borkum

Evang.-lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer

Kirche mitten im Leben

Losung Montag, 25. Juni 2018

Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!

Jeremia 14,21

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MENSCH 4.0 - eine Reise ...

Die Fabrik 4.0 ist digitalisiert, vernetzt und menschenleer. Wo einst Arbeiter am Band standen, geht ein von Rechnern gesteuertes Roboter – Ballett zu Werke . Auch andernorts soll künstliche Intelligenz mehr und mehr Leistungen des Menschen ersetzen, z.B. in der Medizin. Erste Pflegeroboter werden erprobt. Macht sich der Mensch überflüssig? Vernetzte Endgeräte wie Alexa oder Cortona hören zu und sprechen mit den Nutzern. Große Rechner komponieren und musizieren. Viele Stücke der Popmusik werden von elektronischen Geräten erzeugt, sogar die „menschliche“ Stimme.

Die Veranstaltungsreihe „Mensch 4.0“ zeigt auf, wie humane Eigenschaften in Geräte, Maschinen, Rechner oder Puppen verlagert werden. Die damit verbundene Frage lautet: Wo führt das hin?

Wir laden auch zu den folgenden Veranstaltungen ein:

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe mit einem Gottesdienstes am 1. Juli. Die in Psalm 8 gestellte Frage „Was ist der Mensch und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst, Gott?“ führt in den Themenkreis der Ausstellung und der Veranstaltungen ein.

Am 3. Juli um 20:00 Uhr findet im benachbarten Lutherhaus ein Gesprächsabend mit der Foto- Künstlerin Julia Steinigeweg statt.

Ab 19:30 Uhr kann zuvor die Ausstellung in der Lutherkirche betrachtet werden.

Am 8. Juli ( 18:00 und 20:30 Uhr) und am 9. Juli (17:00 und 19:30 Uhr) lädt die Künstlergruppe Mennerdy aus Hildesheim zu einer Performance unter dem Titel „Mein Beileid“ in die Lutherkirche ein. Die Vorstellung aus Klang, Hörspiel und Theaterelementen setzt sich mit der Verlagerung der menschlichen Trauer ins Internet auseinander. Die Teilnehmerzahl ist bei jeder Aufführung auf 30 begrenzt. Namentliche Anmeldung kann hier in der Kirche erfolgen.
 

Am 10. Juli um 20:00 Uhr zeigen wir im benachbarten Lutherhaus einen Spielfilm, in dem der Held der Handlung sich in die Stimme seines Computers verliebt, woraus sich viele Verwicklungen ergeben. Die Platzzahl bei dem Filmabend ist auf 50 begrenzt. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Förderverein Kultur und Musik an der Lutherkirche Leer e.V.

Beiträge aus unserem Kirchenkreis auch unter AKTUELLES

Jüngste Lektorin in der Landeskirche hält künftig Gottesdienste

Eva Steinbach aus der Kirchengemeinde Jherings-/Boekzetelerfehn wurde von Pastorin Imke Metz ins Amt eingeführt

Unaufgeregt hielt sie am Sonntag in der evangelisch-lutherischen Johanneskirche Jherings-/Boekzetelerfehn ihre Predigt und sprach zum Schluss des Gottesdienstes der Gemeinde den Segen zu: Kurz zuvor war Eva Steinbach von Pastorin Imke Metz als Lektorin der Kirchengemeinde eingeführt worden. Das Besondere daran: Die 18-Jährige ist die Jüngste in diesem Ehrenamt im Sprengel Ostfriesland-Ems.

Pastor Marten Lensch aus Norddeich geht davon aus, dass sie sogar die jüngste Lektorin in der ganzen hannoverschen Landeskirche ist, denn sie hat einen Kurs speziell für junge Menschen unter 25 Jahren absolviert, den es vorher noch nicht gab. Als Beauftragter für die Lektorenarbeit im Sprengel hat Lensch gemeinsam mit Pastor Michael Held vom landeskirchlichen Lektorendienst und Markus Steuer, Prädikant und Kirchenkreisjugendwart des Kirchenkreises Norden, dieses Format entwickelt.

Als Lektorin darf Eva Steinbach Gottesdienste eigenverantwortlich gestalten und Lesepredigten halten. Pastorin Metz überreichte ihr die entsprechende Urkunde des Kirchenkreises Emden-Leer. Gottesdienste und kirchengemeindliches Leben waren der jungen Frau vorher schon bestens vertraut. Die Jugendarbeit ist ihr ein Anliegen. So hat sie sich, nachdem sie konfirmiert worden war, selbst als Teamerin im Konfirmandenunterricht engagiert.

Pastorin Imke Metz schlug der Schülerin vor, am U25-Lektorenkurs teilzunehmen. Damit rannte sie bei ihr offene Türen ein: „Der Wunsch, von meinem Glauben zu erzählen und Gottesdienste selbst zu gestalten, war Grund für mich, Lektorin zu werden“, sagt sie selbst.

In ihre Predigt ließ Eva Steinbach Persönliches einfließen. „Wie soll es im Leben weitergehen?“ Das habe auch sie sich gefragt. Gerade hat sie an der Freien Christlichen Schule Ostfriesland in Veenhusen ihr Abitur gemacht. Menschen hätten die Freiheit, über ihr Leben zu bestimmen. Das mache Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn deutlich. Es zeige auch auf, dass sich Liebe nicht verdienen lasse. „Gottes Liebe ist größer als alles – lasst uns das nicht vergessen“, schloss die junge Predigerin.

Glück- und Segenswünsche sprach der Lektorin im Namen des Kirchenvorstandes Heepke Bockelmann aus und ermunterte sie: „Geh’ Deinen Weg“. Der wird die 18-Jährige beruflich in ein

duales Studium „Allgemeine Verwaltung“ führen. Das hat sie für sich entschieden.

Himmlische Posaunenklänge in Leer

Landesposaunenfest mit 1.400 Teilnehmern

Einen Abend und einen Tag lang wurde die Hafenstadt Leer von Posaunenklängen durchweht. Am 8. und 9. Juni 2018 fand das Landesposaunenfest der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers unter dem Motto „As de Wind weiht" in Leer statt. „Hier in Leer weht ein frischer Wind, einladend sympathisch und offen", freute sich Marianne Gorka, Landespastorin für die Posaunenchorarbeit aus Hildesheim, über die freundliche Atmosphäre der gastgebenden Stadt. Die Bläserinnen und Bläser waren dankbar dafür, dass eine leichte Brise immer mal wieder Erfrischung in die sommerlich heißen Temperaturen auf den Festplatz Große Bleiche brachte.
Die Bürgermeisterin der Stadt Leer, Beatrix Kuhl, sagte in ihrem Grußwort zur Eröffnung: „Welch' ein Glück für uns, dass Sie heute in unserer Stadt sind! Sie bringen Wind in unsere Stadt. Sie haben alle unsere Herzen im Sturm erobert." „Leericho" werde tatsächlich gelebt. In Anlehnung an die biblische Geschichte, die beschreibt, wie Posaunenklänge die Stadtmauern von Jericho zum Einstürzen brachten, sagte Kuhl: „Ersetzen wir die Mauern durch unsere Herzen. Diese haben sie mit ihrer Musik erobert, bereits durch den abendlichen Auftakt mit dem Konzert in der Lutherkirche und dem fulminanten Auftakt mit abwechslungsreicher und hochprofessioneller Musik am Nesseufer." An diesem Wochenende hänge der Himmel nicht voller Geigen, sondern voller Posaunen und Trompeten. „Ich wünsche Ihnen, viele Besucher die diese himmlische Musik genießen können."

In der Lutherkirche hörten 650 Besucher am Vorabend das Konzert zum Auftakt mit den sieben Landesposaunenwarten der Landeskirche. Bei der Abendserenade im Hafen spielten über 300 Bläser an beiden Ufern. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr sprach ein geistliches Wort und den abendlichen Segen zur Einstimmung auf das Landesposaunenfest am Wasser.