Am Rande des Dollart: hier liegt unser Kirchenkreis - Foto: Kaminski

Kirche als Wegbegleiter - wie hier auf Borkum - Foto: Kaminski

Die Ahrendorgel in Leer - Foto: Oppermann

Kirche am Deich - Foto: Kaminski

Evangelisch lutherischer Kirchenkreis Emden-Leer - Kirche mitten im Leben

Frauen bereiteten gemeinsam den Weltgebetstag vor

 Rund 70 Frauen nahmen an der Weltgebetstags-Werkstatt in Leer teil. Bei der Vorstellungsrunde standen die Frauen je nach Gemeindezugehörigkeit auf: Hier waren es gerade die Rheiderländerinnen. Foto: Dübbel

Ökumenisches Treffen mit rund 70 Teilnehmerinnen aus Leer und Umgebung

So lebendig wie das Miteinander von etwa 70 Frauen, die am Sonnabend im Gemeindehaus der Evangelisch-reformierten Kirche Leer zusammenkamen, sollen auch die Gottesdienste zum Weltgebetstag am 3. März werden. Viele Anregungen dafür konnten die Teilnehmerinnen mit in ihre Gemeinden nehmen. Eine ökumenische Arbeitsgruppe hatte wieder das jährliche Treffen vorbereitet. In deren Namen sprach Hanna Wolterink von der gastgebenden reformierten Gemeinde ein herzliches Willkommen aus. Lutherische, methodistische, katholische, baptistische und reformierte Frauen waren zu der Weltgebetstags-Werkstatt gekommen. Sie sind in Leer und in Nachbargemeinden zu Hause, so beispielsweise in Hesel und im Rheiderland. In über 170 Ländern wird der Weltgebetstag gefeiert. Auch in vielen Gemeinden im Kreis Leer wird am 3. März zu ökumenischen Gottesdiensten eingeladen. Frauen von den Philippinen haben diesmal die Weltgebetstagsordnung erarbeitet. Das Thema lautet „Was ist denn fair?“ Der Weltgebetstag soll zum Einsatz für eine gerechte Welt ermutigen. Ein Zeichen dafür sind die Kollekten der Gottesdienste, die Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unter-stützen
Beim Vorbereitungstreffen wurde viel Wissenswertes über die Philippinen vermittelt. Auch die Lebensgeschichten von drei philippinischen Frauen wurden mit sachlichen Informationen verbunden. In dem Inselstaat stünden sich die Schönheit der Natur und als Gegensatz zerstörerische Gewalten wie Vulkane und Taifune gegenüber, hieß es. Es gebe gute Gesetze, die Frauen gegen Gewalt und Diskriminierung schützen sollten – in der Praxis sehe es aber anders aus. Vor allem Frauen und junge Mädchen seien von Armut, schlechten Arbeitsbedingungen und Rechtlosigkeit betroffen. Traditionelle Rollenbilder ließen wenig Spielraum für gerechte Aufgabenverteilung in Familie und Arbeitsleben. Unter der Leitung von Christa Pollmann-Busch und begleitet von einer Instrumentalgruppe mit Mitwirkenden aus verschiedenen Gemeinden übten die Teilnehmerinnen Weltge-betstags-Lieder ein. Der Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Abendbrot, bei dem die Frauen für ein buntes Mitbring-Büfett gesorgt hatten.

Kindern bei traumatischen Erlebnissen rechtzeitig helfen

Landrat Matthias Groote (von links) freute sich mit Dr. Ute Schulewski (Leiterin Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen), Heike de Vries (Leiterin Gesundheitsamt Landkreis Leer) und Susanne Kreienbrock (Gesundheitsamt, Koordination „Gesundheitsregion“), dass das Projekt „Trauma-Prävention mit Familien in der Erziehungsberatung“ umgesetzt werden kann. Foto: Dübbel

Projekt „Trauma-Prävention mit Familien in der Erziehungsberatung“ / Landkreis und Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen informierten

Wenn Kinder Erlebnisse haben, deren Verarbeitung sie überfordert, kann sich das auch auf Eltern und Geschwister auswirken. Unter dem Titel „Trauma-Prävention mit Familien in der Erziehungsberatung“ bietet jetzt die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen in Leer Begleitung und Beratung an. Träger dieses besonderen Angebotes ist der Landkreis Leer im Rahmen des landesweiten Projekts „Gesundheitsregion“.
Alle Beteiligten drückten in einem Pressegespräch ihre Freude über die Zusammenarbeit aus. Das sei nach dem Patienten-mobil das zweite genehmigte Vorhaben der Gesundheitsregion Leer, sagte Landrat Matthias Groote. „Der Fokus liegt auf der Prävention“, erklärte Heike de Vries, Leiterin des Gesundheitsamtes. Nicht jedes belastende Erlebnis führe zu einer psychiatrischen Erkrankung. Wichtig sei aber, „schnell die Weichen zu stellen“. Sie lobte das von der Beratungsstelle vorgelegte Konzept.
Traumatisierende Ereignisse könnten schwere Unfälle, außerfamiliäre Gewalterfahrungen oder plötzliche Todesfälle sein, erläuterte Dr. Ute Schulewski, Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle. Möglichen Trauma-Folgestörungen solle vorgebeugt werden. Gedacht ist bei dem Projekt an Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren und deren Eltern. Mit ihnen wird Traumatherapeutin Christina Nölling-Moeck in der Beratungsstelle arbeiten. Sie hat bei dem auf drei Jahre angelegten Angebot eine halbe Stelle. Insgesamt stünden Fördermittel von 111.000 Euro zur Verfügung, sagte der Landrat. Außerdem, so teilte Ute Schulewski nach dem Pressegespräch mit, habe das Diakonische Werk in Niedersachsen kurzfristig eine Kofinanzierung von 5000 Euro jährlich zugesagt. Die Beratungsstelle, so deren Leiterin, könne bei dem neuen Angebot jeweils die ganze Familie einladen und sei nicht auf ein Kind festgelegt. Eltern hätten ab sofort die Möglichkeit, sich unter der Telefonnummer 0491-9604881 zu melden. Sinnvoll sei die Angabe, dass es sich um ein traumatisches Erlebnis han-dele. Mit dem Projekt werde eine Lücke zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen besetzt und damit Arbeit in einem Bereich möglich, für den es sonst keine Angebote gebe. Am 15. März solle es eine Auftaktveranstaltung mit Informationen für Fachkräfte aus dem Erziehungs- und Gesundheitswesen geben. Als wichtigen Aspekt nannten die Beteiligten die Evaluation, also die Auswertung der Erfahrungen aus der Arbeit, von der auch andere profitieren könnten. „Der ländliche Raum wird dadurch gestärkt“, sagte Landrat Groote. Er handele sich um ein sehr innovatives Projekt, das vor zehn Jahren wohl noch kein Thema gewesen sei.

Ein neues Herz! - Gottes Segen für 2017

 Jahreslosung 2017 - Bild von Pastor Jörg Schulze, Borkum

Wieder Weihnachten - Superintendent Burghard Klemenz zur Weihnacht

Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind sie vermutlich kein Kind mehr. Sie haben schon manches Weihnachtsfest erlebt. Und vielleicht denken Sie auch: Die schönsten Feste sind in der Erinnerung die, die wir selbst als Kinder erlebten.

Da war ein Zauber und ein Glanz, der uns verzückte. Wenn wir heute Weihnachten feiern so tragen wir die Sehnsucht nach den früheren Tagen in uns und die Sehnsucht nach einem unbeschreiblichen Frieden. Diesen Frieden erhoffen wir für unsere Familien und natürlich auch für alle anderen Menschen. In der Weihnachtsgeschichte sind es Engel, die über den Feldern Bethlehems singen: „Friede auf Erden.“ Aber das war keine Zustandsbeschreibung. Bert Brecht schrieb einmal in einem Gedicht: „Der Tag, vor dem der große Christ zur Welt geboren ist, war hart und wüst und ohne Vernunft.“ Die harte Unvernunft und wüste Unordnung können wir leider auch heute zum Weihnachtsfest nicht ausschließen. Sie ereignet sich nicht nur an den Orten, von denen die Nachrichten berichten, sondern auch bei uns. Wenn wir Weihnachten feiern, bleiben wir doch dieselben Menschen, die wir gestern waren. Wir tragen alle Sorgen und Ängste mit uns auch am Heiligen Abend, sind streitbar und verletzlich. Bert Brecht führt uns vor Augen, dass Christus nicht in eine Form der Glückseligkeit geboren wurde. Er ist nicht der Christus einer heilen Welt, sondern einer Welt, die heilungsbedürftig ist. Das müssen wir wissen, damit wir uns nicht überfordern mit gegenseitigen Erwartungen. Wir können zu Weihnachten keine heile Welt erzwingen. Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, wurde geboren, gerade weil die Welt ein so friedlos wüster Ort ist. Lassen wir uns einfach beschenken mit dem Kind in der Krippe, das verletzlich und nackt ist. Es zeigt uns unsere eigene Verletzlichkeit. Es zeigt uns auch wie wichtig es ist, dass wir nicht nur Kinder, sondern auch andere Menschen sorgsam behüten. Den Glanz des Weihnachtsfestes können wir nicht herzaubern. Der wird geschenkt- es ist nur die Frage, ob wir ihn erkennen.

Kunden spendeten ganze Einkaufswagen-Ladungen

Sie freuten sich über ein tolles Ergebnis bei der Spenden-Aktion in den Multi-Märkten für die Tafeln in Leer und Emden (von links): Fritz-Rudolf Brahms (Multi Nord), Wilma Janßen (Tafel), Matthias Brahms (Multi Süd), Heidi Lünemann (Tafel), Pastor Thomas Jäckel (Diakonie), Dorothea Wilts (Tafel) und (im Vordergrund) Andreas Poppen (Tafel).
Foto: Dübbel

Aktion in den Multi-Märkten in Leer und Emden für die Tafeln / Durch Verdoppelung des Gewichts der Waren durch das Unter-nehmen kamen insgesamt 8,2 Tonnen zusammen

„Kaufen Sie ein Teil mehr und spenden Sie es!“ Darum baten am 3. Dezember Tafel-Mitarbeiter die Kunden in den Multi-Märkten in Leer und Emden. Vom Ergebnis zeigten sich jetzt alle Beteiligten beeindruckt: Über vier Tonnen Waren kamen zusammen, die dann gewichtsmäßig von Multi verdoppelt wurden. „Wir sind dafür von Herzen dankbar. Das erweitert unsere Pro-duktpalette erheblich“, sagte Pastor Thomas Jäckel als Ge-schäftsführer des Diakonischen Werkes in Ostfriesland, das Trä-ger der Leeraner Tafel ist. Auch deren Mitarbeiter Andreas Pop-pen freute sich darüber, dass so viele Menschen an jene dach-ten, die über ein geringes Einkommen verfügen. Die Einrich-tung hat Ausgabestellen in Leer, Hesel und Moormerland. Die Emder Tafel wird vom Caritas-Verband betrieben.
Seit acht Jahren unterstützt Multi zusätzlich zu den Lebensmittel-Lieferungen die Tafelarbeit mit der Aktion in der Adventszeit. „Wir haben nichts dagegen, wenn das zur Tradition wird“, sagte Fritz-Rudolf Brahms, Chef von Multi Nord in Leer. Mit seinem Neffen Matthias Brahms, der das SB-Warenhaus Multi Süd führt, verkündete er dort die Bilanz der Aktion: 1,05 Tonnen (das sind 1050 Kilogramm) kamen bei Multi Süd, 0,95 Tonnen bei Multi Nord zusammen. Im Emder Multi-Markt im Dollart-Center wurden sogar 2,1 Tonnen Waren abgegeben. Dort ist Christian Brahms, Sohn von Fritz-Rudolf, der Chef. Die Tafeln hatten vor allem um lange haltbare Lebensmittel gebeten. Um solche verdoppelte Multi das Gewicht der Spenden. 8,2 Tonnen lautete das Gesamtergebnis.
Nicht möglich wäre die Aktion ohne das Engagement der ehren-amtlichen Helferinnen und Helfer gewesen. Heidi Lünemann und Dorothea Wilts, die seit Beginn der Leeraner Tafel im März 2008 bei der Ausgabe zum Team gehören, waren auch bei Multi vor Ort. Sie mögen die Begegnungen mit den Menschen. „Eine Frau hat gleich 60 Weihnachtsmänner abgegeben“, erzählte Dorothea Wilts. „Die sind alle heil“, habe sie stolz hinzugefügt. Es wurden – wie in den Vorjahren schon – auch wieder ganze Einkaufswagen voller Waren gebracht. So etwas berührte die Tafel-Mitarbeiter. Und die Leute hätten an alles gedacht, erzählte Wilma Janßen: „Sogar Zahnbürsten für Kinder waren dabei“. Es war auch um Hygiene-Artikel gebeten worden. Eine positive Nachricht am Rande hatten Thomas Jäckel und Andreas Poppen: Es zeichne sich ab, dass aus dem lange er-sehnten Umbau der Tafel in Leer nun Wirklichkeit werde. Die Sparkasse als Eigentümer des Gebäudes habe bereits veran-lasst, dass zum Beginn des neuen Jahres die Tafel in der Über-gangszeit in Container umquartiert werde.

Evelin Hantke-Berning ist jetzt Beauftragte für die Frauenarbeit

Evelin Hantke-Berning (Zweite von rechts) bei ihrer Einführung als Beauftragte für die Frauenarbeit im Kirchenkreis Emden-Leer mit Superintendent Burghard Klemenz, Rita Steinbreder, Refe-rentin für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Ostfriesland-Ems (links), und Heike Körber aus der Martin-Luther-Gemeinde Em-den. Foto: Dübbel

Das Ehrenamt war im Kirchenkreis Emden-Leer lange vakant / Feierliche Einführung im Gottesdienst

Viele Glückwünsche wurden am vierten Ad-ventssonntag Evelin Hantke-Berning ausgesprochen, nachdem sie feierlich in ihr Ehrenamt als Beauftragte für die Frauenarbeit des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer eingeführt worden war. Im Gottesdienst in der Lutherkirche in Leer gaben ihr Superintendent Burghard Klemenz, Rita Steinbreder als Referentin für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Ostfriesland-Ems und Heike Körber aus der Martin-Luther-Gemeinde Emden Segensworte mit auf den Weg. Der Superintendent hatte auch viele Besucher aus der Martin-Luther-Gemeinde Emden, in der Evelin Hantke-Berning zu Hause und durch ehrenamtliches Engagement bekannt ist, be-grüßt. Er wies darauf hin, dass sie vom Kirchenkreisvorstand in das Amt berufen worden sei. Es war seit der Fusion der Kirchenkreise Emden und Leer vor vier Jahren vakant. Die Arbeit mit den Frauen im Kirchenkreis anzuregen und zu begleiten gehöre zu den Aufgaben, erklärte Rita Steinbreder.
Vier Jahre lang habe sie schon gemeinsam mit Pastorin Etta Kumm und mit Nora Caliebe Kreisfrauentreffen im Emder Altkreis organisiert, erzählte im Gespräch nach dem Gottesdienst Evelin Hantke-Berning. Jetzt wolle sie Ansprechpartnerin für die Frauen im gesamten Kirchenkreis sein. Ein runder Tisch etwa könne Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bieten. Auch Vorträge hält sie.
„Am Herzen liegt mir die Ökumene“, betonte die 68-Jährige. Das komme beispielsweise in der Weltgebetstags-Arbeit zum Tragen. Im fünften Jahr mache sie jetzt schon bei dieser Initiative mit. Heike Körber habe sie damals dazu angeregt. Wichtig ist für Evelin Hantke-Berning ebenso ihr Dienst als Kirchenöffnerin: Von Mai bis September steht die Tür der Martin-Luther-Kirche über die Gottesdienstzeiten hinaus Einheimischen und Touristen offen. Freude haben ihr auch die Arbeit im Vorbereitungskreis der Ausstellung „Frauen der Reformation“ und das Mitwirken bei der Ausrichtung der Begleitveranstaltungen und Führungen gemacht. Ein besonderes Hobby der neuen Frauenbeauftragten ist die Herstellung von Pflanzenölseifen. Beim notwendigen Equipment unterstützt sie ihr Mann Rolf-Joachim. Vor ihrem Ruhestand war Evelin Hantke-Berning Chemikerin und Berufsschullehrerin. Bei allen Aktivitäten weiß sie achtsam mit sich umzugehen. So ist ihr das Singen ein Bedürfnis: „Dann geht es meiner Seele gut“, sagte sie.
 

Ein Weihnachtsmarkt mit besonderer Atmosphäre

Auf große Resonanz stieß auch der Gottesdienst in der englischen Tradition des „A Festival of Nine Lessons und Carols“ in der Christuskirche Leer, der den Abschluss des Weihnachtsmarktes bildete. Foto: Dübbel

Den Abschluss bildete ein Gottesdienst in der Christuskirche / Bürgermeisterin Beatrix Kuhl hielt eine der Lesungen

„Der Weihnachtsmarkt in der Oststadt hat so eine schöne familiäre Atmosphäre.“ Das war am Sonnabend von Besuchern zu hören, die sich von der evangelisch-lutherischen Christuskirchengemeinde Leer einladen lassen hatten. Die gute Resonanz spiegelte sich auch im Erlös wider: 2.978,88 Euro sind das beste Ergebnis dieser Veranstaltung, die es jetzt zum achten Mal gab. Das Geld soll der Gemeindearbeit zugute kommen. Pastorin Sigrid Duhm-Jäckel zeigte sich außerordentlich erfreut über das Gelingen. Sie hatte den Weihnachtsmarkt wieder organisiert, zu dem als Abschluss ein Gottesdienst in der englischen Tradition des „The Service of Nine Lessons and Carols“ – aber in deutscher Sprache – gehörte. Außerdem hatten sich 53 Ehrenamtliche mit ihrer Zeit, mit ihren Ideen und mit ihrer Arbeitskraft eingebracht. Dafür war die Pastorin sehr dankbar. Jung und Alt schlenderte von Stand zu Stand. Die Angebots-Palette reichte von Gebasteltem für die Adventszeit und Weihnachten bis hin zu besonderen Leckereien wie selbstgemachtem Likör. Ihren Spaß hatten auch Evje und Emma, die mit ihrer Oma Mathilde Hofinga den Weihnachtsmarkt besuchten. Begeistert waren sie vom Ponyreiten. Das gehörte zum Programm, das eigens für Kinder geboten wurde. Für das leibliche Wohl gleich vor Ort war etwa mit Speckendicken, Punsch und Gegrilltem gesorgt. Im Café im Katharina-von-Bora-Haus hatten die Helferinnen und Helfer alle Hände voll zu tun, um die die vielen Gäste mit Tee, Kaffee und Kuchen zu bewirten. Beim Gottesdienst freute sich Pastorin Duhm-Jäckel über eine voll besetzte Kirche. Ein besonderer Dank galt Bürgermeisterin Beatrix Kuhl, die eine der neun Lesungen hielt. Dunja Berger, Else Bierbrauer, Petra Cornelius, Manuela Nordbrock, Werner Gersema, Hans Marscheider, Erich Ulferts und Sigrid Duhm-Jäckel trugen die weiteren Texte vor. Der Zollhauschor „LLOZ“ unter der Leitung von Udo Olthoff beeindruckte mit Liedern aus der englisch-amerikanischen Weihnachtstradition. Selber singen konnten die Besucher unter der Begleitung von Michael Busch an der Orgel und vom Posaunenchor unter der Leitung von Martina Saathoff.
Mit einem langen und kräftigen Applaus bedankten sich zum Schluss die Besucher bei allen Mitwirkenden. Die Kollekte des Gottesdienstes ergab 458 Euro. Bestimmt ist sie für die Aktion „Brot für die Welt“ und für „Open Doors“, das als überkonfessionelles internationales Hilfswerk Christen unterstützt, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Suchtkranke bleiben durch Therapie im (Berufs-)Leben

 Sie gehören zum Team der Fachstelle für Sucht- und Suchtprävention in Emden (von links): Harald Spreda (Leiter), Johannes Sanders, Angelika Mertins, Annika Jacobmeier, Tobias Tegeder und Piet Bürster. Auf dem Foto fehlt Elke Jacobs. Foto: Dübbel

Emder Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes in Ostfriesland informierte

„Alkohol ist und bleibt die Hauptdroge, auch wenn durch Medienberichte die Aufmerksamkeit oft bei anderen Mitteln liegt“. Das sagte Harald Spreda als Leiter der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Emden, einer Einrichtung des Diakonischen Werkes in Ostfriesland. 80 Prozent der Klienten der Fachstelle seien von dieser legalen Droge abhängig, erst mit Abstand folgten Cannabis und Glücksspiel. Die Erfahrungen der Beratungsstelle in Emden werden durch Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. unterstützt: Durch Alkohol- und Tabakkonsum sterben 100-mal so viele Menschen wie durch illegale Drogen. Aufräumen möchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle mit Vorurteilen. „Aus ganz normalen Familien kom-men ganz normale Suchtkranke“, erklären sie. Bürger, die am sozialen Leben teilnehmen und im Erwerbsleben stehen, gehör-ten dazu. Damit die Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben erhalten bleibe, sei Therapie wichtig, betonte Psychologe Johannes Sanders. Sie trage dazu bei, dass die Betroffenen „nicht durch die Maschen fallen“. Trotz ihrer Alkoholabhängigkeit seien viele Erwerbstätige leistungsorientiert und leistungsfähig, war vom Beratungs-Team zu hören. Für ihren Betrieb seien sie weiter wichtig. Oftmals hätten diese Menschen einen hohen Anspruch an sich selbst. Viele engagierten sich sehr für ihre Mitmenschen und vernachlässigten ihre eigenen Bedürfnisse. Unter den Klienten der Fachstelle seien die meisten erwerbstätig. Im vergangenen Jahr waren das 116 Personen und damit deutlich mehr als die 66 Klienten, die Arbeitslosengeld I oder II bezogen. Durch Beratung und Therapie werde die Erwerbstätigkeit erhalten, sagte Sanders. Suchtberatung stehe oft am Ende eines belastenden Prozesses und folge auf einen missglückten Selbstheilungs-Versuch. Für manche Menschen werde der Alkohol über Jahrzehnte immer wichtiger. Dann kämen körperliche Erscheinungen hinzu und das eigentliche Problem könne nicht mehr kompensiert werden. Im Durchschnitt dauere es zehn bis zwölf Jahre, bis ein alkoholabhängiger Mitarbeiter im Betrieb auffalle.
Betriebe und Firmen arbeiteten mit der Beratungsstelle zusammen, betonte Spreda. Dieses Miteinander sei erfolgreich: 80 Prozent der Klienten könnten als erwerbsfähig aus der Therapie entlassen werden. Arbeitsplätze blieben erhalten, Fehlzeiten würden reduziert. Der Fachstelle ist es wichtig, Angebote zur betrieblichen Suchtprävention zu machen. Bereits bestehende Maßnahmen der Betriebe werden ergänzt. Darüber hinaus erarbeiten die Therapeuten für die Betriebe Konzepte zur Suchtprävention – speziell für den Umgang mit suchtkranken Mitarbeitern –, setzen diese Konzepte um, fördern und begleiten sie. Ergänzt werden solche Projekte durch Informationsveranstaltungen und Schulungsmaßnahmen von Mitarbeitern.
Zum Team der Fachstelle gehören Harald Spreda (Leiter), Elke Jacobs, Johannes Sanders, Annika Jacobmeier, Tobias Tege-der, Piet Bürster und Angelika Mertins (Verwaltungsmitarbeite-rin).
Die Fachstelle für Sucht- und Suchtprävention Emden befindet sich im dritten Stock des Rieke-Hauses über dem Stadt-Café, Am Stadtgarten 11. Sie ist telefonisch unter der Nummer 04921/2 58 99 zu erreichen. Termine können montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr vereinbart werden. Die E-Mail-Adresse lautet suchtberatung.emden@evlka, die Internetseite ist unter www.suchtberatung-emden.de aufzurufen.

Jubiläum - Seit 60 Jahren gibt es eine Bahnhofsmission in Emden.

Von links: Margarete Leemhuis, Leitung in Emden und Leer, Helga Wilhelm, stellvertretende Leitung in Emden, ehrenamtlich tätig, Käthe Schütt, ehrenamtliche Mitarbeiterin in Emden, 10-jähriges Jubiläum, Sabrina Delger, ehrenamtliche Mitarbeiterin in Leer, Sonja Gadow, ehrenamtliche Mitarbeiterin in Emden, Rosemarie Müller, stellvertretende Leitung in Leer, Erasmus Kröger-Vodde, Geschäftsführung, Rico Mecklenburg, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Emden, Wolfgang Ritter, stellvertretender Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer  

Heute ist sie ein Bestandteil der Bahnhofsmission Emden-Leer. Träger ist der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Emden-Leer mit seiner
Diakonie-Geschäftsstelle. 

Einsatzorte sind die drei Bahnhöfe Emden Hauptbahnhof, Emden Außenhafen und Leer (Ostfriesland). Die ehrenamtlich und hauptberuflich Tätigen sind sich einig: "Die Arbeit für und mit Menschen am Bahnhof ist gelebte Nächstenliebe, ist Teil unseres diakonischen Auftrages. Wir leisten Reisehilfen (Ein-, Aus- und Umsteigehilfen) vom und zum Zug und Schiff. Wir vermitteln aber auch Menschen in Not an spezialisierte Beratungs- und Hilfsangebote (Suchtberatung, Drogenberatung, Tagesaufenthalt für Wohnungslose etc.)." ...denn... ein Bahnhof ist mit seinem Umfeld eine Art "Seismograph" für die sozialen Problemlagen einer Stadt (Alkoholprobleme, Drogenprobleme, Wohnungslosigkeit, psychisch erkrankte Personen...viele "stranden" am Bahnhof). Diese Aspekte hatte beim Jubiläum auch Wolfgang Ritter in seiner Rede erwähnt. Eine ehrenamtliche Mitarbeit ist noch möglich. Interessierte können sich gern zu einem "Schnuppertag" anmelden. Telefon 0491 - 5381 oder 04921 - 22834. Auch Studierende sowie Schülerinnen und Schüler können in der Bahnhofsmission ein Praktikum absolvieren. Die drei Herren auf dem Foto sprachen ihren Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Ganz besonders dankten sie Käthe Schütt, die vom 50-jährigen Jubiläum der Bahnhofsmission Emden im Jahr 2006 inspiriert, nun ihr 10-jähriges Jubiläum als ehrenamtliche Mitarbeiterin feiert.

(Beitrag von Erasmus Kröger-Vodde)

 

Religionen bitten für den Frieden

Die Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Leer lädt ein:

Sonntag, 29. Januar 2017 um 15 Uhr
Festsaal im Historischen Rathaus der Stadt Leer 

Folgende Gruppen wirken mit: Armenische Apostolische Kirche / Bahá`í-Religion / Evangelische Freikirchen / Islamischer Kulturkreis / Jesiden / Judentum / Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage / Landeskirchen

Kontakt: Arbeitsgemeinschaft der Religionen
Uta Erb, Tel.: 0491 9990327 und Herbert Kroon, Tel.: 0491 71538

Wir bei Radio Ostfriesland: "Auszeit" und "Schwanenflug"

In der Livesendung "Schwanenflug" jeden Dienstag ab 18.05 Uhr gibt es viel Musik und aktuelle lutherische Themen. Werktags um kurz vor 7.00 Uhr gibt es die Auszeit, den guten Gedanken für den Tag!

Radio Ostfriesland

Moin und Herzlich Willkommen