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Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Losung Mittwoch, 17. Juli 2019

Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut.

Daniel 9,14

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Traumwetter und Begeisterungsstürme bei der Leeraner Kulturnacht

Mehr als 1000 Besucher / Altstadtkirchen-Gemeinden hatten eingeladen / Viel Musik sowie Krimi-Lesung und Kabarett

„Ein Traumwetter“, wie es oft zu hören war, machte am Freitag die Kulturnacht der Leeraner Altstadtkirchen zu einem besonderen Vergnügen. Mehr als 1000 Besucher schlenderten zwischen den drei Gotteshäusern hin und her, um jeweils ihre Favoriten aus dem vielseitigen Programm zu genießen, mit Bekannten zu plaudern und sich mit warmen Brezeln und kalten Getränken zu stärken.

Zum 16. Mal hatten die Lutherkirchengemeinde, die Evangelisch-reformierte Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Michael eingeladen. Die Gäste kommen nicht nur aus Leer. „Eine tolle Veranstaltung!“, sagte etwa Hermann Schröder aus Folmhusen. Da saß er in der katholischen Kirche und wartete auf den Beginn der Lesung mit Pastor und Krimiautor Michael Scheepker. Seine Frau bevorzuge gerade ein musikalisches Angebot. Fast in jedem Jahr seien sie hier dabei, erklärte er. Die gelungene Zusammenstellung des Programms beeindrucke. Schön sei auch, oft Leute zu treffen, die man lange nicht gesehen habe. Und noch etwas gefiel dem Folmhuser: „Dass man sich in der Kirche auch mit einem Gläschen Wein aufhalten darf“.

Die Kirchennacht schätzt ebenfalls der Superintendent des Kirchenkreises Rhauderfehn, Gerd Bohlen. Er freute sich jetzt schon auf die nächste: Bei der sei er dann im Ruhestand und könne noch entspannter genießen. Fröhlich unterwegs war mit ihrem Mann auch Superintendentin Christa Olearius, die in der Luthergemeinde zu Hause ist. Und ihren Amtsvorgänger Burghard Klemenz, der vor 15 Jahren die Anregung zu dieser Veranstaltung gab, konnte man mit seiner Frau ebenfalls sichtlich vergnügt in verschiedenen Kirchen sehen.

In der Lutherkirche hatte zu Beginn Kirchenvorstands-Vorsitzender Karl Fleßner die Besucher begrüßt und den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen gewürdigt. Dort trat, wie in den Vorjahren, der Gospelchor „Blue Note“ auf – aber diesmal unter der Leitung von Evgenia Aniskin. Ihr Vorgänger Joachim Gehrold freute sich auf der Empore sitzend über den tosenden Beifall mit. Begeisterungsstürme gab es auch für andere Darbietungen. So brachte in St. Michael Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer aus Iserlohn – die eine Woche vorher noch beim Kirchentag in Dortmund auftrat – die Zuhörer zum Lachen. Eine gelungene Kulturnachts-Premiere konnte der Chor „Nice An’loose“ aus Anloo in den Niederlanden in der reformierten Großen Kirche mit schwungvoll präsentierter Popmusik feiern. Immer noch voll besetzt war die Lutherkirche, als bis nach 24 Uhr der Singer-Songwriter Heiko Ahrend mit so unterschiedlichen Titeln wie „Country Road“, „Seemann, lass das Träumen“ oder „Blue suede Shoes“ begeisterte.

Eine Runde von Nachtschwärmern fand sich schließlich noch im Lutherhaus ein. Dort traten bis 1 Uhr Sängerin Evelyne Delcour, Edo Sieberns (Gitarre) und Jens Bonow (Percussion) als „Les Trois“ mit französischen Liedern auf.

Gegen Magenknurren bei dem langen Programm halfen leckere Brezeln: 800 Stück wurden im Kinderschutzhaus von einem Team der reformierten Gemeinde aufgebacken.

Mitwirkende bei der Kulturnacht waren: Winfried Dahlke (Orgelmusik); Gospelchor „Blue Note“ der Lutherkirche; Ulrike Böhmer (Kirchenkabarett); Chor „Voices“ (Pop, Latin und Soul), „Akustikavenue sideways“ (Ralf Papendick, Holger Siemann, Jens Bonow, Edo Sieberns feat. Sylvie Gühmann und Judy Papendick); Heiko Ahrend („Me and my Guitar“); Andreas Scheepker (Krimilesung); Uwe Heger und Francien Janse-Balzer (Orgel und Saxofon); Pop-Chor „Nice An’loose“ aus Anloo in den Niederlanden; „Les Trois“ mit Evelyne Delcour (Gesang), Edo Sieberns (Gitarre) und Jens Bonow (Percussion).

Internationaler Leeraner Orgelsommer jetzt mit neun Konzerten

Programm geht bis zum 29. August / Orgeln in der Lutherkirche, der Großen Kirche und in der Kirche St. Marien sind zu hören

Mit besonderer Freude stellten die beiden künstlerischen Leiter des 27. Internationalen Leeraner Orgelsommers das diesjährige Programm vor. Es werde vom 4. Juli bis 29. August „in einem neuen Gewand“ präsentiert, erklärten Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke und Kirchenmusikdirektor Joachim Gehrold. Anwesend waren auch Vertreter der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, der Lutherkirchengemeinde und der Pfarrei Seliger Hermann Lange, die Veranstalter sind.

Erstmalig kommen die drei großen Stadtorgeln im barocken Stil zu Gehör: die Ahrend & Brunzema-Orgel von 1959 in der katholischen Kirche St. Marien, die Ahrend-Orgel in der Lutherkirche und die historische Orgel in der Großen reformierten Kirche. Im Jubiläumsjahr des Orgelbauers Arp Schnitger erlebe die sommerliche Reihe dadurch erstmals neun statt bisher sechs Konzertabende, sagte Dahlke. Sie beginnen jeweils donnerstags um 20 Uhr.

Die ersten drei Konzerte erklingen in der Großen Kirche, die drei mittleren Konzerte in der Lutherkiche und die drei abschließenden Konzerte in der St. Marien-Kirche. Dort ist seit 2016 die einzigartige Ahrend & Brunzema-Orgel aus Scheveningen (1959) zu bewundern, die sich akustisch und optisch vollkommen in den Kirchenraum einfügt.

In der Lutherkirche erklingt die Orgel von Jürgen Ahrend, die im Jahr 2000 hinter dem historischen Prospekt von H.J. Müller errichtet wurde und die ganze Klangpracht des norddeutschen Barocks in sich trägt. Mit der Restaurierung der historischen Orgel in der Großen Kirche kam das größte Orgelprojekt Ostfrieslands Ende 2018 zu einem krönenden Abschluss. Hendrik Ahrend erwies sich in der Intonation der restaurierten historischen Stimmen und des rekonstruierten Pfeifenwerks als Meister seines Fachs und schuf ein vielbewundertes Klangkunstwerk.

Drei große Orgeln im barocken Stil habe keine andere Stadt in Ostfriesland, sagte Winfried Dahlke. „Leer hat sich als Orgelstadt gemausert“, erklärte er.

„Der Orgelsommer ist nun ein echtes ökumenisches Projekt geworden“, hob Kirchenmusikdirektor Gehrold hervor. Es freue ihn, dass die Reihe jetzt auf drei konfessionellen Säulen ruhe. Sie finanziere sich aus Spenden. So sei der Eintritt frei, man bitte aber am Ausgang um einen Obolus. Die Stadt Leer unterstütze den Orgelsommer finanziell bei den Werbungskosten. Als sehr gelungen bezeichneten die Beteiligten die von Diplom-Grafik-Designerin Lisa Wolters (Aurich) gestalteten Flyer und Plakate.

 

DO - 11. Juli - 20.00 Uhr
INTERNATIONALER LEERANER ORGELSOMMER - Große Reformierte Kirche
An der Historischen Orgel: Bálint Karosi (NYC)
Eintritt frei - Kollekte erbeten
 
DO - 18. Juli - 20.00 Uhr
INTERNATIONALER LEERANER ORGELSOMMER - Große Reformierte Kirche
An der Historischen Orgel: Winfried Dahlke
Eintritt frei - Kollekte erbeten

Frauen sind zum Singen eingeladen

Lieder singen, Percussion-Instrumente ausprobieren und tanzen ...

... dazu haben Frauen am 24. August von 9.30 Uhr bis 16 Uhr im Gemeindehaus der Paulusgemeinde Leer Gelegenheit. Es geht darum, das Liederbuch zum Gesangbuch mit dem Titel „freiTöne“ zu entdecken. Die Beauftragte für die Frauenarbeit des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer, Evelin Hantke-Berning, hat den Tag gemeinsam mit Christa Pollmann-Busch und Susanne Kemner vorbereitet. Sie laden alle singfreudigen Frauen ein, dabei zu sein. Anmeldungen sind bei Evelin Hantke-Berning möglich: E-Mail hantke-b@t-online.de oder Telefon 04921-33483 (Anrufbeantworter).
„Singen macht auch Appetit“, sagt Evelin Hantke-Berning und bittet deshalb die Teilnehmerinnen, etwas für ein Mitbring-Buffet beizusteuern.

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