in ihrer Predigt deutlich. Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Seemannsmission (DSM) Hannover. Die Frage „Wie kann unser Lebensschiff auf Kurs bleiben?“ fordere jeden Einzelnen heraus, betonte sie.

Ein herzliches Willkommen hatte am Sonntagabend Pastorin Silvia Köhler allen ausgesprochen, die seit vielen Jahren den maritimen Gottesdienst besuchen. Ihr Gruß gelte ebenso jenen, die – wie sie selbst – zum ersten Mal dabei seien, sagte sie. Seit Februar ist sie Seelsorgerin der evangelisch-lutherischen Christuskirchengemeinde.

Nicht wegzudenken aus dem Seefahrergottesdienst ist der Shantychor „Overledinger Jungs“ aus Collinghorst unter der Leitung von Igor Kuzmin, der von Anfang an dabei ist.  Für dessen Beiträge gab es viel Beifall. Die Choräle, zum Teil in Seefahrerfassung gesungen, begleitete Mathilde Buse an der Orgel.

Miteinander verknüpft wurden Predigt, Lesungen und die Strophen des anfangs genannten Liedes. In verteilten Rollen trugen Pastorin Köhler, Lektorin Dunja Berger und Kirchenvorsteherin Adelheid Ulferts die Texte zur Apostelgeschichte (Kapitel 27) vom Schiffbruch während der Reise des Paulus nach Rom vor. Verständlich gemacht wurde diese durch die Predigt und darin enthaltene Hintergrundinformationen von Susanne Wendorf-von Blumröder. So hörten die Besucher eine abenteuerliche Geschichte, in der Paulus in extrem schwierigen Lagen mit Gottes Hilfe Ratschläge gibt und zum Retter für alle Menschen auf dem Schiff wird.

Über die Arbeit der Ostfriesischen Seemannsmission berichtete Seemannspastor Meenke Sandersfeld. Er ist Leiter des Seemannsheims Emden. Gemeinsam mit ihm gedachten die Besucher der im vergangenen Jahr auf See gebliebenen und vermissten Menschen.

Pastorin Köhler dankte zum Schluss allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beitrugen. Besonders würdigte sie das Engagement des Küsterehepaares Wolfgang und Margreth Haberecht, die wieder „die Fäden in der Hand hatten“. Die Kollekte in Höhe von 460,33 Euro kommt zu gleichen Teilen wieder dem Seemannsheim in Emden und der Suppenküche der Christuskirchengemeinde zugute.

Kirche lebt durch Mitwirken

Treffen der Lektoren und Prädikantinnen

Nicht nur Pastorinnen und Pastoren predigen in den Kirchen, sondern auch Engagierte, die sich in der Leitung eines Gottesdienstes haben ausbilden lassen. Man nennt sie -je nach Ausbildung- Lektorinnen und Lektoren oder Prädikantinnen und Prädikanten. Schön, dass sich im Kirchenkreis Emden-Leer viele Frauen und Männer in diesem Ehrenamt engagieren und in den Kirchen unseres Kirchenkreises predigen. Oft nehmen sie auch lange Fahrtzeiten in Kauf.

Aber: Es macht Freude, von Gott zu erzählen, einen Gottesdienst zu leiten und mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Das geschieht auch bei den monatlichen Treffen der Lektoren und Prädikantinnen: man tauscht sich aus, bildet sich fort und diskutiert über Predigten. Schön, dass auch Ehrenamtliche aus Emden sich auf den Weg nach Leer gemacht haben.

„Ich bin beeindruckt von Ihrem Engagement und wünsche Ihnen viel Freude an Ihrem Ehrenamt", sagte Superintendentin Christa Olearius bei dem Treffen in Oktober.