Ein besonderer Abend in der Logabirumer Kirche

A-cappella-Quartett „Maybebop“ ist am Donnerstag, 30. August, ab 19.30 Uhr zu Gast

Ein außergewöhnliches Konzert verspricht Pastor Andreas Bartels Zuhörern, die am Donnerstag, 30. August, in die Evangelisch-lutherische Kirche Logabirum kommen: Dort ist dann ab 19.30 Uhr das Quartett „Maybebop“ zu Gast.  Beschrieben werden die Mitglieder des Ensembles als „vier Querdenker aus Hamburg, Berlin und Hannover, die das Genre des A-cappella-Pops in eine neue Dimension geführt haben“.

Die Band tritt im Rahmen der Reihe „Das kleine Konzert an der Fehnroute“ auf, die vor 20 Jahren von der Kirchengemeinde Logabirum ins Leben gerufen wurde. Das Konzert mit „Maybebop“ bildet einen Höhepunkt im Programm des Jubiläumsjahres.

Mit ihren Stimmen zaubern die vier A-cappella-Artisten den Sound eines ganzen Orchesters auf die Bühne. Aber bei „Maybebop“ ist alles mundgemacht. Und damit haben sich Jan Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies und Sebastian Schröder in ihren mittlerweile 15 Jahren gemeinsamen Schaffens an die Speerspitze der deutschsprachigen Musik- und Theaterszene gesungen. Sie bewahren sich eine künstlerische Unabhängigkeit und Distanz zu allen Verlockungen des Mainstreams und zu eitlem Gehabe.

Das Quartett ist bekannt dafür, sein musikalisches Programm frech, hochmusikalisch, intelligent und mit viel Humor zu zelebrieren. Im Mittelpunkt stehen facettenreiche Eigenkompositionen mit bisweilen absurden Botschaften – „angesiedelt zwischen Wahn und Witz“, wie die Sänger selber sagen. Inhaltlich wollen die Jungs dabei nie auf Nummer sicher, sondern stets neue Wege gehen. Ihre deutschsprachigen Songs, in bewährt kecker Manier und nicht immer politisch korrekt, behandeln unterschiedlichste Themen, vor allem aber auch das aktuelle Zeitgeschehen. Mal ätzend, morbide, subtil oder gerne urkomisch – Hauptsache, das Augenzwinkern fehlt nicht.

Es zeichnet die Lieder von „Maybebop“ aus, dass der obligate Humor kein Selbstzweck bleibt, sondern mit einer guten Portion Gesellschaftskritik unterfüttert wird. Die Mitglieder der Band sehen sich als echte Entertainer, die den Nerv der Zeit treffen.

Karten zum Preis von 30 Euro sind im Pfarramt Logabirum (Telefon 0491-98796753 oder per E-Mail KG.Logabirum@evlka.de) erhältlich.

Nach 34 Jahren Abschied von der Gemeinde

Das Pastorenehepaar Dorle Liebermann-Garbers und Hans-Peter Garbers wird am 26. August von der Kirchengemeinde St. Nikolai zu Stiekelkamperfehn in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Dübbel

Das Pastorenehepaar Dorle Liebermann-Garbers und Hans-Peter Garbers aus Stiekelkamperfehn geht in den Ruhestand / Gottesdienst am 26. August

„Wir haben nicht gedacht, dass wir einmal so lange hier bleiben würden“, sagen Dorle Liebermann-Garbers und Hans-Peter Garbers. Seit 34 Jahren steht das Pastorenehepaar im Dienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai zu Stiekelkamperfehn. Am Sonntag, 26. August, wird es in einem Gottesdienst, der um 14 Uhr beginnt, in den Ruhestand verabschiedet.

Als sich die aus Lüneburg stammenden Theologen 1984 ihre Wirkungsstätte anschauten, waren sie zum ersten Mal in Ostfriesland. Die Straßen waren schlecht und die Kirche in der Gemeinde Neukamperfehn, die wiederum zur Samtgemeinde Hesel gehört, fanden sie nicht auf Anhieb. Die Dorfbewohner mussten sich daran gewöhnen, dass auch eine Frau ein Pfarramt leiten kann. Denn das war zunächst alleinige Aufgabe von Dorle Liebermann-Garbers. Die Stellenteilung mit ihrem Mann war nach kirchengesetzlicher Regelung erst später möglich. Vieles hat sich seitdem getan.

Während sonst meist von schrumpfenden Kirchengemeinden gesprochen wird, können Garbers auf eine wachsende Gemeinde verweisen: 1680 Mitglieder hatte sie bei Dienstbeginn der Eheleute, 1900 sind es jetzt. Neubaugebiete sorgen für eine weiterhin gute Tendenz. Zur Kirchengemeinde gehören die Ortsteile Beningafehn, Neuefehn und Stiekelkamperfehn. Für Nachfolger dürfe die Gemeinde attraktiv sein, meint der Pastor. Die Hauptvertretung in der Vakanz wird Pastorin Imke Metz aus Jheringsfehn übernehmen.

„Uns lag am Herzen, gemeinwesenorientiert zu arbeiten“, betonen die Eheleute. Und so entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Einrichtungen. Gemeinsame Veranstaltungen gehörten dazu. Freuen konnte sich die Kirchengemeinde in den vergangenen Jahrzehnten über die Renovierung von Gemeindehaus und Kirche. Große Ereignisse waren das Kirchenweihjubiläum 2004 mit der Namensgebung „St. Nikolai“ und 2012 das 100-jährige Bestehen der Kirchengemeinde.

Nähe und Verbindlichkeit zu den Gemeindegliedern waren dem Pastorenehepaar wichtig. „Ihr wart ja immer da“, ist Dorle Liebermann-Garbers kürzlich gesagt worden. Das empfindet sie als Bestätigung für Verlässlichkeit und Motivation, für funktionierende „Kirche im Dorf“. Alles aufzuzählen, was sie und ihr Mann initiiert haben, ergäbe eine lange Liste. Gemeindebrief, kulturelle Angebote und Gemeindefeste, die Einrichtung einer evangelischen öffentlichen Bücherei in der Grundschule, Gottesdienste auch in neuer Form und Angebote für verschiedene Freizeiten gehören dazu. Auch übergemeindlich haben sich Hans-Peter Garbers und seine Frau engagiert, beispielsweise in verschiedenen Gremien des Kirchenkreises.

„Es ist gut gewesen“, sagen die beiden Seelsorger jetzt und gehen bewusst in den Vorruhestand: Er wird demnächst 63 Jahre, sie noch in diesem Jahr 62 Jahre alt. „In ein Loch werden wir nicht fallen“, wissen die Eltern von vier Kindern. Beide freuen sich auf mehr Zeit für die Familie und das neue Zuhause mit einem großen Garten in Lammertsfehn. Und außerdem will das Ehepaar, das schon Studienfahrten nach Israel, Ägypten und Griechenland organisiert hat, noch etwas von der Welt sehen und genießen. „Im Dienste Jesu Christi“ werden die Ruheständler bleiben, aber von Engagement in der Gemeinde erst einmal Abstand nehmen.

Ein Kreisfrauentreffen als Sing-Workshop mit Bea Nyga

Musikerin und Sängern kommt am 28. September in die Neue Kirche / Auch Männer sind willkommen

Zu einem Kreisfrauentreffen „mal ganz anders“ lädt für den 28. September Evelin Hantke-Berning, Beauftragte für die Frauenarbeit des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer, ein. Es findet ab 17 Uhr in Form eines Sing-Workshops statt, an dem auch Männer teilnehmen können. Bea Nyga, Musikerin und Sängerin aus Köln,  kommt dazu nach Emden in die Neue Kirche an der Brückstraße 103.

„Lieder rund um die Welt – alte und neue musikalische Schätze des Weltgebetstages“ sind für die vierstündige Veranstaltung vorgesehen. Angesprochen seien alle, „die sich mit einer homöopathischen Dosis des Stimmungsaufhellers Musik nicht zufrieden geben“, heißt es in der Ankündigung. Vom Flügel aus dirigiert und moderiert Bea Nyga mit spritzigen und unterhaltsamen Tönen, die Frauen und Männer in ihren Bann ziehen. In einer Pause wird ein Abendimbiss gereicht.

Evelin Hantke-Berning hat die Musikerin vor einem Jahr in Lingen erlebt und möchte ihre Begeisterung für Bea Nyga mit der Veranstaltung in Emden weitergeben. Mitstreiterinnen fand sie in den reformierten Frauen, vertreten durch Pastorin Etta Züchner, den katholischen Frauen, vertreten durch Renate Schirrmann (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, kfd) und einigen Sponsoren. Dadurch ist auch der moderate Eintrittspreis von 10 Euro zustande gekommen.

Anmeldungen per E-Mail – vorzugsweise in Gruppen – sind bis zum 9. September unter hantke-b@t-online.de möglich. Der Eintrittspreis sollte auf folgenden Konto überwiesen werden: Kirchenkreis Emden-Leer/ Sparkasse Emden, IBAN: DE12 2845 0000 0000 0137 71, Verwendungszweck: 151083-ERST-1100-13610. Die Karten liegen dann an der Abendkasse.

Im Vorverkauf werden in Emden Karten in der Thalia-Buchhandlung (Zwischen beiden Sielen 5) und in der Bücherstube am Rathaus (Brückstraße 12) angeboten.