Am Rande des Dollart: hier liegt unser Kirchenkreis - Foto: Kaminski

Kirche als Wegbegleiter - wie hier auf Borkum - Foto: Kaminski

Die Ahrendorgel in Leer - Foto: Oppermann

Kirche am Deich - Foto: Kaminski

Evangelisch lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer - Kirche mitten im Leben

„Ein feste Burg 2.0 – Lutherchoräle frisch interpretiert“

 Die Hannover Harmonists und Lutz Krajenski gastieren am 7. Mai in der Lutherkirche Leer unter dem Motto „Ein feste Burg 2.0 – Lutherchoräle frisch interpretiert“.

Konzert mit den Hannover Harmonists und Lutz Krajenski am 7. Mai in der Lutherkirche Leer
Leer. Für ein ganz besonderes Konzert im Reformationsjahr 2017 hat der Förderverein Kultur und Musik an der Lutherkirche gesorgt: Am 7. Mai kommen die Hannover Harmonists und Lutz Krajenski mit einem außergewöhnlichen Programm nach Leer. „Ein feste Burg 2.0 – Lutherchoräle frisch interpretiert“ lautet das Motto. Beginn ist um 17 Uhr in der Lutherkirche. Das musikalische Experiment soll die Anpassungsfähigkeit und Wandlungsfähigkeit der Lieder Martin Luthers aufzeigen. Nichts an Luthers Texten und Melodien hat über die Jahrhunderte hinweg an Aktualität verloren. Der Lutherchoral ist eine Sozialisationsgrundlage, die unseren Kulturraum bis heute prägt. Doch nun gerät die formschöne und wohlklingende Notation in einen gewollten Transformationsprozess: Sie wird gespiegelt, gezerrt, harmonisch adaptiert und ins Heute überführt. Die Verständlichkeit der Gedankenwelt Luthers soll aufgezeigt und die Schönheit der bekanntesten Lutherchoräle in den unterschiedlichsten, teils improvisierten Stilen in den Mittelpunkt gerückt werden. Ein außergewöhnliches Projekt mit außergewöhnlichen Interpreten: Den Hannover Harmonists und Lutz Krajenski. Lutz Krajenski ist Jazz. Nicht zuletzt als Big Band Leader hat er gemeinsam mit Sänger Roger Cicero Maßstäbe gesetzt. Seine Passion ist die „moderne“ Orgel. Unmittelbar, direkt und berührend entstehen auf seiner Hammond B3 scheinbar unerhörte Klänge. Die Begegnung beider Welten ist bei Lutz Krajenski kein konstruiertes Treffen, sondern der Versuch der Verbindung von scheinbar Unvereinbarem. Die Hannover Harmonists gehören seit über 25 Jahren zu den Vorzeigeensembles der umfangreichen und anspruchsvollen deutschen A-cappella-Szene. Ihren Ursprung haben die Sänger im renommierten Knabenchor Hannover. Längst sind sie aber als eigenständiges Ensemble international gefragt und haben sich über die Jahre ein aufmerksames und interessiertes Publikum erarbeitet. Besonders der Ensembleklang ist beispielgebend und sorgt für besondere Konzerterlebnisse. Die Eintrittskarten kosten bei freier Platzwahl 15 Euro im Vorverkauf (Antiquariat Hecht, Bücher Borde und Multi Nord) und 20 Euro an der Abendkasse.

Mitmachen im Luther-Musical ist angesagt

Günter und Marietta Meffert (von links) sowie Christiane Uffen von der Jacobi-Kirchengemeinde Warsingsfehn wünschen sich viele Mitwirkende für das Luther-Musical. Foto: Dübbel

Jacobi-Kirchengemeinde Warsingsfehn veranstaltet gemeindeübergreifendes und ökumenisches Projekt / Aufführungen in Warsingsfehn, Emden und Leer

„Alle, die Lust haben, können mitmachen“, sagt Diakonin Marietta Meffert. Das sei eine der Besonderheiten des Luther-Musicals, das die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Warsingsfehn im September veranstalte, erklärte sie. Am Sonnabend, 6. Mai, von 15 Uhr bis 17.30 Uhr ist die erste Probe im Gemeindehaus. Wer dabei sein will, sollte sich melden. Wenn die Diakonin, die die Gesamtleitung hat, „alle“ sagt, meint sie Kinder (ab sechs Jahre), Jugendliche und Erwachsene, die zum Beispiel gerne singen, ein Instrument spielen oder schauspielern. Aber auch ganz andere Interessen und Fähigkeiten sind gefragt: nähen, basteln, dekorieren, Bühnenbild bauen zum Beispiel. Freuen würde man sich auch über Unterstützung durch Kuchenbacken für die Probentage. Marietta Meffert ist unter Telefon 04954-8235 oder E-Mail m.meffert@kirche-warsingsfehn.de erreichbar. Christiane Uffen, die dem Kirchenvorstand angehört und sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde kümmert, hat einen Flyer gestaltet. Darin wird das Musical näher beschrieben. Enthalten ist auch ein Probenplan. Christiane Uffen ist von dem Vorhaben ebenso begeistert wie das Ehepaar Günter und Marietta Meffert, das die musikalische Leitung hat. Text und Musik zu „Martin Luther – das Musical“ sind von Heiko Bräuning. Unterhaltsam und informativ soll der Inhalt sein, mit historischen Szenen und neuen Liedern, mit Gospel und Rap, mal rockig, mal ruhig. Originallieder wie „Ein feste Burg…“ von Luther selbst fehlen natürlich nicht. Die Beteiligten betonen, dass es sich um ein gemeindeübergreifendes und ökumenisches Projekt handelt: Alle Gemeinden des Kirchenkreises Emden-Leer sowie die landes-, freikirchlichen und katholischen Gemeinden in Moormerland sind eingeladen, beim Musical mitzumachen. Aufführungen sind am 16. September um 16 Uhr in der Jacobikirchengemeinde in Warsingsfehn in einem Zelt, am 23. September um 17 Uhr in der Erlöserkirche in Emden und am 24. September um 15 Uhr in der Lutherkirche in Leer. Burghard Klemenz, Superintendent des Kirchenkreises, habe sie gefragt, ob sie das Musical organisieren wolle, erzählt Marietta Meffert. Zur Premiere wolle auch Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr nach Warsingsfehn kommen und ein Grußwort sprechen.
Das Mitmach-Musical sei ein niederschwelliges Angebot, das auch Interesse bei jenen wecken könne, die sonst wenig Kontakt zur Kirche hätten. „Es bietet die Chance, Menschen neu zu begeistern“, sagt die Diakonin. Es könne für Jung und Alt ein Erlebnis werden. Toll wäre, wenn sich 100 Mitwirkende meldeten.

Herr Kaminski steht früh auf - frühmorgendlicher Ostergottesdienst in Ihlow

 Ein bewegenden Ostergottesdienst erlebten die Menschen in der Klosterstätte Ihlow.

Ostern – Hoffnung für das Leben - Regionalbischof Klahr predigte an der Klosterstätte

Am Ostersonntag meldete sich um 04.45 Uhr der Wecker unseres Kirchenkreiswebmasters Martin Kaminski. Nach dem Frühtee stieg er ins Auto und machte sich auf den Weg in den Nachbarkirchenkreis Aurich. Denn dort predigte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr um 6.00 Uhr im „Raum der Spurensuche“ an der Klosterstätte Ihlow.

"Unfassbar schön durch den Wald in den Morgen zulaufen. Wahrhaft österlich", sagte Martin Kaminski und so empfandes es auch die anderen etwa 70 Frühaufsteher. Beschwingt verkündete der Detlef Klahr die Osterbotschaft: „Gott, der Schöpfer allen Lebens, hat seinen Sohn Jesus Christus vom Tod auferweckt. Die Botschaft der Auferstehung vermag dort Hoffnung zu schenken, wo wir selbst kaum damit rechnen. Auferstehung, neues Leben und Freude an der Gemeinschaft mit Gott beginnt am dunklen Ort und in der Erfahrung von Abschied und Trauer. Unsere Hoffnung ist, dass Christus die Welt verändert. Nicht die Mächtigen dieser Welt bestimmen über unser Leben, sondern Gott, auf den wir vertrauen, auch und gerade wenn die Nacht noch dunkel ist“, so Klahr.

Die Ihlower-Klosterosternacht sei immer ein besonderes Erlebnis. „In diesem liturgischen Gottesdienst feiern wir die Auferstehung Christi. Dabei stehen die Erinnerung an unsere Taufe und das gemeinsame Abendmahl im Mittelpunkt, damit jeder von uns das Osterfest in seinem Leben spürt“, sagte der Regionalbischof.

Mit der Osterkerze in der Hand machte sich Martin Kaminski nach einem bewegenden Gottesdiensterlebnis auf den Heimweg: "Ostern ist und bleibt das Fest der Feste!"

235 Musiker führten die Lukaspassion von Krzysztof Penderecki auf.

Ein Musikprojekt der besonderen Art veranstaltete die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in Emden. 235 Musiker führten
die Lukaspassion von Krzysztof Penderecki auf. 500 Besucher füllten die Kulturkirche Martin-Luther in Emden. Minutenlanger Applaus im Stehen würdigte die große Leistung aller Mitwirkenden. Der Knabenchor Hannover, die NDR Radiophilharmonie und drei gemischte Chöre aus 90 hauptamtlichen Kantoren der Landeskirche und Gästen brachten dieses selten aufgeführte Werk zum Erklingen.

"Die ungewohnten Klänge gingen unter die Haut. Gänsehaut beim Finale. Die lauten Töne übertrugen sich bis in die Fußsohlen", beschreibt eine Teilnehmerin ihr Musikerlebnis und lobte die große Klangfülle. Die unkonventionelle und experimentelle Musik kam gut an. Klänge wurden in Geräusche verwandelt: Schläge und Hohngelächter etwa brachten zu Gehör, was im Lukas-Evangelium geschrieben steht. "Es ist ein wunderbarer musikalischer Beitrag zum Reformationsjubiläum, das uns auch das zentrale theologische Anliegen Luthers nahebringt. Schließlich hat Luther seine reformatorischen Einsichten vom Kreuz Christi her entwickelt und die Bedeutung für den Einzelnen betont. Pendereckis Musik überträgt dies in eindrucksvoller Weise auf die Hörer und eröffnet eine neue Sicht auf die Worte des Lukasevangeliums. Mich hat es überrascht, wie stark die Musik die mir vertrauten Worte der Passion Jesu zu deuten vermag. Davon war ich persönlich sehr berührt", sagt Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr.

"Die Kantorinnen und Kantoren konnten durch die einwöchige Proben- und Aufführungszeit vieles mitnehmen - für sich selbst und für ihre Arbeit in den Gemeinden. Es war ein besonderes Projekt, das viele der hauptamtlichen Kantorinnen und Kantoren unserer Landeskirche miteinander erleben durften", freute sich Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Rolf. Wenn Kirchenraum, Publikum und Musiker zu einer Einheit verschmelzen, entstehe etwas Einzigartiges. Dies sei in Emden geschehen, liegen hier der Kirchenbau und das musikalische Werk nur wenige Jahre auseinander, so Rolf.

"Für uns war es eine große Freude, dieses musikalische Großereignis in unserer Kulturkirche in der Reformationsstadt Emden durchzuführen. Der logistische Aufwand war enorm, hat aber durch diese gelungene Aufführung Erfolg gezeigt", sagt Christoph Jebens, Pastor an der Kulturkirche Martin-Luther Emden.

Die Lukaspassion von Krzysztof Penderecki aus dem Jahr 1966 gilt als Schlüsselwerk der Neuen Musik.

Weitere Infos zum Projekt und zum Werk hier

Erste Vorstellung des Erlebnisraumes Taufe in Wittenberg

Am Taufbecken von links Superintendent Burghard Klemenz, Leer, Superintendent Kirschstein aus Norden, Direktor des Ev.-luth. Missionswerkes Niedersachsen, Michael Thiel und Propst Stefan Wiechert van Holten aus Lüchow- Dannenberg. Fotos von Johannes Neukirch

Anlässlich eines Treffens aller Superintendenten unserer Landeskirche in Wittenberg wurde jetzt der Erlebnisraum Taufe vorgestellt. Die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers hat für die Weltausstellung zum Reformationsjubiläum in Wittenberg ein Ladenlokal angemietet. Darin ist ein Erlebnisraum zum Thema Taufe eingerichtet. Die Superintendenten hatten jetzt mit dem Landesbischof Gelegenheit, den Erlebnisraum erstmals zu begehen. Er gibt Anstöße, über das Thema Taufe nachzudenken. Martin Luther soll immer wieder mit einem Stück Kreide auf einen Tisch geschrieben haben: „Ich bin getauft“. Mit Christus verbunden zu sein durch die Taufe war für ihn eine tröstliche Gewissheit, weil er sich dadurch mit dem Tod und der Auferstehung Jesu verbunden wusste. Im Erlebnisraum Taufe, der ganz in Blau und Weiß gehalten ist, können Besucher mit ehrenamtlichen Mitarbeitern über alle Dinge im Zusammenhang mit dem Thema Taufe sprechen. Die Ausstelllung bietet einen von jungen Mediengestaltern gemachten Animationsfilm, der mit musikalischer Untermalung eine Reise vom Meer bis zur Ewigkeit vorstellt. Am Ende wartet ein 500 Jahre alter Taufstein auf die Besucher und erzählt von unzähligen Kindern, die an ihm das Sakrament der Taufe empfangen haben. Die Weltausstellung zum Reformationsjubiläum ist von Mitte Mai bis Mitte September in Wittenberg zu sehen und zu erleben.

Trauma lässt das Familien-Mobile erstarren

Alexander Korittko (stehend) sprach auf Einladung der Evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen in Leer zum Thema „Keiner ist allein traumatisiert: Das erstarrte Mobile“. Er war von Christina Nölling-Moeck (vorn, von rechts) und Dr. Ute Schulewski begrüßt worden. Foto: Dübbel
 

Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen stellte Interessierten neues Projekt vor / Vortrag von Alexander Korittko (Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen)

Einem Kind, das ein traumatisches Erlebnis hatte, könne er nur helfen, wenn sich die Familie mit einbeziehen lasse. Das sagte Alexander Korittko, Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn) in einem Vortrag, zu dem die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen in Leer eingeladen hatte. Die Einrichtung hatte den Referenten aus Hannover für eine Veranstaltung gewonnen, in der sie ihr neues Projekt „Prävention von Traumafolgestörungen mit Familien in der Erziehungs- und Familienberatung“ vorstellte. Über 100 Interessierte aus vielen Einrichtungen, darunter viele Kindertagesstätten, waren dazu in das Maritime Kompetenzzentrum (MARIKO) in Leer gekommen. Sie wurden von Dr. Ute Schuleweski, Leiterin der Beratungsstelle, begrüßt. Gefördert werde das Projekt durch die „Gesundheitsregionen Niedersachsen“ in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Leer und dem Land Niedersachsen, sagte sie. „Es geht darum, neue Erkenntnisse aus der Traumaforschung in die tägliche Arbeit zu integrieren“, sagte Traumatherapeutin Christina Nölling-Moeck, die in der Beratungsstelle das auf drei Jahre angelegte Projekt betreut. Es richtet sich an Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter, die eine traumatische Situation erlebt haben.
„Keiner ist allein traumatisiert: Das erstarrte Mobile“, war der Vortrag von Alexander Korittko überschrieben. Seine Ausführungen, in denen er sich sehr lebhaft und den Zuhörern zugewandt präsentierte, untermauerten das Konzept der Beratungsstelle. Er zeigte mit Beispielen auf, wie mit Eltern und Kindern gearbeitet werden könne, um die selbstheilenden Kräfte der Familie zu aktivieren. Dabei erklärte er auch neurobiologische Prozesse im Gehirn, die sich etwa in einer Situation von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Verzweiflung abspielten. Korittko beschrieb die Familie als Mobile, das im Fall eines traumatischen Erlebnisses erstarrt sei und wieder „aufgetaut“ werden müsse. In einem ausführlich dargestellten Fallbeispiel verdeutlichte der Therapeut, dass es in der Therapie nicht nur um das Gespräch gehe. Die Arbeit mit Zeichnungen könne gerade für Kinder sehr hilfreich sein. Im Beispiel zeigte sich, dass Auslöser für Auffälligkeiten im Verhalten des Kindes schon fünf Jahre zurücklagen: Während einer Mutter-Kind-Kur bekam das Mädchen eine Lebensmittelvergiftung und wurde – getrennt von der Mutter – in ein Krankenhaus verlegt. Im Verlauf der Therapie fertigten Mutter und Tochter mehrere Bilder. Während anfangs viel leerer Raum zwischen beiden zu sehen war, kamen sie sich mit der Zeit immer näher. Die Störung konnte behoben werden. Abschließend zitierte Alexander Korittko, der selbst Autor vieler Veröffentlichungen ist, Eugène Ionesco: „Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.“ Nach dem Vortrag beantwortete der Referent Fragen der Zuhörer und kam mit ihnen ins Gespräch.

Herzliches Willkommen für junges Pastoren-Ehepaar

Das Pastoren-Ehepaar Ina und Benjamin Jäckel beim feierlichen Einzug in die Friedenskirche Loga. Foto:Dübbel

Ina und Benjamin Jäckel beenden die siebenmonatige Vakanzzeit in der Friedenskirchengemeinde Loga

„Für die Gemeinde ist heute ein Festtag. Es brennt wieder Licht im Pfarrhaus.“ Das sagte Superintendent Burghard Klemenz am Sonntagnachmittag beim Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Friedenskirche Loga. Nach sieben Monaten Vakanzzeit sei wieder ein Pastoren-Ehepaar eingezo-gen. Ina Jäckel wurde als Inhaberin der Pfarrstelle in ihr Amt eingeführt, ihr Mann Benjamin für seinen Dienst eingesegnet. Sie sind Nachfolger von Wolfgang und Jeanette Schmidtke, die 27 Jahre lang bis zu ihrem Ruhestand die Logaer Gemeinde betreuten.
Weil die Zwillinge des jungen Pastoren-Ehepaares erst ein halbes Jahr alt sind, arbeitet Ina Jäckel für ein Jahr in Teilzeit. Die andere Hälfte des Dienstes übernimmt ihr Mann Benjamin. Schwester von Eske und Neele ist die sechsjährige Fenna, die am Montag ihren ersten Tag im Kindergarten der Gemeinde hatte. Für die beiden Seelsorger war es ein Zurückkommen nach Ostfriesland: Sie stammt aus Weener-Tichelwarf, er aus Leer. Zuletzt waren sie im Kirchenkreis Rotenburg-Wümme tätig. Herzlich willkommen geheißen wurden die Familie Jäckel und die Besucher in der vollbesetzten Kirche und danach beim Empfang im Gemeindehaus vom Kirchenvorstandsvorsitzenden Hans-Hermann Woltmann. Er dankte – wie das auch schon Superin-tendent Klemenz getan hatte – allen, die sich während der Vakanz für die Gemeinde engagierten. Hervorgehoben wurde Pastorin Hedwig Friebe als Vakanzvertreterin. Im Namen der Gemeinde ergriff dann Hajo Müller das Wort, um den ungewöhnlich großen Einsatz von Woltmann zu würdigen. Die Predigt – zum großen Teil in Reimform – hielten Ina und Benjamin Jäckel gemeinsam, sie auf der Kanzel, er am Lesepult stehend. Die lyrische Form der Verkündigung kam gut an. Menschen könnten sich in ihrem Gottvertrauen geborgen wissen, sagte der Pastor. „Sie werden aus ihren eigenen Passionszeiten auferstehen“, schloss die Pastorin. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst Organist Martin Gadow, der Kirchenkreischor, der Blockflötenchor der Gemeinde und die Gitarrenjugend Loga. Im Gemeindehaus wurde es eng, als dem Pastoren-Ehepaar zahlreiche Segenswünsche ausgesprochen wurden. Im Namen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer beglückwünschte der reformierte Pastor Uwe Wiarda die Gemeinde zu den jungen und engagierten Theologen. „Das Durchschnittsalter der Pastorenschaft in Leer geht mit ihnen massiv nach unten. Das tut allen gut“, sagte er. Der stellvertretende Superintendent Wolfgang Ritter aus Borssum sprach den beiden 32-Jährigen eine Einladung nach Emden aus. „Wir freuen uns unendlich“, fasste Ina Jäckel ihre Eindrücke zusammen. Auch im Namen ihres Mannes dankte sie allen, die diesen besonderen Tag mit vorbereitet hatten. Erstmals würden sie nun im frisch sanierten Pfarrhaus übernachten.

Im Gottesdienst an gemeinsame Verantwortung appelliert

Beim Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Petruskirche Loga hatten die Besucherinnen und Besucher auch Gelegenheit, aktiv mitzumachen. Foto: Dübbel

Am Weltgebetstag luden wieder Frauen zum ökumenischen Miteinander ein

„Mabuhay“ wurden die Teilnehmer des Weltge-betstags-Gottesdienstes in der evangelisch-lutherischen Petrus-kirche Loga begrüßt. Das steht in der Nationalsprache Tagalog für Willkommen und gute Wünsche: So begrüßt man sich auf den Philippinen. Christliche Frauen dieses Inselstaates hatten in diesem Jahr die Weltgebetstagsordnung erarbeitet. In 170 Ländern der Erde wird am ersten Freitag im März der Weltgebetstag begangen. Loga ist ein Beispiel für die vielen Orte, in denen meist mehrere Gemeinden zusammen das ökumenische Miteinander pflegen. Die beiden dortigen lutherischen Gemeinden und die reformierte Gemeinde sowie die lutherische Gemeinde Logabirum feierten den Gottesdienst. Gemeinsam bereiten seit Jahren Frauen aus den vier Gemein-den den Abend vor, im Wechsel ist dann eine Gemeinde Gastgeberin. „Was ist denn fair?“ lautete das Motto des Weltgebetstages. Ursula Witte-Fischer und Christine Seidemann begrüßten im Namen des Vorbereitungskreises viele Frauen und auch einige Männer. Gruppen aus den beteiligten Gemeinden vermittelten mit Informationen und Bildern Eindrücke aus den Philippinen. In Gesprächsform wurden die Lebensgeschichten von drei philippinischen Frauen erzählt. In dem Inselstaat stünden sich die Schönheit der Natur und als Gegensatz zerstörerische Gewalten wie Vulkane und Taifune gegenüber, hieß es. Es gebe gute Gesetze, die Frauen gegen Gewalt und Diskriminierung schützen sollten – in der Praxis sehe es aber anders aus. Vor allem Frauen und junge Mädchen seien von Armut, schlechten Arbeitsbedingungen und Rechtlosigkeit betroffen. In einem Schattenspiel verbunden mit einem Liedruf verdeutlichte eine Gruppe, dass Ausreden bei uns häufig verhinderten, dass auf Hilferufe nicht reagiert werde. Solidarität und Verantwortung seien gefragt. Die Besucher wurden auch über das Mitsingen hinaus zum Mit-machen aufgefordert. Beim Lied „Wir strecken uns nach dir“ standen sie auf und führten symbolische Bewegungen aus. Verbunden fühlen können sie sich zu Hause noch einmal, wenn sie den Reis aus den verteilten Tütchen in ihre Mahlzeit mischen. Eine Instrumentalgruppe mit Frauen aus den beteiligten Gemeinden unter der Leitung von Evgenia Aniskin begleitete den Gottesdienst musikalisch. Die Kollekte des Weltgebetstages ist jeweils für Frauenprojekte auf der ganzen Welt bestimmt. Allein 321,44 Euro wurden in Loga eingesammelt. Gelegenheit zu Gesprächen bot das anschließende Miteinander im Gemeindehaus. Der Vorbereitungskreis hatte dort auch für ein Büfett mit pikanten und süßen Leckereien gesorgt.

Kunstwerke regten zum Nachdenken über die Passion an

 Im Ostfriesischen Landesmuseum Emden wurde die Reihe der Passionsandachten eröffnet. Superintendent Burghard Kle-menz (vorne rechts) und Kunsthistoriker Professor em. Dr. Karl Arndt (links) gestalteten den Abend, bei dem Dr. Annette Kanzenbach (Mitte) im Namen des Landesmuseums die Besucher begrüßte.

Andachtsreihe im Ostfriesischen Landesmuseum Emden wurde eröffnet

Die Reihe der sechs Passionsandachten im Ostfriesischen Landesmuseum Emden eröffnete am Aschermittwoch Burghard Klemenz, Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer. Er freute sich, gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Professor em. Dr. Karl Arndt (Göttingen und Emden) den Abend zu gestalten. Rund 110 Besucher betrachteten mit den beiden Rednern zwei Bilder zur Leidensgeschichte Jesu und hörten deren Interpretationen dazu. „Menschen unter dem Kreuz“ sind die Passionsandachten diesmal – im mittlerweile neunten Veranstaltungsjahr – überschrieben. Einladende sind die lutherischen Gemeinden Emdens, der Sprengel Ostfriesland-Ems und das Landesmuseum. Der Untertitel des ersten Abends lautete „Auf dem Weg: Simon von Kyrene“. Dazu wurden die Bilder „Die Kreuztragung Christi“ von Derick Baegert und „Christus trägt das Kreuz“ von Tizian gezeigt. Leiden, Mitleiden und Hilfsbereitschaft kämen in dem in kräftigen Ölfarben gemalten Werk Baegerts zur Geltung, sagte Arndt. Im Mittelpunkt ist der unter der Last des Kreuzes in die Knie gesunkene Christus zu sehen, dem Simon von Kyrene hilft, es zu tragen.
Aber das Bild zeige auch weniger mitfühlende Menschen. Darauf ging in seiner Andacht Superintendent Klemenz ein. So wie heute Leute in schamloser Neugier die Handys hochrissen, habe es ähnliches Verhalten damals ebenfalls gegeben. Als „barmherzigen Helfer“ beschrieb Professor Arndt den Simon von Kyrene auch im Kunstwerk von Tizian. Hier würden Christus und Simon mit dem Kreuz zur Großaufnahme verdichtet. Sich mit Kunstwerken auseinanderzusetzen – wie in diesen Andachten –, sei ein lohnendes Erlebnis, sagte Dr. Annette Kanzenbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostfriesischen Landesmuseum Emden. Musikalisch begleitete Kantor Elmar Werner die Passionsandacht an der Truhenorgel. Fortgesetzt wird die Reihe am Mittwoch, 8. März, um 18.15 Uhr mit Professor em. Dr. Karl Arndt und Pastorin Bonna van Hove (Martin-Luther-Gemeinde Emden). Dann lautet das Thema „Nachfolge: Petrus“.

„Martin“ und „Käthe“ ziehen in Kitas ein

Mit den Kita-Leiterinnen und einem Kita-Leiter freuten sich Alke Eden als pädagogische Geschäftsführerin (oben Mitte links) und Heike Winterboer als betriebswirtschaftliche Geschäftsführerin des Kindertagesstättenverbandes (oben Mitte rechts) sowie Superintendent Burghard Klemenz (unten rechts), der im Namen der Stiftung „Kind“ des Kirchenkreises die Handpuppen „Martin“ und „Käthe“ überreicht hatte. Foto: Dübbel
 

Stiftung „Kind“ des Kirchenkreises spendete Handpuppen

Als „Martin“ und „Käthe“ wurden die neuen Bewohner von sieben Einrichtungen des Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Emden-Leer-Rhauderfehn vorgestellt. Es handelt sich um etwa 65 Zentimeter große Handpuppen, die Martin Luther und dessen Frau Katharina von Bora (genannt Käthe) darstellen. Superintendent Burghard Klemenz überreichte sie als Spende der Stiftung „Kind“ des Kirchenkreises Emden-Leer sechs Kita-Leiterinnen und einem Kita-Leiter. Bedacht wurden die Kindertagesstätten (Kitas) Holtland, Loga, Logabirum, Paulus Heisfelde, Pastorenkamp Leer, Paul-Gerhardt-Haus Leer und Regenbogenland Leer. Das Kuratorium der Stiftung „Kind“, dessen Vorsitzender Burghard Klemenz ist, hatte diesen Beschluss gefasst. In den Einrichtungen können sich jetzt Mädchen und Jungen spielerisch mit der Reformation, deren 500-jähriges Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird, befassen. Die Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter freuten sich bei der Übergabe im Kirchenamt Leer bereits darauf, den Puppen Lebendigkeit zu verleihen. Mund und Hände sind beweglich. Eingesetzt werden können „Martin“ und „Käthe“ beispielsweise in Andachten oder Gottesdiensten. Superintendent Klemenz rief dazu auf, kleine Filmsequenzen aus den mit Kindern und Handpuppen umgesetzten Spiel-Ideen einzusenden. Die gelungensten Eindrücke sollen von der Stiftung Preise in Form von religionspädagogischen Materialien erhalten.

Mit „Stopp und Go(tt)“ das neue Schulhalbjahr bewältigen

Zum Schluss wurden die Lehrkräfte mit Segensworten und ei-ner Parkscheibe im Sinne des Gottesdienst-Mottos „Stopp und Go(tt)“ bedacht.

Gottesdienste für Lehrkräfte in Leer und Emden / Schul- und Bildungsausschuss des evangelisch-lutherischen Kirchen-kreises Emden-Leer hatte eingeladen

Kleine Auszeiten könnten bei den zahlreichen tägli-chen Herausforderungen hilfreich sein. Das machten auf vielfältige Weise die Beteiligten der beiden Gottesdienste für Lehrkräfte in der Lutherkirche in Leer und in der Markuskirche in Emden deutlich. „Stopp und Go(tt)“ lautete das Motto. Eingeladen hatte der Schul- und Bildungsausschuss des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer.
Im Namen des Vorbereitungsteams hieß jeweils Dr. Peter Voll-mers die Besucher willkommen. Einen lebendigen Einstieg in das Thema vermittelten Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik an den BBS I in Emden mit einem Sketch. Sie spielten vier Lehrkräfte, die sich während der gemeinsamen Fahrt im Auto über ihren täglichen Stress im Dienst und im Privatleben unterhalten. Spontan beschließen sie, eine Kaffeepause zu machen. Nach der setzen sie gestärkt ihre Fahrt fort und verabreden, künftig öfter aus ihrem „Schlamassel“ auszusteigen. Mit der Aufforderung „Mach’ mal Pause“ begann auch Pastorin Ina Schulz ihre Predigt. Sie ist Schulpastorin an den BBS I Em-den und Beauftragte für Kirche und Schule im Sprengel Ostfriesland-Ems. Lehrkräfte gehörten zu jenen, deren Beruf besonders für ein Burn-out gefährde, sagte sie. „Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft…“, heiße es in der Bibel (Jesaja 40,31). In diesem Sinne könne der Glaube auch Lehrkräften Kraft und Ruhe geben. Gedanken an Gott seien eine Form der Auszeit, die einen neuen Blick auf das Schöne und Wichtige im Leben ermögliche, erklärte Ina Schulz. Sie wünschte den Lehrerinnen und Lehrern, dass diese das neue Schulhalbjahr bewältigten, ohne ausgelaugt zu sein: mit „Stopp und Go(tt)“. Dazu passend bekamen alle Besucher eine Parkscheibe und Segensworte mit auf den Weg. Musikalisch begleitete Annette Liss an der Ahrend-Orgel und am E-Piano den Gottesdienst. Als Mitglieder des Bildungs- und Schulausschusses hatten Pas-torin Anita Schürmann (Vorsitzende), Pastorin Ina Schulz, Diakonin Christine Kruse, Hille Hunger, Kuno Erdtmann und Dr. Peter Vollmers die Veranstaltung vorbereitet und gestaltet. Anschließend waren die Lehrkräfte zu einem Imbiss und zum Gespräch miteinander im Gemeindehaus eingeladen.

Evangelische Allianz unterstützt verschiedene Projekte

Heike Albers als Vorsitzende – mit dem symbolischen Scheck für den Dachverband – und Jan Meinders (beide vorne im Bild) sowie Pastor Eberhard Hündling von der Evangelischen Allianz überreichten Spenden aus den Kollekten der Allianzgebetswoche an (von unten) Pastorin Sigrid Duhm-Jäckel („Suppenküche“), Bernd Emken („Hospizhuus“), Gisela Ferlemann und Dr. Ute Voigts (beide „Frühstück für jedermann“). Foto: Dübbel

Spenden für „Suppenküche“, „Hospizhuus“ und „Frühstück für jedermann“ sowie für den Dachverband

„Die Spenden fallen auf fruchtbaren Boden.“ Mit diesem Satz brachte Dr. Ute Voigts auf den Punkt, was sich aus der Vorstellung der Projekte ergab, die diesmal vom Arbeitskreis Evangelische Allianz Leer bedacht wurden. Über 1400 Euro aus den Kollekten der Leeraner Allianzgebetswoche 2017 wurden vergeben. „Wir sind ein Netzwerk von Christen aus ganz verschiedenen Gemeinden der Stadt“, sagte Heike Albers als Vorsitzende über die Evangelische Allianz Leer. Gemeinsam zu beten und sich näher kennenzulernen sei der Gemeinschaft wichtig. Mit ihr freute sich Kassenführer Jan Meinders über den guten Besuch während der Gebetswoche und über die Spendenbereitschaft der Teilnehmer. Unter dem Motto „Einzigartig“ waren vom 8. bis 15. Januar insgesamt sieben Veranstaltungen in unterschiedlichen Kirchengemeinden in Leer angeboten worden. Die Hauptkollekte des Festgottesdienstes zum Abschluss er-brachte 715,51 Euro, die vom Arbeitskreis auf 720 Euro aufge-rundet wurden. Je 360 Euro erhielten die „Suppenküche“ der lutherischen Christuskirchengemeinde Leer und das „Hospiz-huus“ Leer. Außerdem wurde am Ausgang der reformierten Gro-ßen Kirche eine Kollekte in Höhe von 286,19 Euro für das „Frühstück für jedermann“ gesammelt. Aus den Kollekten an den Wochentagen wird die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz (Bad Blankenburg) mit 410 Euro unterstützt. Für die „Suppenküche“ – in deren Raum fand die Spendenübergabe statt – sei die erneute Unterstützung eine „riesengroße Hilfe“, die zeige, dass die Arbeit des ehrenamtlichen Teams verlässlich mitgetragen werde, sagte Pastorin Sigrid Duhm-Jäckel. Der Bedarf werde immer größer: Etwa 70 Menschen kämen sonntags ins Katharina-von-Bora-Haus, um eine warme Mahlzeit und die Gelegenheit zum Gespräch zu erhalten. Ihnen werde damit auch Wertschätzung gezeigt, sagte Pastor Eberhard Hündling von der reformierten Gemeinde Leer. Er leitete den Abschlussgottesdienst der Gebetswoche, in dem Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr die Predigt hielt. Für die Spende an das „Frühstück für jedermann“ bedankten sich Dr. Ute Voigts von der lutherischen Paulusgemeinde Heis-felde und Gisela Ferlemann von der reformierten Gemeinde Leer. Ein ökumenischer Arbeitskreis richte im Gemeindehaus der Großen Kirche jeden Mittwoch ein Frühstück aus. 35 bis 50 Personen ließen sich einladen. Wie bei der „Suppenküche“ gehe es hier neben der Mahlzeit auch um das Knüpfen und den Erhalt sozialer Kontakte. Den symbolischen Scheck für das „Hospizhuus“ nahm dessen Leiter Bernd Emken entgegen. 30 ehrenamtliche und 27 haupt-amtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien im Haus tätig. In den acht Jahren des Bestehens seien 1100 Menschen begleitet worden. Der Hospizaufenthalt finanziere sich zu 95 Prozent über Kranken- und Pflegekassen. Für die übrigen fünf Prozent des Tagessatzes sei das Hospizhuus auf Spenden angewiesen. Der Hospizgast brauche keinen Eigenanteil zu zahlen.

„Check In“: Kooperation von Suchtberatung und Selbsthilfegruppen

Anja Albers, freiwillige Suchtkrankenhelferin, und Harald Spreda, Leiter der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Leer, machen auf den Selbsthilfe-Schnupperkurs „Check In“ aufmerksam. Foto: Dübbel

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Schnupperkurs zum Thema „Selbsthilfe“ an

„Check In“ hat die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Leer einen Schnupperkurs zum Thema „Selbsthilfe“ überschrieben. Anmelden können sich Menschen, die Probleme mit ihrem Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln haben. Auch deren Angehörige können teilnehmen. Der sechswöchige Kurs beginnt am 28. Februar und findet jeweils am Dienstagabend in der Friesenstraße 65a in Leer statt. Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk in Ostfriesland. Harald Spreda, Leiter der Fachstelle, freute sich, dass Anja Albers ehrenamtlich die Koordination des Projektes übernommen hat. Sie hat sich von der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen in Niedersachsen (ELAS) zur freiwilligen Suchtkrankenhelferin ausbilden lassen. Aus ihren Erfahrungen als Angehörige wisse sie, wie wichtig für Suchtkranke eine Selbsthilfegruppe sein könne, sagte Anja Albers. Sie engagiert sich auch im Freundeskreis für Suchtkranke und Angehörige in Jherings-/Boekzetelerfehn. Der Schnupperkurs soll Menschen ansprechen, die Berüh-rängste und Vorbehalte gegen Sucht-Selbsthilfegruppen haben. In der Zusammenarbeit und aus der Diskussion bei Treffen mit solchen Gruppen sei die Idee für den Schnupperkurs entstanden, erläuterte Spreda. Als Therapeut hat er festgestellt, dass für die Überwindung von Suchtproblemen die profes-sionelle Hilfe durch Beratung und Therapie kombiniert mit der Selbsthilfe am erfolgreichsten ist. Vier Abende werden von Sprechern aus verschiedenen Sucht-Selbsthilfegruppen gestaltet. Anja Albers wird immer dabei sein. Beim ersten und letzten Treffen will sie gemeinsam mit Harald Spreda informieren und auf Fragen eingehen. Beide fänden es schön, wenn der Schnupperkurs Teilnehmer ermutige, sich anschließend einer festen Gruppe anzuschließen. In einem Flyer für den Kurs werden Gründe dafür aufgeführt, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Gleich-Betroffene könnten voneinander lernen und sich gegenseitig Mut machen, heißt es da. In einer Krise würden sie von der Gruppe aufgefangen. Selbsthilfe bedeute auch, sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden. Sie funktioniere ohne „Papierkram“, also ohne dass Anträge gestellt werden müssten, und ohne Kosten. Alle Teilnehmer verpflichten sich zur Verschwiegenheit. Da auch Angehörige mitbelastet seien, gebe es für sie spezielle Selbsthilfegruppen. Wenn der erste Schnupperkurs gute Resonanz findet, soll es in der zweiten Jahreshälfte ein weiteres Angebot geben. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Die Fachstelle in der Friesenstraße 65a ist von montags bis freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Außerdem ist sie erreichbar unter Telefon 0491-9768320 oder per E-Mail Suchtberatung.leer@twleer.de

Unterschiedlich glauben – aber gemeinsam für Frieden einsetzen

Rund 180 Besucher kamen zur Veranstaltung „Religionen bitten für den Frieden“ in den Festsaal des Leeraner Rathauses. Foto: Dübbel

Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Leer hatte eingeladen / 180 Besucher im Rathaus-Festsaal waren beeindruckt

Trotz vieler unterschiedlicher Glaubensrichtungen kann es ein gutes Miteinander geben. Das zeigten am Sonntagnachmittag im Festsaal des Leeraner Rathauses auf eindrucksvolle Weise Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Leer. Deren Vorsitzender Herbert Kroon begrüßte rund 180 Besucher zu der festlichen Veranstaltung unter dem Motto „Religionen bitten für den Frieden“.
Ein herzliches Willkommen sprach in ihrem Grußwort auch Bür-germeisterin Beatrix Kuhl aus. Den Saal des historischen Rat-hauses bezeichnete sie als „würdigen Ort für ein Friedensge-bet“. Dieser Ort sei auch gewählt worden, um deutlich zu machen, dass Frieden eine gesellschaftliche Aufgabe sei, betonte Kroon, der der evangelisch-lutherischen Kirche angehört. „Staat, Politik, Vereine, Religionen, Medien und Sie alle sind aufgerufen, ihren Teil zum Frieden beizutragen“, appellierte er. Es gelte, menschenverachtenden Worten und Taten entgegenzutreten. Herbert Kroon stellte Frauen und Männer vor, die die anwesen-den acht Religionsgruppen vertraten: Liana Tovmasyan (Armenische Apostolische Kirche), Uta Erb (Bahai-Religion), Siegfried Stoltze (Pastor der Methodistenkirche für evangelische Freikirchen), Dr. Imad Fagari (islamischer Kulturkreis), Volkan Pamukcu (Jesiden), Frauke Maschmeyer-Pühl (als 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusam-menarbeit in Ostfriesland für das Judentum), Uwe Frank (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) und Uwe Wiarda (Pastor der reformierten Kirche und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Leer für die evangelisch-lutherische, evangelisch-reformierte und römisch-katholische Kirche). Jede Gruppe präsentierte sich mit Informationen, Lesungen aus ihren Schriften oder auch mit musikalischen Beiträgen. Eingeleitet wurden diese jeweils mit dem Gong aus einer Klangschale und einer brennenden Kerze als Friedens-Symbol, die von einem Kind hereingetragen und auf einem Tisch abgestellt wurde. Bewusst wurde aus Gründen der Gleichwertigkeit auf Beifall nach den einzelnen Vorstellungen verzichtet. Die Begegnung miteinander „auf Augenhöhe“ wurde auch von vielen Sprechern betont. Achtung, Toleranz und Menschlichkeit seien für das Miteinander wichtig. Ein Anliegen sei der Arbeits-gemeinschaft der Religionen – die Mitglieder in Leer und umlie-genden Gemeinden habe –, voneinander zu lernen, sagte deren Vorsitzender. „Es geht nicht nur um den Weltfrieden, sondern auch um den sozialen Frieden, den zwischenmenschlichen Frieden und den Frieden, den wir in unseren eigenen Herzen, unseren Gedanken haben“, erklärte Herbert Kroon. Für ein sehr ansprechendes musikalisches Rahmenprogramm sorgte Uta Erb am E-Piano. Im nächsten Jahr will die Arbeitsge-meinschaft der Religionen erneut einladen: Die gute Resonanz und der kräftige Beifall zum Schluss der Veranstaltung hätten dazu ermutigt, sagte deren Vorsitzender. Er freute sich auch über die anschließenden Gespräche der Besucher mit den Mitgliedern bei Tee und Gebäck. Zu den Gästen gehörten der Bundestagsabgeordnete Markus Paschke und der stellvertretende Landrat Sascha Laaken (beide SPD) sowie Mitglieder des Stadtrates und des Kreistages.

Den Mund auftun gegen das Vergessen der politisch Verfolgten

Etwa 150 Besucher nahmen am Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in der katholischen Kirche St. Michael in Leer teil, zu der die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer (ACKL) eingeladen hatte. Foto: Dübbel

Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus / Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Leer hatte eingeladen

Die Schicksale von Kommunisten und deren Angehörigen in der NS-Zeit standen im Blickpunkt des ökumenischen Gottesdienstes in der katholischen Kirche St. Michael in Leer. Dazu hatte am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer (ACKL) eingeladen. „Tue deinen Mund auf – gegen das Vergessen der politisch Verfolgten“, hatte sie in diesem Jahr als Thema gewählt. Pastor Martin Stührenberg von der katholischen Gemeinde St. Michael begrüßte rund 150 Besucher. Für die Nationalsozialisten seien die Kommunisten nicht nur politische Gegner gewesen, sagte Wolfgang Kellner, der von Pastorin i. R. Christine Kimmich befragt wurde. Aus verschiedenen Gründen seien sie von den Nazis gehasst worden. Auch in Leer und Umgebung seien Kommunisten als Regimegegner verhaftet und in Konzentrationslager überführt worden. Am 28. Juli 1933 habe Landrat Conring 21 Häftlinge in das Konzentrationslager Börgermoor bringen lassen. Einige von ihnen seien kurz vor Weihnachten entlassen worden. Aber auch später habe es noch willkürliche Verhaftungen von Kommunisten gegeben, selbst wenn diese nicht mehr aktiv waren. „Ich bin froh, Nachkomme eines Menschen zu sein, der nicht mitgelaufen ist.“ Das sagte Merle Flessner, die von ihrem Großvater Klaas-Frerich Grensemann berichtete. Er gehört zu den politisch Verfolgten, an die in Emden mit einem „Stolperstein“, einer kleinen Gedenktafel im Gehweg, erinnert wird. Ihr Großvater sei Mitglied der KPD gewesen, habe diese aber wegen deren Stalin-Kult bald wieder verlassen, sagte die Enkelin. 1937 sei er verhaftet und zu fünf Jahren Zuchthaus wegen Hochverrats verurteilt worden. Später habe man ihn zur Wehrmacht eingezogen. Sein Todesdatum blieb unbekannt, er wurde seit dem Sommer 1944 in Russland vermisst. Über das Schicksal einer Familie aus Loga, von der sie nur den Anfangsbuchstaben P nannte, berichtete Dr. Ute Voigts. Von deren neun Kindern seien alle vier Söhne politisch aktiv gewesen, einer habe sich besonders in der KPD engagiert. Er sei mehrere Male verhaftet worden und schließlich 1939 im KZ Börgermoor zu Tode gekommen. Unter der NS-Verfolgung mit Bespitzelungen, Durchsuchungen und Verhaftungen habe aber die gesamte Familie – niemand war in die die NSDAP eingetreten – gelitten. Aus der Nachbarschaft und seitens der Kirche habe es keine Hilfe gegeben. Darauf, dass die Kirche schuldig geworden sei, ging auch Pastorin Kimmich in ihrer Predigt ein. Viele Pastoren hätten sich aus Angst vor dem NS-Regime lähmen lassen. Mit dem Bibelwort „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“ (Sprüche 31,8) hatte sie ihre Rede überschrieben. „Es ist ein Trost, dass hier in dieser Kirche das Gedenken an jene, die den Mund aufmachten, lebendig ist“, sagte Christine Kimmich. Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestalteten Organist Michael Busch und ein ökumenischer Chor unter der Leitung von Christa Pollmann-Busch. Die Kollekte kommt der Arbeit der Leeraner Gruppe von Amnesty International zugute.

 

Jahreslosung 2017

 Jahreslosung 2017 - Bild von Pastor Jörg Schulze, Borkum

Kirchengemeinden Logabirum und Nortmoor laden ein

Das Reformations-Jubiläum ist für die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Logabirum und Nortmoor Anlass für eine Veranstaltungsreihe. Sie beginnt am Dienstag, 25. April, um 20 Uhr im Gemeindehaus Logabirum. An vier Abenden können sich Interessierte gemeinsam mit Vikarin Christine Berneburg in gemütlicher Atmosphäre mit den vier Kernpunkten der Reformation und ihrer Bedeutung für die Menschen heute beschäftigen. Neben biblischen Impulsen, Bildbetrachtungen und Anekdoten aus der Biografie Martin Luthers soll es Gelegenheit geben, miteinander über die Grundsätze des evangelischen Glaubens ins Gespräch zu kommen.
Interessierte können an einem, an mehreren oder an allen Abenden jeweils von 20 bis 21.30 Uhr dabei sein. Der Eintritt ist frei. Die Themen lauten: „Sola Gratia - Allein die Gnade“, 25. April, Gemeindehaus Logabirum; „Solus Christus - Allein Christus“, 2. Mai, Liudgerhaus Nortmoor; „Sola Fide - Allein der Glaube“, 9. Mai, Gemeindehaus Logabirum; „Sola Scriptura - Allein die Schrift“,16. Mai, Liudgerhaus Nortmoor.

Superintendent nahm Abschied vom Kirchenkreistag

Hans-Hermann Woltmann als Vorsitzender des Kirchenkreista-ges (links) dankte Superintendent Burghard Klemenz, der im Herbst in den Ruhestand geht und zum letzten Mal an der Sit-zung des Gremiums teilnahm. Foto: Dübbel

Für Burghard Klemenz war es die letzte Kirchenkreistagssitzung als Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer: Im Herbst wird er in den Ruhestand verabschiedet. In einem Schlusswort bedankte er sich bei den Mitgliedern des Gremiums für die Zusammenarbeit. Er sprach aber auch Entwicklungen an, die ihn „mit Sorge erfüllten“. Humorvoll begann Klemenz seine Ansprache: In seinem Kalen-der stehe am 17. September der letzte Termin: „14 Uhr Verab-schiedung“. Danach habe er noch Urlaub, im November beginne sein Ruhestand. 64 Jahre alt wird er dann sein. Vor 16 Jahren wurde er Superintendent des Kirchenkreises Leer, der vor vier Jahren durch die Fusion mit Teilen des damaligen Kirchenkreises Emden zum Kirchenkreis Emden-Leer wurde. Er hoffe, gute Voraussetzungen für die Arbeit seines Nachfolgers zu hinterlassen, sagte Burghard Klemenz.
„Wie kann Kirche auf die Menschen in der Region zugehen?“ Kirche befasse ich in zunehmendem Maße mit sich selbst, es blieben wenig Kraft und Zeit für die Menschen. Bürokratische Regelungen überwucherten die Arbeit. „Die Kirche muss erst ärmer werden, um geistig reicher zu werden“, befürchtete Klemenz. Im Ruhestand wird Klemenz mit seiner Frau im Rheiderland wohnen. Dank sagte er für Loyalität ihm gegenüber, aber auch für Streit, der zum demokratischen Miteinander gehöre. Herzlichen Dank sprach dem Superintendenten für dessen Arbeit und Engagement Hans-Hermann Woltmann als Vorsitzender des Kirchenkreistages aus. Die lange Dankesrede halte er erst im September, sagte Woltmann schmunzelnd.

„Donnerschlag und Tintenklecks“

70 Mitarbeitende im Kindergottesdienst kamen zu einem Fortbildungstag in der Pauluskirchengemeinde in Leer-Heisfelde zusammen. Foto: Sprengel

Rund 70 Mitarbeitende aus dem Bereich „Kirche mit Kindern“ kamen aus dem Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems zu einem Fortbildungstag in Leer zusammen. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums fand das diesjährige Treffen der Kindergottesdienstmitarbeitenden zum Thema „Donnerschlag und Tintenklecks“ statt. Rund um das Thema „Martin Luther und Kinder“ wurden ein Impulsvortrag, fünf praktische Ein-Blicke, eine Lieder-Werkstatt und ein Abendmahlsgottesdienst angeboten. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr predigte über eine Geschichte aus dem Matthäusevangelium (Mt 8,1-4), in der Jesus einen Aussätzigen durch Berührung geheilt hatte. Der Beauftrage für den Kindergottesdienst in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Pastor Dirk Schliephake aus dem Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik in Hildesheim, hielt einen bewegenden Vortrag zum Thema „Luther und Kinder“. Dabei stellte er die besondere Bedeutung der Kinder in der Theologie Martin Luthers heraus und Luthers tief berührende Erfahrungen als Vater eigener Kinder.  Eingeladen hatten die Kindergottesdienstbeauftragten der sechs Kirchenkreise im Sprengel Ostfriesland-Ems und der Arbeitsbereich Kindergottesdienst im Michaeliskloster Hildesheim. Gastgeberin Diakonin Susanne Kretzschmar aus Leer-Heisfelde freute sich über die rege Teilnahme.

Wir bei Radio Ostfriesland: "Auszeit" und "Schwanenflug"

In der Livesendung "Schwanenflug" jeden Dienstag ab 18.05 Uhr gibt es viel Musik und aktuelle lutherische Themen. Werktags um kurz vor 7.00 Uhr gibt es die Auszeit, den guten Gedanken für den Tag!

Radio Ostfriesland

Moin und Herzlich Willkommen