Am Rande des Dollart: hier liegt unser Kirchenkreis - Foto: Kaminski

Kirche als Wegbegleiter - wie hier auf Borkum - Foto: Kaminski

Die Ahrendorgel in Leer - Foto: Oppermann

Kirche am Deich - Foto: Kaminski

Kirche mitten im Leben - Foto: Hunger

Evangelisch lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer - Kirche mitten im Leben

Darbietungen und Atmosphäre begeisterten über 1000 Besucher

Volle Gotteshäuser und eine tolle Stimmung der Besucher gab es bei der Kulturnacht.

Kulturnacht der Leeraner Altstadtkirchen-Gemeinden / Viel Musik und ein Kabarett-Programm

Die Stimmung hätte auch bei der 13. Kulturnacht der Leeraner Altstadtkirchen am Freitag nicht besser sein können. Mehr als 1000 Besucher hatten sich von der Lutherkirchengemeinde, der Evangelisch-reformierten Gemeinde und der katholischen Gemeinde St. Michael einladen lassen. Nach dem Regen tagsüber zeigte sich auch das Wetter von seiner freundlichen Seite und erhöhte damit das Vergnügen, in den Darbietungs-Pausen an den Ständen draußen bei kühlen Getränken und warmen Brezeln angeregt miteinander zu plaudern. Thea Jouppien und ihr Mann Detlef gehören zu den vielen Kirchennacht-Fans, die seit Jahren dabei sind. „Wir sind immer wieder begeistert von der Vielfalt des Programms, von der tollen Atmosphäre in der Altstadt und von den Künstlern“, sagte die Leeranerin. Von den ebenso gut gelaunten ehrenamtlichen Helfern im Lutherhaus hatte sie sich gerade bewirten lassen. Spaß an der Veranstaltung war auch bei den Mitwirkenden zu spüren, die für die Unterhaltung der Gäste sorgten. So sprang der Funke zum Publikum über, das dann auch nicht mit Beifall geizte. Das musikalische Angebot lieferte für jeden Geschmack etwas. Mitwirkende waren die Band „Cladatje“ aus Ottersberg bei Bremen mit Klezmer-Musik, Heiko Ahrend und seine Bluegrass-Band, der Chor „Together“ mit „African Spirituals“, Matthias Eich und Freunde unter dem Motto „Vom Bach ins Digi-Tal – Instrumental mal anders“ , der Chor „Good News“ aus der Gemeinde St. Marien Leer-Loga, der Gospelchor „Blue Note“ der Lutherkirche, Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke (Orgel) und Ralf Papendick mit seiner Allstar-Band. Auch Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer aus Iserlohn kam mit ihrem Programm „Und sie bewegt sich doch“ bestens an. Als Erna in rotem Kostüm und schwarzen Feinkniestrümpfen hatte sie bei ihren „Visionen vonne Kirche“ die Lacher auf ihrer Seite. Bei aller Unterhaltung nahmen die Besucher auch die Schönheit von Lutherkirche, Großer Kirche und Kirche St. Michael wahr. Die beiden zuletzt genannten Gotteshäuser sind in den vergangenen Jahren sehr gelungen renoviert worden, das manchen Kulturnachtsbesuchern nun auffiel. Um 19.30 Uhr hatte das Programm begonnen, das bis 24 Uhr angesetzt war. „Cladatje“, Ralf Papendick und Heiko Ahrend mit ihren Bands verlängerten zum Vergnügen ihrer Zuhörer aber gerne. Da waren die Kirchen zwar nicht mehr voll besetzt, aber immer noch gut besucht. Und so manche Gäste sah man im Schein von Fackeln noch vor den Gebäuden beieinander ein Glas Wein oder anderes genießen.

Eine Bildergalerie findet sich rechts auf dieser Seite!

Statt im Wald sprach der Landesbischof in der Kirche

Landesbischof Ralf Meister (links) kurz vor Beginn des Gottesdienstes in der Johanneskirche zu Jherings-/Boekzetelerfehn im Gespräch mit Pastor Andreas Bartels aus Logabirum und Pastorin Imke Metz von der gastgebenden Gemeinde.

Traditioneller Freiluftgottesdienst wurde von Gut Stikelkamp in Hesel nach Jherings-/Boekzetelerfehn verlegt / In der Predigt von Ralf Meister ging es um die Barmherzigkeit

Bereits eine Woche nach dem Ostfriesischen Kirchentag war der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wieder in Ostfriesland. Er wollte am Sonntag die Predigt beim Waldgottesdienst auf Gut Stikelkamp in Hesel halten. Die besondere Atmosphäre dieses traditionellen Freiluftgottesdienstes lernte Meister aber nicht kennen, weil der Regen unter anderem die Wege im Garten des Gutes aufgeweicht hatte. Deshalb wurde der Gottesdienst in die Johanneskirche zu Jherings-/Boekzetelerfehn verlegt. Andreas Bartels, Pastor der Kirchengemeinden Logabirum und Nortmoor, der die Leitung des Gottesdienstes hatte, begrüßte die über 200 Besucher. Er hob das Miteinander der zwölf lutherischen Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Emden-Leer und Aurich hervor, die seit über 40 Jahren zum Waldgottesdienst einladen. Vereinigte Posaunenchöre unter der Leitung von Johann Berghaus und vereinigte Kirchenchöre unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Matthias Eich gestalteten den musikalischen Rahmen. Statt einer Antwort auf seine Frage, wo denn der Wald in Ostfriesland sei, müsse er nun mit einer in die Kirche gestellten Zimmerpflanze vorliebnehmen, begann der Landesbischof augenzwinkernd seine Ansprache. In seiner Predigt ging er auf die Aussage „Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ aus dem Lukas-Evangelium ein. „Barmherzigkeit steht auf der Liste der aussterbenden Worte ganz oben“, vermutete Ralf Meister. Sie sei zuerst eine Wesensbeschreibung von Gott selbst und bedeute dessen Mitsorge und ständiges Geleit der Menschen. „Was hält eine Stadt oder ein Dorf zusammen?“, fragte der Bischof. „Sich umeinander kümmern“ könne eine Umschreibung sein, aber sei das noch so? Barmherzigkeit könne man nicht theoretisch leben, man müsse sie tun. Jetzt, kurz vor der Sommerpause, fühlten sich Menschen manches Mal erschöpft. Dann sei es wichtig, mit Freunden zu sprechen, sich Barmherzigkeit gefallen zu lassen. Mit dem Kanzelsegen auf Plattdeutsch schloss Meister seine Predigt. Die Zuhörer dankten ihm mit Beifall. Die Kollekte des Gottesdienstes ergab 442,45 Euro und ist für die Arbeit der Leeraner Tafel bestimmt.
Am Ausgang schüttelte der Landesbischof den Besuchern zum Abschied die Hand. Und Konfirmanden können sich quasi über ein Autogramm von Meister freuen: Statt der ebenfalls anwesenden Gemeindepastorin Imke Metz bestätigte er ihnen schriftlich die Gottesdienstteilnahme. Bevor sich Ralf Meister auf den Rückweg nach Hannover machte, genoss er im alten Lehrerhaus in Stiekelkamperfehn Tee und Eierlikör-Torte. Ins Gespräch kam er dort auch mit Pastorin Dorle Liebermann-Garbers und Mitgliedern des Seniorenfrühstückskreises der St.-Nikolai-Kirchengemeinde, die sich um die Bewirtung kümmerten.

Dreißig Jahre Mitarbeitervertretung

Superintendent Burghard Klemenz und Gertrud Ciesielski (von links) und weitere Gäste bei der Verabschiedung.

In Leer wurde jetzt Gertrud Ciesielski mit großem Dank als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) des Ev.-luth. Kirchenkreises verabschiedet.

Der Kirchenkreisvorstand hatte sie zu einem kleinen Empfang eingeladen, um ihren engagierten Einsatz zu würdigen. Sie hat zusammengerechnet 30 Jahre lang die Interessen der stetig gestiegenen Anzahl von Mitarbeitenden vertreten. Die letzten Jahre war sie freigestelltes Mitglied und Vorsitzende der MAV. Sie hat die schwierige Zusammenlegung Emder und Leeraner Gemeinden zum neuen Kirchenkreis Emden – Leer begleitet. Und als Leiterin einer Kindertagesstätte in Heisfelde war sie in die Verhandlungen zur Gründung des Kindertagesstätten - Verbandes eingebunden. Auch hier setzte sie sich als Anwältin für die Interessen und Rechte der kirchlichen Beschäftigten ein. Klemenz hob besonders ihre Sachkenntnis hervor. Sie sei in Konfliktsituationen mehr an Lösungen als an Konfrontation interessiert gewesen. Das Amt der Vorsitzenden in der MAV endete mit der Neuwahl der Mitarbeitervertretung im Frühjahr. Während sich G. Ciesielski in den Ruhestand verabschiedete, wählte die Interessenvertretung der kirchlichen Mitarbeiter den Diakon Michael Vogt zum neuen Vorsitzenden.
 

Junge Leute präsentierten eine kreative Show

 Mit einer Show, für die es viel Beifall gab, feierte die Ten-Sing-Gruppe Moormerland ihr 30-jähriges Bestehen. Foto: Dübbel

Ten-Sing-Gruppe Moormerland hatte aus Anlass des 30-jährigen Bestehens eingeladen

Mit viel ansteckendem Spaß präsentierte die Ten-Sing-Gruppe Moormerland in der Turnhalle der Grundschule Warsingsfehn-West eine kreative Show: „Alles auf Anfang – 30 Jahre Ten Sing“ lautete das Motto passend zum runden Geburtstag der Gruppe. Musik, Gesang, aber auch Tanz und Theater, waren Elemente, für die es viel Beifall gab. Wiebke Buisker vom Leitungsteam hatte die rund 180 Besucher begrüßt. Abheben konnten die Zuhörer gleich zu Beginn mit den Ten-Singern, als die den Song „Wie ein Astronaut“ von Sido und Andreas Bourani interpretierten. Auch mit moderner Technik können die jungen Leute prima umgehen. So setzten sie ihre Darbietungen mit besonderer Lichttechnik in Szene. Und auf einer Leinwand zeigten sie zum Beispiel eine Nachrichtensendung, die sie selbst gespielt und aufgenommen hatten. Da nahmen sie etwa die extreme Smartphone-Nutzung vieler Gleichaltriger aufs Korn und erklärten, gemeinsam in der Ten-Sing-Gruppe Spaß zu haben, sei doch besser. Witzig war auch eine Performance, in dem sich ein Mädchen zum Titel „I will always love you“ von ihrem kaputten Game Boy verabschiedet. Ten Sing ist eine besondere Form von Jugendarbeit innerhalb des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen). Zwischen 25 und 31 Teilnehmer im Alter von 13 bis 24 Jahren treffen sich dienstags im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Jacobikirche Warsingsfehn. Anke Plesse, Wiebke Buisker, Saskia Erlenborn, Dana und Carina Schilling sowie Christina Akkermann bilden das Ten-Sing-Leitungsteam, das die Show mit vorbereitet hatte.

Landessuperintendent kommt zur 125-Jahr-Feier

So wurde vor 125 Jahren zur Einweihungs-Feier der Friedenskirche Loga eingeladen. Repro: Vogelsang

Festgottesdienst mit Dr. Detlef Klahr am 26. Juni in der Friedenskirche Loga

Am 24. Juni 1891 konnten die Lutheraner in Loga feierlich ihre Kirche einweihen: Für die evangelisch-lutherische Friedenskirchengemeinde ist das 125-jährige Bestehen ihres Gotteshauses am Sonntag, 26. Juni, Anlass für einen Jubiläumsgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt. Das Pastoren-Ehepaar Wolfgang und Jeanette Schmidtke freut sich, dazu den Landessuperintendenten des Sprengels Ostfriesland-Ems, Dr. Detlef Klahr, begrüßen zu können. Er wird die Predigt halten. Nach dem Gottesdienst wird zu Tee und Kuchen ins Gemeindehaus eingeladen. Bis es die eigene Kirche gab, waren die Logaer Lutheraner Mitglieder der Kirchengemeinde Logabirum und hatten sonntags einen ziemlich weiten Weg zum Gottesdienst zurückzulegen. Das ist der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen zu entnehmen. Für den Bau der Kirche rührte Carl Georg Graf von Wedel, Majoratsherr von Gödens und Evenburg, kräftig die Werbetrommel und errichtete das Gotteshaus mit eigenen Mitteln auf eigenem Grund und Boden. Das hierfür erbetene Patronat wurde ihm am 20. April 1891 bewilligt. Der Patron hatte drei Rechte: einen Bewerber für die Pfarrstelle vorzuschlagen, auf einen hervorgehobenen Sitzplatz in der Kirche und auf die Erwähnung im Kirchengebet. Seine Pflicht war, sich an den Lasten der Kirche zu beteiligen.1988 wurde das Patronat in Loga abgeschafft. Erbaut wurde die Friedenskirche 1889/90 im neugotischen Stil mit einem nach Westen vorgebauten circa 45 m hohen Turm. Die Turmspitze ist bekrönt mit Kugel, Kreuz und Schwan. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Turm und Kirche erheblich beschädigt. In den ersten Nachkriegsjahren konnten nur die allernötigsten Reparaturen vorgenommen werden. 1964 erhielt die Gemeinde eine neue Orgel von den Logaer Orgelbauern Ahrend/Brunzema. 1975 wurden nach anderen Renovierungsarbeiten drei Chorfenster in die Kirche eingesetzt. Die Friedenskirche macht, wenn man sie heute betritt, einen hellen und freundlichen Eindruck. Die Gemeinde lädt gerne zu Gottesdiensten und Konzerten ein. Näheres zur Geschichte und zu Veranstaltungen ist der Internetseite der Gemeinde (www.friedenskirche-loga.de) zu entnehmen.

Freiluftgottesdienst bei herrlichem Sonnenschein

Rund 600 Teilnehmer feierten vor der Evenburg in Leer-Loga an Christi Himmelfahrt den gemeinsamen Gottesdienst evangelisch-lutherischer und evangelisch-reformierter Gemeinden. Foto: Dübbel

Evangelisch-lutherische und evangelisch-reformierte Gemeinden feierten an Christi Himmelfahrt gemeinsam in Loga

„Was für ein Wetter. Gott sei Dank!“ Mit diesen Worten begrüßte Christian Erchinger die rund 600 Teilnehmer des Freiluftgottesdienstes auf dem Vorplatz der Evenburg in Leer-Loga. So angetan wie der Pastor der evangelisch-lutherischen Paulus-Kirchengemeinde Heisfelde waren von der strahlenden Sonne sowie der herrlichen Kulisse von Schloss und Park auch die Besucher. Traditionell feiern evangelisch-reformierte und evangelisch-lutherische Gemeinden der Umgebung an Christi Himmelfahrt gemeinsam diesen Gottesdienst. Die Predigt hielt der Präsident der Evangelisch-reformierten Landeskirche, Dr. Martin Heimbucher. In der Apostelgeschichte des Lukas (Kapitel 1) stelle Christus seine Nachfolger in einen weiten Horizont, sagte er. Der Himmelfahrtsmorgen erinnere daran, dass Gott noch höher sei als die Kirchen. Auch der Spielraum für die Gedanken sei unter dem freien Himmel noch mal ein anderer. Der Kirchenpräsident machte auch darauf aufmerksam, dass Christen in Syrien vor einer Zerreißprobe zwischen Fliehen und Bleiben stünden. Die Menschen hier könnten ihnen keinen Rat geben, sich aber informieren, Kontakt halten und für die Glaubensgeschwister dort beten.  Zum musikalischen Rahmen des Gottesdienstes trugen ein gemeinsamer Kirchenchor unter der Leitung von Christa Pollmann-Busch und Silke Greiber, ein gemeinsamer Posaunenchor unter der Leitung von Martina Saathoff und Michael Busch (Keyboard) bei. Die Kollekte des Gottesdienstes kommt jeweils zur Hälfte der Leeraner Tafel und der Flüchtlingsarbeit des „Café International“ in Leer zugute. Wolfgang Schmidtke, Pastor der lutherischen Friedenskirchen-gemeinde Loga, erinnerte daran, dass jetzt seit 25 Jahren reformierte und lutherische Gemeinden gemeinsam den Gottesdienst an Christi Himmelfahrt feierten, der zuvor von reformierten Gemeinden begangen worden sei. Pastor Erchinger dankte allen Mitwirkenden und Helfern der Veranstaltung, darunter denen, die die vielen Bänke und Stühle aufgestellt hatten.

Diesmal wurde auch in den Mai getanzt

Die Stimmung beim Tanz in den Mai im Gemeindehaus war bestens. Foto: Dübbel

Förderverein der Paulus-Kirchengemeinde Heisfelde stellte zum dritten Mal einen Maibaum auf

Eine kleine Tradition ist mittlerweile die Mai-Feier, zu der der Förderverein der evangelisch-lutherischen Paulus-Kirchengemeinde Leer-Heisfelde einlädt. Zum dritten Mal wurde jetzt ein Maibaum vor dem Gemeindehaus aufgestellt. Ein Rahmenprogramm für kleine und große Besucher trug dazu bei, dass alle ihren Spaß hatten. Mit einem Grußwort eröffnete Dr. Bernhard Voigts als 1. Vorsitzender des Fördervereins die Feier in den Mai. Er freute sich bei gutem Wetter über regen Besucher-Zuspruch. Viele Kindergartenkinder mit ihren Familien waren bei dem Fest dabei. Die kleinen Besucher tanzten einen Reigen. Gut kam auch das Backen von Stockbrot an. Am frühen Abend wurden unter der Leitung von Christa Pollmann-Busch Mai-Lieder gesungen. An dem Miteinander erfreuten sich auch syrische Flüchtlinge, die guten Kontakt zu Gemeindemitgliedern entwickelt haben. Seit einigen Wochen gibt es freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr einen Kulturentreff im Gemeindehaus der Pauluskirche. Flüchtlinge, Migranten und Einheimische haben die Gelegenheit zur Begegnung in lockerer Atmosphäre bei Tee und Keksen. Für das leibliche Wohl war auch bei der Maifeier bestens gesorgt. Den Reinerlös vom Verkauf der Bratwürste und Getränke investiert der Förderverein dann wieder in die Arbeit der Kirchengemeinde.  Neu war diesmal am Abend der Tanz in den Mai. Christa Pollmann-Busch sorgte als DJane mit ihrer Oldie-Musikauswahl für beste Stimmung auf dem Parkett im Gemeindehaus
 

Eine Kiste voller Bücher für den Paulus-Kindergarten

Viel Anklang fanden bei den Mädchen und Jungen im evangelisch-lutherischen Paulus-Kindergarten in Leer-Heisfelde die Bücher aus der Lesekiste, die Imke Wiegmann von der Ostfriesischen Volksbank (stehend, 2. von rechts) ihnen mitgebracht hatte. Mit den Kindern freuten sich die stellvertretende Kita-Leiterin Anne Höppner (2. von links) sowie die Erzieherinnen Aisa Schubert, Anne Weers, Theda Kromminga (links sitzend) und Irina Jesse (vorne sitzend). Foto: Dübbel

Ostfriesische Volksbank übergab „Vorlesebibliothek“ der Stiftung Lesen

Über eine Kiste mit vielen tollen Büchern freuten sich die Mädchen und Jungen im evangelisch-lutherischen Paulus-Kindergarten in Leer-Heisfelde. Mitgebracht hatte diese Imke Wiegmann, bei der Ostfriesischen Volksbank (OVB) in Leer zuständig für das Marketing im Bereich Jugendmarkt. Zu der Spende kam es über eine Initiative des SPD-Bundestagsabgeordneten Markus Paschke, der wiederum auf eine Aktion der Stiftung Lesen reagiert hatte. Anne Höppner, stellvertretende Leiterin der Heisfelder Kindertagesstätte, sagte herzlichen Dank. „Wir lesen hier ganz viel“, betonte sie. 30 Kinderbuchklassiker und aktuelle Neuerscheinungen sowie didaktische Materialien für pädagogische Fachkräfte und Eltern enthält die Bücherkiste unter dem Begriff „Vorlesebibliothek“ der Stiftung Lesen. Imke Wiegmann erzählte, wie sie sich von der Aktion habe begeistern lassen. Die Volksbank habe zu den Unternehmen gehört, die vom Büro Markus Paschkes angeschrieben worden seien. Der wiederum zählte zu den Abgeordneten, an die sich die Stiftung Lesen gewendet hatte. Für 650 Euro könne die Bücherkiste bei der Stiftung erworben werden. Der Vorstand der Volksbank, so Wiegmann, habe die Idee gut gefunden. Sie habe dann Kontakt zum Paulus-Kindergarten aufgenommen. „Die hätten wir gerne“, sei gleich die Reaktion auf die Bücherkiste gewesen. Auch Kitas in anderen Bereichen des Geschäftsgebietes der OVB würden von dieser mit den Lesekisten bedacht. Die Förderung des Lesens sei der Volksbank ein Anliegen. Bilderbücher anzuschauen und Kindern vorzulesen werde in der Paulus-Kita ganz groß geschrieben, erklärte Anne Höppner. Den Ganztagskindern werde zum Beispiel in der Ruhepause eine Lesestunde angeboten.

Neuen Taufstein der Lutherkirche geweiht

Der Bildhauer Gerd Christmann (links) hat den neuen Taufstein der Lutherkirche Leer geschaffen. Superintendent Burghard Klemenz sprach ihm im Festgottesdienst zur Weihe herzlichen Dank aus. Der Hammer, mit dem Christmann arbeitete, kommt ins Archiv der Lutherkirchengemeinde. Foto: Niethammer

Bildhauer Gerd Christmann hat das Werk aus Bad Bentheimer Sandstein geschaffen

In einer Arbeitszeit von über 100 Stunden ist der neue Taufstein der Lutherkirche in Leer fertiggestellt worden. Der Bild-hauer Gerd Christmann hat ihn aus Bad Bentheimer Sandstein geschaffen. In einem Festgottesdienst am Ostermontag fand die Weihe des Taufsteins statt. Superintendent Burghard Klemenz sprach Christmann herzli-chen Dank aus. Dieser hatte für die Gestaltung des Taufsteins auf sein Honorar verzichtet. Allein das Material für den Taufstein kostete rund 2400 Euro. Klemenz zeigte der Gemeinde den Hammer, der zur Herstellung des wunderschönen Taufsteines benutzt worden sei. Dieser wies doch erhebliche Arbeitsspuren auf und wird jetzt im Archiv der Lutherkirche aufbewahrt. Der Sockel des Steines sieht aus wie ein Kirchenschiff. Darauf ist das eigentliche Taufbecken gearbeitet. Dieses hat die Form von vier Blütenblättern, die an die vier Flüsse Eufrat, Tigris, Gi-hon und Pischon, die im 1. Buch Mose beschrieben werden, erinnern sollen. Die silberne Taufschale aus dem früheren Taufstein passt wieder genau in die Mitte des Blütenblattes. Schon während der Herstellung im Garten des Lutherhauses hatten viele Menschen die Gelegenheit genutzt, dem Bildhauer bei der Arbeit zuzusehen. Es entstanden interessante Ge-spräche dabei. Der vorige Taufstein, der in der Lutherkirche stand, war rissig geworden. Ein vor einigen Jahren vorgenommener Versuch, ihn zu reparieren, wurde nicht fachgerecht durchgeführt, so dass der Entschluss gefasst wurde, einen neuen Stein herzustellen. Für Gerd Christmann war das, wie er selbst sagte, „eine der schönsten Aufgaben“. Nach der Weihe des Taufsteins durch Superintendent Burghard Klemenz und Pastorin Brigitte Pahlke wurden im Festgottes-dienst dann auch gleich vier Kinder getauft.

Lidl-Kunden spendeten über 4500 Euro für die Leeraner Tafel

Jasmin Lindemann, Leiterin der Lidl-Filiale in Leer (Dritte von rechts), übergab gemeinsam mit Frank Steller von der Lidl-Zentrale in Osnabrück (rechts) den Spendenscheck für die Leeraner Tafel im Beisein von ehrenamtlich Mitarbeitenden an Pastor Thomas Jäckel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Ostfriesland (links), und Tafel-Mitarbeiter Andreas Poppen (vorne). Foto: Dübbel

Der Scheck wurde in der Einrichtung an der Friesenstraße in Leer übergeben / Suche nach weiteren ehrenamtlichen Helfern

Große Wirkung hat der orangefarbene Spendenknopf an den Pfandrückgabe-Automaten des Handelsunternehmens Lidl: Das machte sich – nicht zum ersten Mal – auch für die Leeraner Tafel bemerkbar. Der symbolische Scheck, der jetzt den Mitarbeitenden überreicht wurde, wies 4.530 Euro als Betrag aus. Die Leeraner Tafel hatte sich beim Bundesverband Deutsche Tafel e.V., der die Spenden nach einem Projektplan vergibt, um Fördermittel beworben. Damit sollten der Kauf eines Hubwagens und die Umsetzung von zwei Kühlcontainern unterstützt werden. „Mit dem Hubwagen können die Mitarbeiter die Waren rückenschonend transportieren“, sagte Pastor Thomas Jäckel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Ostfriesland, das Träger der Tafel ist. Die Kühlcontainer gewährleisteten die Frische der Lebensmittel. „Mit der Pfandspende können die Tafeln über die klassische Lebensmittelabgabe hinaus gezielt finanziell gefördert werden“, erläuterte Jasmin Lindemann, Leiterin der Lidl-Filiale in Leer. Dass die Kunden das in einem so großen Umfang ermöglichten, würdigte auch Frank Steller, Beauftragter für Mitarbeiter und Soziales in der Lidl-Zentrale in Osnabrück. Thomas Jäckel und Tafel-Mitarbeiter Andreas Poppen sprachen im Namen der Einrichtung herzlichen Dank für die Spende aus und informierten über die Leeraner Tafel. Derzeit hätten Menschen aus 987 Haushalten Kundenausweise und seien damit einkaufsberechtigt. Neben der Einrichtung in Leer an der Friesenstraße sind Ausgabestellen im Martin-Luther-Haus in Hesel und im Integrations-Café in Warsingsfehn. Derzeit gebe es einen Aufnahmestopp, weil die Tafel an ihre Leistungsgrenze stoße, sagte Jäckel. Dringend würden weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Besonders hoffe man, dass sich auch Helfer mit Führerschein meldeten, die den Lieferwagen fahren könnten. Die Kundschaft der Leeraner Tafel habe sich verändert, informierte Thomas Jäckel: Viele Flüchtlinge aus Syrien und den Krisengebieten Afrikas gehörten jetzt dazu. Eine Herausforderung komme für die Mitarbeitenden in Leer auch durch bevorstehende große Umbaumaßnahmen der Räume zu.

 

So war der Ostfriesische Kirchentag vom 10.-12. Juni in Rhauderfehn

Die beiden Geschäftsführerinnen des 7.Ostfriesischen Kirchentages in Rhauderfehn (von links), Pastorin Bianca Spekker (ev.-ref.), Pastorin Marion Steinmeier (ev.-luth.), Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Präses Hilke Klüver, Pastor Martin Sundermann (Langholt) und der Präsident des Kirchenkreistages Rhauderfehn, Helmut Collmann, wirkten im Abschlussgottesdienst auf dem Marktplatz mit. (Foto: Hannegreth Grundmann)

Der 7. Ostfriesische Kirchentag brachte Menschen zusammen aus ganz Ostfriesland, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim, aus verschiedenen Kirchen, Konfessionen und Gemeinschaften, Kirchentreue und Kirchenferne, Neugierige und Interessierte. Die Träger und Initiatoren, der Evangelisch-lutherische Sprengel Ostfriesland-Ems und die Evangelisch-reformierte Kirche waren sehr zufrieden. Der Ostfriesische Kirchentag bot eine Fülle von Teilnahme- und Erlebnismöglichkeiten: Konzerte, Mitmachaktionen, Gottesdienste, Workshops, Bibelarbeiten, Ausstellungen, Lesungen und vieles mehr. Viele Gemeinden und Einrichtungen aus dem Kirchenkreis Emden-Leer waren mit dabei.

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Der 24. Internationale Leeraner Orgelsommer

Zu den festlichen Konzerten des Internationalen Leeraner Orgelsommers laden nun schon zum 24. Mal die beiden großen evangelischen Innenstadtgemeinden ein. Vom 23. Juni bis Ende Juli sind jeweils donnerstags um 20 Uhr in der Lutherkirche und in der reformierten Großen Kirche facettenreiche Orgelkonzerte zu hören. Die künstlerischen Leiter, Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke und Kirchenmusikdirektor Joachim Gehrold, werden selbst die „Königin der Instrumente“ erklingen lassen, haben aber auch international renommierte Gastorganisten gewinnen können. Die ersten drei Orgelkonzerte finden an der Ahrend-Orgel der Lutherkirche Leer statt: am 23. Juni (Agnes Luchterhandt, Norden), am 30. Juni (Kirchenmusikdirektor Joachim Gehrold: Werke von Purcell, Grigny, Bach, Buxtehude, Brahms, Mendelssohn, Reger, Lefebure-Wély) und am 7. Juli (Frantisek Vanicek, Tschechien: Werke von Froberger, Pachelbel, Cernohorsky, Buxtehude, Bach u.a.). Die darauf folgenden Konzerte erklingen an der historischen Orgel der Großen Kirche Leer: am 14. Juli (Annie Laver, Syracuse / New York: Werke von Mendelssohn, Bach, Buxtehude, Pärt u.a.), am 21. Juli (Pieter Dirksen (Culemborg / Niederlande: Werke von Bach, Krebs, Boëly, Reger) und am 28. Juli (Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke und Darija Schneiderova, Weener: Werke von Lübeck, Bach und zu vier Händen: Merkel, Beethoven, Kellner, Albrechtsberger).

Sommerakademie an der Lutherkirche Leer

Martin Luther ist eine Person, die in der bunten konfessionellen Landschaft Leers Menschen bewegt und zur Stellungnahme herausfordert. Zu erinnern ist an Diskussionen in der Stadtgesellschaft z.B. über "Luther und die Juden". Auch das Reformationsjubiläum 2017 bringt einen erhöhten Orientierungsbedarf mit sich. Die Lutherkirchengemeinde ist herausgefordert, sich zu ihrem Namenspatron zu verhalten. An sechs Terminen während der niedersächsischen Sommerferien werden aktuelle Fragestellungen zu Person, Werk und Wirkung Martin Luthers aufgenommen. Ausgewiesene Fachleute, die gut verständliche Aufbereitung und das schöne Ambiente der sommerlichen Leeraner Altstadt bilden die Bestandteile dieser attraktiven Veranstaltungsreihe.

Termin: 24. Juni bis 04. August

Weitere Infos und Termine zur Sommerakademie

Wir bei Radio Ostfriesland: "Auszeit" und "Schwanenflug"

In der Livesendung "Schwanenflug" jeden Dienstag ab 18.05 Uhr gibt es viel Musik und aktuelle lutherische Themen. Werktags um kurz vor 7.00 Uhr gibt es die Auszeit, den guten Gedanken für den Tag!

Radio Ostfriesland

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